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Wirtschaft

Betreiber: BER-Eröffnung war nie so sicher wie heute

Der Tüv ist durch auf der Problembaustelle in Schönefeld. Doch stoppt nun die Corona-Krise die Inbetriebnahme im Oktober? Im Gegenteil, heißt es bei der Flughafengesellschaft.



BER Komparsenübung
Die Betreiber des neuen Hauptstadtflughafens BER haben den für Ende April geplanten ersten Probelauf mit Komparsen wegen der Corona-Krise auf den Sommer verschoben.   Foto: Stefan Kruse/dpa

Der geplanten Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER im Oktober 2020 steht nach Betreiberangaben nichts mehr im Wege.

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup sagte, alle erforderlichen Dokumente seien der Bauaufsichtsbehörde übergeben worden. Darunter seien auch zuletzt offene Prüfbescheinigungen des Tüv. Die Fachleute hatten noch Kabel für die Sicherheitsstromversorgung und die Sicherheitsbeleuchtung geprüft.

Die Inbetriebnahme sei noch nie so sicher gewesen wie heute, sagte Lütke Daldrup im Sonderausschuss BER des Brandenburger Landtags. «Bei der Inbetriebnahme im Oktober 2020 sehen wir keine Risiken.»

Die Eröffnung des drittgrößten deutschen Flughafens lässt seit 2011 auf sich warten. Sechs Inbetriebnahmetermine sind geplatzt, weil Baumängel, Technikprobleme und Planungsfehler den Start verhinderten.

Der Verkehrseinbruch in Folge der Coronavirus-Krise erleichtert nach Lütke Daldrups Angaben den Probebetrieb und die Inbetriebnahme. Der Probebetrieb im Terminal werde mit reduziertem Personal bei größtmöglichen Abständen ablaufen.

«Wir haben noch ein bis zwei Prozent des Verkehrs», zog Lütke Daldrup den Vergleich zum sonst üblichen Geschäft an den bestehenden Flughäfen Tegel und Schönefeld. Insgesamt würden an beiden Standorten etwa 1000 Passagiere pro Tag gezählt. «Wir müssen damit rechnen, dass die Fluggastzahlen über mehrere Monate sehr gering bleiben werden.»

Der Flughafenchef schlug abermals vor, den Standort Tegel vorübergehend vom Netz zu nehmen und Berlin-Flüge nur noch in Schönefeld abzuwickeln. Damit ließen sich täglich 200.000 Euro einsparen. Bislang sperrt sich dagegen vor allem der Bund. Ende April ist eine weitere Sitzung der Gesellschafter geplant, zu denen neben dem Bund die Länder Berlin und Brandenburg zählen.

Das Regierungsterminal in Schönefeld sei schnell in Betrieb zu nehmen, warb Lütke Daldrup. Bislang nutzt der Bund Tegel. Es sei allerdings seit Wochen keine Regierungsmaschine mehr geflogen, sagte der Flughafenchef. Deshalb sei das eine abstrakte Diskussion. Es sei besser, wenn die Flugbereitschaft jetzt nach Schönfeld umziehe als während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr.

Keine Garantie gibt es, dass das neue Terminal 2 am BER zur Eröffnung im Oktober bereit steht. Dort fehlt wegen der Corona-Krise gut ein Viertel der Bauarbeiter aus Osteuropa. Möglicherweise bleiben auch manche Läden im BER-Hauptterminal zum Start verriegelt, wie Lütke Daldrup andeutete. Er schließe nicht aus, dass der eine oder andere Betreiber in Schwierigkeiten gerate, sagte er.

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dpa

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Veröffentlicht am:
20. 04. 2020
18:27 Uhr

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dpa

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20. 04. 2020
18:27 Uhr



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