Lade Login-Box.
Topthemen: Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

Wirtschaft

Bitkom: Digital-Branche ist Jobmotor

Die Digital-Branche erwartet erneut Zuwachs bei Umsatz und Beschäftigtenzahl. In diesem Jahr sollen laut Branchenverband Bitkom 40.000 neue Jobs hinzukommen. Doch der anhaltende Fachkräftemangel macht der Branche weiter zu schaffen.



Cebit 2018
Bitkom Präsident Achim Berg.   Foto: Peter Steffen

Die Digitalbranche in Deutschland ist auf Wachstumskurs. «Wir befinden uns in der längsten Wachstumsphase seit Bestehen der Bundesrepublik», sagte der Präsident des Digitalverbands Bitkom, Achim Berg, in Berlin.

Laut Prognosen des Verbands wird der Markt für IT-Produkte, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik in diesem Jahr um 1,5 Prozent auf 168,5 Milliarden Euro zulegen - «trotz Handelskonflikten und Brexit». Demnach stiegen die Umsätze 2018 um 2 Prozent auf 166 Milliarden Euro.

Voraussichtlich würden demnach bis Ende des Jahres rund 1,2 Millionen Menschen in der Branche beschäftigt sein. Das wäre ein Plus von 40.000 Jobs und ein Zuwachs um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2018 hatte die ITK-Branche nach Berechnungen des Bitkom 36.000 neue Stellen geschaffen.

Die Digitalisierung sei ein zugkräftiger Job-Motor und ein Garant für mehr Arbeitsplätze, sagte Berg. Vor allem die Bereiche Software und IT-Dienstleistungen seien die Wachstumsmotoren, hier würden mit Abstand die meisten Jobs entstehen.

«Der Fachkräftemangel verhindert aber weitere Steigerungen», sagte Berg. Demnach waren Ende 2018 laut Berechnungen des Bitkom insgesamt 82.000 Stellen für IT-Experten unbesetzt. Der Verband setzt sich unter anderem dafür ein, dass digitale Fertigkeiten und Medienkompetenz stärker in der Aus- und Weiterbildung sowie in Schulen thematisch verankert werden.

«Mehr und bessere digitale Bildung sind der Schlüssel zum Erfolg», sagte Berg. Die Branche biete ohnehin teils sehr gute Gehälter. Mit besserer Bezahlung allein, um die Fachkräfte im Land zu halten, sei das Problem nicht zu beheben.

Am Stärksten dürfte nach Schätzungen des Bitkom weiter die Informationstechnik wachsen, hier wird ein Plus um 2,5 Prozent auf 92,2 Milliarden Euro erwartet. Allein das Software-Segment werde um 6,3 Prozent auf 26 Milliarden Euro zulegen, das Hardware-Geschäft ist dagegen mit einem Minus von 0,7 Prozent auf 25,4 Milliarden Euro leicht rückläufig.

Der Markt für IT-Dienstleistungen legt um 2,3 Prozent auf 40,8 Prozent zu. Die Unterhaltungselektronik schreibt allerdings das zweite Jahr in Folge rote Zahlen und schrumpft 2019 voraussichtlich um 5 Prozent auf 9 Milliarden Euro. Zwar stiegen in vielen Bereichen die Durchschnittspreise der Geräte, doch das könne das Absatzminus nicht ausgleichen, sagte Berg.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
10. 01. 2019
13:35 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Arbeitsstellen Beschäftigungsindikatoren Branchenverbände Fachkräftemangel IT-Services Milliarden Euro Unterhaltungselektronik
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Fachkräftemangel

20.07.2019

Studie: Weniger Probleme mit Fachkräftemangel in Großstädten

Viele Unternehmen suchen händeringend Fachkräfte. Besonders große Probleme haben Mittelständler auf dem Land. Das liegt allerdings nicht nur daran, dass viele Beschäftigte Städte attraktiver finden. » mehr

Paketzentrum

29.04.2019

Internet-Käufer schicken jede sechste Bestellung zurück

Mal schauen, was besser passt. Beim Online-Shopping lassen sich die Deutschen oft ein kleines Sortiment zur Auswahl schicken, vor allem bei Kleidung. Kostet ja nichts. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit. » mehr

Sparprogramm bei Media-Saturn-Mutter Ceconomy

29.04.2019

Sparprogramm bei Ceconomy führt zu Stellenstreichungen

Deutschlands größter Elektronikhändler setzt den Rotstift an. Mit einem Sparprogramm will Ceconomy die Kosten senken. Hunderte Jobs sollen wegfallen. Auch die Spitze wird nicht verschont: Nach dem abrupten Managementwech... » mehr

Außenhandel

08.02.2019

Bestmarken für deutschen Export

Deutschlands Exportunternehmen erzielen das fünfte Rekordjahr in Folge. Doch die Bilanz 2018 ist nicht makellos. Das gilt auch für andere Branchen. » mehr

Michael Rüdiger

09.04.2019

Dekabank kündigt Abbau von 400 Stellen an

Einbruch beim Fondsabsatz und Stellenabbau: Die Zeiten für die Dekabank werden rauer. Für das Jahr des Chefwechsels plant das Wertpapierhaus der Sparkassen vorsichtig. » mehr

Export

09.01.2019

Dämpfer für den deutschen Export

Der deutsche Export steuert im Gesamtjahr auf einen Rekord zu. Im November 2018 zeigen sich allerdings Bremsspuren, das gilt auch für zwei bedeutende Industriebranchen. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Frühschoppen mit Versteigerung Sachsenbrunn

Frühschoppen mit Versteigerung | 18.08.2019 Sachsenbrunn
» 35 Bilder ansehen

Unwetter Schleusingerneundorf Schleusingen

Unwetter Schleusingen | 18.08.2019 Schleusingen
» 8 Bilder ansehen

Neptun-Taufe Ratscher Ratscher

Neptun-Taufe Ratscher | 17.08.2019 Ratscher
» 9 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
10. 01. 2019
13:35 Uhr



^