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Wirtschaft

Boeing-Krise belastet Southwest Airlines

Drei große US-Fluggesellschaften haben Boeings 737 Max in ihren Flotten und ächzen unter dem anhaltenden Ausfall des Unglücksjets. Am stärksten betroffen ist der Billigflieger Southwest Airlines.



Southwest-Airlines-Maschine
Das Flugverbot für Boeings 737 Max trifft Southwest Airlines so stark wie kaum eine andere Airline.   Foto: Mike Stewart/AP/dpa

Der Ausfall von Boeings nach zwei verheerenden Abstürzen aus dem Verkehr gezogenen Krisenjet 737 Max macht Southwest Airlines schwer zu schaffen.

Im vierten Quartal brach der Gewinn im Jahresvergleich um gut ein Fünftel auf 514 Millionen Dollar (465 Mio Euro) ein, wie das Unternehmen am Donnerstag in Dallas mitteilte. Dabei gab es sogar ein leichtes Umsatzplus auf 5,7 Milliarden Dollar, doch hohe Sonderkosten aufgrund des Flugverbots für Boeings 737 Max belasteten die Bilanz. Auch 2020 dürfte das Fehlen dieser Maschinen auf den Gewinn drücken, warnte Southwest.

Das Flugverbot trifft den Billigflieger so stark wie kaum eine andere Airline. Southwest hatte Mitte März 2019, als die 737 Max weltweit mit Startverboten belegt wurde, 34 Exemplare in der Flotte. Ende 2019 hätten es eigentlich bereits 75 Maschinen sein sollen. Doch da Boeing den Problemflieger bis zur angestrebten Wiederzulassung nicht ausliefern darf, können die Maschinen nicht an die Kundschaft gebracht werden. Inzwischen hat der Hersteller auch die Produktion der bestverkauften Modellreihe bis auf Weiteres ausgesetzt. Southwest hat die 737 Max bis in den Juni aus dem Flugplan gestrichen.

Southwest-Chef Gary Kelly schätzt, dass das Flugverbot den operativen Gewinn der Airline im vergangenen Jahr mit 828 Millionen Dollar (747 Mio Euro) belastet hat. Für 2019 hat sich seine Fluggesellschaft mit Boeing bereits auf einen finanziellen Ausgleich für den Schaden geeinigt. Eine Summe nannte das Management allerdings nicht. «Wir werden unsere Gespräche über eine weitere Entschädigung fortführen», sagte Kelly mit Blick auf 2020. Boeing selbst rechnet inzwischen damit, dass die Behörden den Flugzeugtyp erst etwa Mitte 2020 wieder in die Luft lassen, wenn alle technischen Probleme gelöst sind.

Auch US-Wettbewerber American Airlines leidet unter Boeings 737-Max-Debakel, allerdings deutlich weniger als Southwest. Im vierten Quartal reichte es trotz 24 von Boeings Unglücksjets in der Flotte zu einem Gewinnanstieg von 325 Millionen auf 414 Millionen Dollar (374 Mio Euro), wie American Airlines in Fort Worth mitteilte. Die Erlöse kletterten um gut drei Prozent auf 11,3 Milliarden Dollar. Der boomende Flugverkehr und niedrigere Treibstoffkosten geben den US-Fluggesellschaften ordentlich Rückenwind. Auch United Airlines machte deshalb zuletzt trotz 737-Max-Ausfalls weiter gute Geschäfte.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
23. 01. 2020
16:26 Uhr

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23. 01. 2020
16:26 Uhr



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