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Wirtschaft

Autozulieferer Brose baut 2000 Arbeitsplätze ab

Im Mai kündigt das fränkische Traditionsunternehmen ein Sparprogramm an. Doch erst jetzt wird das Ausmaß klar.



Neuwagen in Deutschland
Neuwagen stehen auf einem Verladeplatz nahe Michendorf in Brandenburg. Zulieferer Brose leidet unter dem rückläufigem Automarkt.   Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa » zu den Bildern

Der Autozulieferer Brose will bis Ende 2022 rund 2000 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen. Betroffen sind die Standorte Bamberg, Hallstadt, Coburg, Würzburg und Berlin, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Außerdem soll die Fertigung von Schließsystemen von Wuppertal ins europäische Ausland verlegt werden. Der globale Wettbewerb zwinge Brose zur Verlagerung von Arbeit in Niedriglohnländer, erklärte Kurt Sauernheimer, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Brose beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit 26.000 Mitarbeiter in 23 Ländern. Brose entwickelt und fertigt mechatronische Systeme für Fahrzeugtüren und -sitze sowie Elektromotoren und Elektronik, unter anderem für Lenkung, Bremsen, Getriebe und Motorkühlung.

«Der Wandel der Automobilindustrie, ein rückläufiger Markt - insbesondere in China, globaler Preisdruck, aber auch interne Ursachen beeinträchtigen die Geschäftsentwicklung bei Brose», heißt es in der Mitteilung. Als weitere Gründe nannte Brose die «einseitige Klimadebatte zulasten der Kfz-Industrie» und damit verbundene Unsicherheiten in der Branche, aber auch steigende Personal- und Arbeitskosten.

Globalisierung und Klimawandel seien nur Vorwand für den geplanten «Kahlschlag», kritisierte die zuständige Gewerkschaft. «Die IG Metall schließt nicht aus, dass damit auch hausinterne Fehler kaschiert werden sollen», sagte Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern. Er forderte Brose auf, konkrete Zahlen zu den Plänen an den einzelnen Standorten auf den Tisch zu legen.

Die Zulieferbranche hat derzeit einen Schlag nach dem anderen zu verkraften. Nach Angaben von Brose sind vor allem Jobs in den Zentral- und Geschäftsbereichen betroffen. Die Anzahl der Auszubildenden werde zudem ab kommendem Jahr um zehn Prozent gesenkt. Betriebsbedingte Kündigungen sollen «weitgehend» vermieden werden. «Mitarbeiter können sich auf dem internen Arbeitsmarkt bewerben», teilte ein Unternehmenssprecher mit. «Weitere Möglichkeiten sind Altersteilzeit und Aufhebungsverträge.»

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dpa

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Veröffentlicht am:
17. 10. 2019
17:49 Uhr

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dpa

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17. 10. 2019
17:49 Uhr



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