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Wirtschaft

Dax vor US-Zinsentscheidung mit Verlusten

Die Anleger sind am Mittwoch angesichts zahlreicher Quartalsberichte und vor wichtigen geldpolitischen Signalen der US-Notenbank vorsichtig geblieben.



Dax
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.   Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Immerhin ist der Dax seit Anfang Oktober stark nach oben gelaufen. Erst am Montag hatte er ein weiteres Hoch seit Juni 2018 erreicht und sich dann stabil gezeigt. Zur Wochenmitte nun gab der deutsche Leitindex moderat um 0,23 Prozent auf 12.910,23 Punkte nach. Der MDax für mittelgroße Werte legte um 0,35 Prozent auf 26.392,56 Punkte zu.

Eine Leitzinssenkung der US-Notenbank am Mittwochabend um 0,25 Prozent war Marktbeobachtern zufolge bereits eingepreist und sollte so am Donnerstag zu keinen größeren Reaktionen an den Aktienmärkten führen. Gehofft wird indes auf Signale der Fed für einen nächsten Schritt, um eine drohende Wachstumsdelle der US-Wirtschaft zu verhindern.

Unternehmensseitig war auf dem heimischen Aktienmarkt jede Menge los: Mit der Deutschen Bank, Bayer und Volkswagen legten allein drei Unternehmen aus dem Dax ihre Quartalsbilanzen vor. Die Deutsche Bank verbuchte wegen ihres teuren Konzernumbaus auch für das dritte Quartal herbe Verluste. Sie waren höher als befürchtet ausgefallen, was von Anlegern mit Verkäufen der Aktie quittiert wurde. Sie büßten am Dax-Ende 7,9 Prozent ein.

Dagegen zählten die Anteilsscheine von Bayer nach bekräftigten Jahresprognosen mit einem Kursanstieg von 2,1 Prozent zu den Favoriten im Leitindex. Der Anstieg der Glyphosat-Klagen in den USA überraschte nicht. Dass der weltgrößte Autobauer VW bei seinen Finanzzielen vorsichtig blieb, obwohl er starke Ergebnisse auswies, nahm dessen Aktien den Schwung. Immerhin legten die Vorzugsaktien aber um weitere 0,7 Prozent zu.

Am MDax-Ende stachen die Aktien des Leasingspezialisten Grenke nach Quartalszahlen mit minus 3,6 Prozent heraus. Dicht folgten die Papiere der Commerzbank mit minus 3,4 Prozent. Hingegen sprangen die Vorzugsaktien von Fuchs Petrolub an der Index-Spitze um fast zehn Prozent hoch. Der Spezialist für Schmierstoffe konkretisiere seine Jahresziele. Umsatz und operatives Ergebnis (Ebit) werden nun am oberen Ende der Zielspannen erwartet.

Der Blick auf die Börsen in Europa und den USA zeigte kein einheitliches Bild: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,05 Prozent auf 3620,29 Zähler nach, während der französische Cac 40 und der britische FTSE 100 moderat zulegten. In den USA zeigte sich der Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss nahezu unverändert.

Am deutschen Rentenmarkt stagnierte die Umlaufrendite bei minus 0,36 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,02 Prozent auf 144,62 Punkte. Der Bund-Future stieg am frühen Abend um 0,01 Prozent auf 171,06 Punkte. Der Euro stieg auf 1,1122 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1106 (Dienstag: 1,1095) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9004 (0,9013) Euro.

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dpa

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30. 10. 2019
18:19 Uhr

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30. 10. 2019
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