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Wirtschaft

Bahn will Fernverkehrs-Angebot mit neuen Zügen ausbauen

Trotz aller Probleme hat die Bahn mit ihren ICE und Intercity im vergangenen Jahr einen Passagierrekord eingefahren. Um den Betrieb zu stabilisieren und auszuweiten, sollen weitere neue Züge aufs Gleis.



ICE 4
Ein ICE 4 bei der Einfahrt in den Bahnhof Hamburg-Altona: Die Bahn will 15 zusätzliche Züge dieser Bauart anschaffen.   Foto: Soeren Stache

Die Bahn will ihr Angebot im Fernverkehr auch mit weiteren neuen Zügen ausbauen. Zusätzlich bestellt werden dafür jetzt 23 neue Eurocity-Züge, wie Personenverkehrsvorstand Berthold Huber der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Noch in diesem Jahr sollen wie angekündigt 15 neue ICE 4 dazukommen und 10 Doppelstock-Intercitys (IC 2) in Betrieb gehen. Daneben sollen in den nächsten Jahren unter anderem 58 ältere ICE 1 und 65 ICE 3 generalüberholt werden.

Damit wolle die Bahn die Tendenz fortschreiben, «dass so viele Menschen wie niemals zuvor mit unseren ICE- und IC-Zügen fahren», sagte Huber. Im vergangenen Jahr seien deutlich mehr als 145 Millionen Fahrgäste in den Fernzügen unterwegs gewesen - nach 142 Millionen im Jahr zuvor und 130 Millionen zum Start eines neuen Fernverkehrskonzepts 2015. «Bis 2030 werden wir dann in der Lage sein, sogar 200 Millionen Menschen im Fernverkehr zu befördern.»

Im Tagesgeschäft steht der bundeseigene Konzern wegen Verspätungen und Servicemängeln bei vielen Fernzügen in der Kritik. Auch unter Druck der Bundesregierung soll die Bahn die Probleme möglichst schnell in den Griff bekommen. Die Grünen hatten eine Ausweitung des Fernzug-Netzes auf bisher abgekoppelte Großstädte gefordert.

Huber sagte, die Umsetzung einer 2015 gestarteten Angebotsausweitung auch in die Fläche sei bereits in Gang. Bis 2030 solle ein neues ICE-Netz mit bis zu zwei Verbindungen pro Stunde zwischen Metropolen aufgebaut werden.

Über Intercitys sollen nahezu alle Großstädte im Zwei-Stunden-Takt an den Fernverkehr angebunden werden. Darunter seien 190 neue Direktverbindungen aus der Fläche in die 50 größten Städte. «Dazu müssen wir übrigens nicht gezwungen werden», sagte Huber. Die Bahn mache dies aus eigenem Interesse und um damit Beiträge zur Verkehrs- und Klimawende in Deutschland zu leisten.

Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßte den Ausbau der Fernzugflotte, hat aber Bedenken bei doppelstöckigen Intercitys. Diese seien für den Fernverkehr nur bedingt geeignet und nicht für viele Menschen mit viel Gepäck konzipiert, sagte der Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann der «Rheinischen Post» (Mittwoch).

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dpa

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Veröffentlicht am:
05. 02. 2019
15:15 Uhr

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05. 02. 2019
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