Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

Wirtschaft

Altmaier stellt Herbstprognose der Bundesregierung vor

Handelskonflikte und das Gezerre um den Brexit belasten die Konjunktur. Gerade in der Industrie haben sich die Geschäfte gefährlich eingetrübt. Nun will die Bundesregierung ihre Einschätzung vorlegen, wie sich die Wirtschaft weiter entwickeln könnte.



Herbstprognose der Bundesregierung
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).   Foto: Frank Molter/dpa

Unter den Vorzeichen einer schwächeren Konjunktur stellt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier heute (14.00 Uhr) die Herbstprognose der Bundesregierung vor.

Erwartet wird, dass sie ihre Wachstumserwartung für 2019 von 0,5 Prozent nicht ändert - aber fürs kommenden Jahr mit einem schwächeren Anstieg des Bruttoinlandsprodukts rechnet als bislang.

Vor allem die exportstarke deutsche Industrie wird von internationalen Handelskonflikten und Unklarheit um den Brexit belastet. Das sorgt für Unsicherheiten und bremst Investitionen. Deutsche Schlüsselbranchen wie der Auto- und Maschinenbau sowie die Elektro- und Chemieindustrie bekommen das längst zu spüren.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte am Dienstag seine globale Wachstumsvorhersage für dieses Jahr auf nunmehr 3 Prozent gesenkt - es war die vierte Reduzierung in Folge. Im Juli hatte der IWF noch ein Wachstum von 3,2 Prozent vorausgesagt. Er geht davon aus, dass der Handelskonflikt zwischen den USA und China die globale Wirtschaftsleistung bis 2020 um bis zu 700 Milliarden US-Dollar schwächen könnte. Das wären 0,8 Prozent der Wirtschaftsleistung.

Für Deutschland sei die internationale Nachfrage nach Produkten «Made in Germany» in der ersten Jahreshälfte geringer gewesen als erwartet, betonte der IWF. Er korrigierte seine Prognose leicht und erwartet nun 0,5 Prozent Wachstum und im kommenden Jahr ein Plus 1,2 Prozent. Das sind 0,5 Prozentpunkte weniger als in der vorangegangenen IWF-Prognose im Juli. Auch für die USA und China, zwei wichtige Handelspartner der deutschen Wirtschaft, ist der Währungsfonds skeptischer - schlechte Vorzeichen für hiesige Exportunternehmen.

Nach Ansicht vieler Ökonomen bewegt sich Deutschland ohnehin schon gefährlich nah an einer Rezession. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2019 geschrumpft war, rechnen die Forscher auch im dritten Vierteljahr mit einem Rückgang. Europas größte Volkswirtschaft würde damit in eine leichte Rezession rutschen. Anders sähe es aus, wenn die Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr im Vergleich zum Vorjahr rückläufig wäre. Damit wird derzeit jedoch nicht gerechnet. Der boomende Arbeitsmarkt und die große Kauflaune vieler Verbraucher erweisen sich bislang als Konjunkturstütze.

Altmaier (CDU) hat wiederholt gefordert, die Bundesregierung müsse mehr als bisher gegensteuern. Forderungen etwa nach einer umfassenden Reform der Unternehmenssteuern oder einem Fahrplan für eine vollständige Soli-Abschaffung aber stoßen auf Widerstand beim Koalitionspartner SPD.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
17. 10. 2019
07:01 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bundeswirtschaftsminister CDU Deutsche Industrie Internationaler Währungsfonds Peter Altmaier Regierungseinrichtungen der Bundesrepublik Deutschland SPD Wirtschaftswissenschaftler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Kräne

14.08.2019

«Weckruf» für Deutschland - Wirtschaft geschrumpft

Flaute statt Frühjahrsaufschwung: Internationale Handelskonflikte haben die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal ausgebremst. Bleibt es bei einer Delle? » mehr

Enercon-Arbeiter

vor 20 Stunden

Windkraft in der Krise: Jobabbau und Kritik an der Regierung

Die Pläne für einen größeren Mindestabstand für Windräder bringen der Bundesregierung eine Menge Kritik aus der Branche ein. Der Anlagenbauer Enercon ist mit seinem geplanten Abbau von 3000 Jobs nur das prominenteste Ges... » mehr

Kräne im Morgenlicht

vor 39 Minuten

Deutsche Wirtschaft überrascht mit leichtem Wachstum

Damit hatte kaum jemand gerechnet: Die Konjunkturbilanz für das Sommerquartal fällt überraschend positiv aus. Ist das die Trendwende? » mehr

DIHK sieht Konjunktur in Deutschland auf Talfahrt

30.10.2019

DIHK warnt: Konjunktur in Deutschland ist auf Talfahrt

Die deutsche Wirtschaft ist im Abwärtstrend. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag schlägt Alarm: «Unser Land muss ins Handeln kommen.» » mehr

E-Auto

05.11.2019

Regierung und Hersteller erhöhen Zuschüsse für E-Auto-Käufer

Immer mehr Autos in Deutschland fahren mit Strom, aber noch immer dominieren Diesel und Benziner. Nun werden die Kaufprämien erhöht. Doch damit allein ist es nicht getan. » mehr

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU)

17.10.2019

Bundesregierung erwartet stabile Einkommen

Das böse R-Wort - Rezession - hört Peter Altmaier ungern. Er warnt vor negativen Schlagzeilen, denn diese könnten Auswirkungen auf die Kauflust der Verbraucher haben. Die Botschaft: zwar schwächelt die Konjunktur, Deutsc... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Unfall am Rohrer Berg bei Evakuierung des Meininger Stadtgebiets nach Bombenfund

Unfall Meiningen Rohrer Berg |
» 3 Bilder ansehen

Bombenblindgänger in Meiningen

Bombe in Meiningen |
» 70 Bilder ansehen

Narrenzug Bad Salzungen Bad Salzungen

Narren regieren Bad Salzungen | 11.11.2019 Bad Salzungen
» 31 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
17. 10. 2019
07:01 Uhr



^