Lade Login-Box.
Corona Newsletter
Topthemen: Coronavirus in ThüringenCorona-HilfsbörseFreies Wort hilftFolgen Sie uns auf Instagram

Wirtschaft

EU stopft zum 1. Januar Steuerschlupflöcher für Großkonzerne

Einige Steuerschlupflöcher für multinationale Konzerne werden zum 1. Januar in der Europäischen Union gestopft. Damit soll es für Unternehmen schwieriger werden, zum Steuersparen Gewinne oder Zinslasten zwischen Tochterfirmen in unterschiedlich besteuerten Ländern zu verschieben.



Finanzkommissar Pierre Moscovici
EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici, hier vergangen Woche während einer Pressekonferenz in Brüssel, ist mit der neuen EU-Richtlinie zufrieden.   Foto: Virginia Mayo/AP

Eine 2016 beschlossene EU-Richtlinie tritt mit Jahresbeginn in Kraft. EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici lobte dies am Sonntag als Fortschritt: «Wir haben die Schlacht noch nicht gewonnen, aber dies stellt eine sehr wichtige Etappe unseres Kampfs gegen diejenigen dar, die Schlupflöcher in den Steuersystemen unserer Mitgliedstaaten ausnutzen wollen, um Steuern in Milliardenhöhe zu sparen.»

Die EU-Kommission hatte das Paket gegen Steuervermeidung bereits Anfang 2016 vorgelegt, damals vor dem Hintergrund der Enthüllungen der «Panama Papers». Damals schätzte die Behörde, dass den öffentlichen Kassen der EU durch «aggressive Steuerplanung» jährlich 50 bis 70 Milliarden Euro entgehen. Gemeint ist die Nutzung von Schlupflöchern, die sich aus unterschiedlichen Steuerregeln einzelner Staaten ergeben.

Zu Jahresbeginn kommen nun drei Gegenmaßnahmen: Alle EU-Staaten sollen in Steueroasen verschobene Gewinne besteuern; alle EU-Staaten führen eine «Zinsschranke» ein, mit der Steuerersparnis durch Zinsen für Darlehen zwischen Unternehmensteilen gedeckelt wird. Und alle EU-Staaten verpflichten sich, gegen neue Steuertricks vorzugehen, gegen die es noch keine speziellen Vorschriften gibt.

Zum 1. Januar 2020 sollen weitere Vorschriften folgen, die Steuervermeidungsmodelle innerhalb der EU unterbinden sollen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
30. 12. 2018
14:09 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
EU-Richtlinie Europäische Kommission Großkonzerne Konzerne Panama Leaks Pierre Moscovici Zinsbelastung
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Deutsche Post

06.01.2020

Unregelmäßigkeiten bei Mitarbeiter-Fragebögen der Post

Bei einer Mitarbeiter-Befragung der Deutschen Post sollen etliche Fragebögen manipuliert worden sein. » mehr

Frankreichs Präsident Macron

10.10.2019

Schutz gegen Finanzkrisen - Eurozonenbudget wird Realität

Frankreichs Präsident Macron forderte einst ein Multi-Milliarden-Budget für Euro-Staaten zum Schutz vor Finanzkrisen. Aus den Mühlen europäischer Kompromissfindung kam nun eine reduzierte Variante heraus. Ob diese ausrei... » mehr

Altmaier

05.02.2019

Angst vor der «Werkbank»: Altmaier will neue Großkonzerne

Wirtschaftsminister Altmaier sieht sich als Anwalt der Industrie - und will mehr staatliche Eingriffe, um Übernahmen etwa aus China zu stoppen. Und er strebt neue Weltmarktführer in der Industrie der Zukunft an. Dazu müs... » mehr

Alstom

17.01.2019

Siemens/Alstom-Zugfusion: Keine weiteren Zugeständnisse

War's das mit der geplanten Zugsparten-Fusion von Siemens und Alstom? Obwohl die EU-Kommission mit dem bisherigen Angebot nicht zufrieden scheint, wollen die Konzerne keine weiteren Zugeständnisse machen. Der Ball liegt ... » mehr

Glyphosat-Hersteller

13.12.2019

Glyphosat-Hersteller beantragen neue EU-Zulassung ab 2023

Die Glyphosat-Hersteller haben ein Zulassungsverfahren in Gang gesetzt, damit der umstrittene Unkrautvernichter auch nach dem Jahr 2023 in der EU eingesetzt werden darf. » mehr

Steuerausfälle

05.09.2019

EU: Weniger Schäden durch Steuerbetrug und Insolvenzen

Die EU-Staaten haben in den vergangenen Jahren ihre Steuerausfälle gesenkt. 2017 seien den öffentlichen Kassen wegen Betrugs, Steuervermeidung und Insolvenzen rund 137 Milliarden Euro an Einnahmen entgangen, teilte die E... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Sperrung vor Neustadt am Rennsteig Neustadt am Rennsteig

Sperrung Neustadt am Rennsteig | 23.03.2020 Neustadt am Rennsteig
» 4 Bilder ansehen

Brand in Katzhütte Katzhütte

Brand Katzhütte | 23.03.2020 Katzhütte
» 4 Bilder ansehen

inbound3887575027251749210

#Ichbleibdaheim |
» 8 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
30. 12. 2018
14:09 Uhr



^