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Wirtschaft

Comdirect geht mit breiter Brust in Commerzbank-Gespräche

Die Direkt-Bank soll bald komplett in der Commerzbank aufgehen. Dabei will sich die Comdirect teuer verkaufen. Bei den Verhandlungen helfen könnten starke Geschäftszahlen.



Das Logo der Comdirect Bank AG
Das Logo der Comdirect Bank AG.   Foto: Bodo Marks/dpa/Archivbild

Die Online-Bank Comdirect geht mit breiter Brust in die Integrationsgespräche mit der Commerzbank. «Wir wollen möglichst viel Comdirect in den Prozess einbringen», sagte die seit kurzem amtierende Vorstandschefin Frauke Hegemann am Mittwoch. Die Comdirect steht kurz vor der Komplettübernahme durch die Commerzbank, die sich bereits mehr als 90 Prozent der Anteile gesichert hat.

Doch auch wenn Commerzbank-Chef Martin Zielke die Zwei-Marken-Strategie beenden will, hofft Hegemann möglichst viel von der Comdirect-Kultur retten zu können. «Wir sind zuversichtlich, dass wir ganz viel von dem, was wir in den vergangenen 25 Jahren aufgebaut haben, in das neue Zielbild einbringen, sagte sie in Frankfurt. Rückenwind für die Verhandlungen liefert ein starkes Ergebnis 2019.

Zum möglichen Arbeitsplatzabbau am Hauptstandort Quickborn sowie Rostock und Köln, wo die Tochter Onvista sitzt, konnte Hegemann nichts sagen. Fest stehe lediglich, dass es weiter Mitarbeiter an allen drei Standorten geben soll. Ende 2019 hatte die Comdirect 1278 Beschäftigte - den Großteil davon in Quickborn nahe Hamburg.

Die Commerzbank hatte im vergangenen Jahr angekündigt, die Tochter Comdirect ganz zu übernehmen. Die Commerzbank war zunächst unter der wichtigen Schwelle von 90 Prozent der Anteile geblieben, über der ein einfacheres Herausdrängen der übrigen Aktionäre möglich ist. Jüngst konnte die Bank ihren Anteil durch den direkten Ankauf vom aktivistischen Investor Petrus Advisers doch über die Marke hieven.

Im vergangenen Jahr konnte die Comdirect kräftig zulegen. Im fortgeführten Geschäft zog der Gewinn vor Steuern um gut 38 Prozent auf 75,5 Millionen Euro an. Dabei profitierte die Bank von weiter steigenden Kundenzahlen und einem regen Handel an den Aktienmärkten. Der Provisionsüberschuss zog um 6,5 Prozent auf fast 220 Millionen Euro an. Und auch der Zinsüberschuss legte dank eines gestiegenen Kreditvolumens um 6 Prozent auf fast 124 Millionen Euro zu - und das trotz des anhaltenden Zinstiefs. Dank eines Spartenverkaufs zog der Gewinn unter dem Strich um 226 Prozent auf 164 Millionen Euro an.

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dpa

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Veröffentlicht am:
29. 01. 2020
14:44 Uhr

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29. 01. 2020
14:44 Uhr



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