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Wirtschaft

Aktionärsvereinigung will Bayer-Vorstand nicht entlasten

Als Folge der Gerichtsprozesse rund um das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat wächst beim Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer der Druck auf die Unternehmensführung.



Bayer
Experten werfen Bayer vor, die Risiken des Kaufs von Monsanto angesichts von Klagen wegen angeblicher Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter unterschätzt zu haben.   Foto: Oliver Berg

Nun fordert die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), die am Freitag auf der Hauptversammlung anstehende Abstimmung über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat zu vertagen. Für das Aktionärstreffen liegen bereits zwei Anträge vor, gegen die Entlastung des Vorstands zu stimmen.

«Aufgrund der aktuellen Situation ist es den Aktionären nicht möglich, eine abschließende, seriöse Entscheidung über die Entlastung von Vorstand und auch Aufsichtsrat zu treffen», sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler laut Mitteilung in Düsseldorf.

«Die Bayer-Führung verweist fortwährend auf die langfristige Sinnhaftigkeit der Monsanto-Übernahme, die Aktionäre dagegen sehen den massiven Verlust in ihren Depots und in der Reputation des Bayer-Konzerns.»

Bayer hatte Monsanto im vergangenen Jahr für mehr als 60 Milliarden US-Dollar (53 Mrd Euro) übernommen. Experten werfen dem Konzern vor, die Risiken des Kaufs angesichts von Klagen wegen angeblicher Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter unterschätzt zu haben.

Bayer betont in einer Stellungnahme zu den Gegenanträgen für die Hauptversammlung, der Vorstand habe bei der Übernahme von Monsanto «auch die Risiken geprüft, die mit dem Glyphosatgeschäft» verbunden seien. Die Risikobewertung habe klar ergeben, dass die glyphosathaltigen Produkte «bei sachgemäßer Anwendung sicher sind».

Mittlerweile hat Bayer zwei Geschworenen-Prozesse in den USA verloren, in denen die Kläger Entschädigungen von jeweils fast 80 Millionen Dollar (71 Mio Euro) zugesprochen bekamen. Seit dem ersten Urteil hat die Bayer-Aktie mehr als ein Drittel an Wert verloren. Der Konzern will in beiden Fällen in Berufung gehen. Insgesamt gibt es aber schon 11.000 Klagen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
23. 04. 2019
13:31 Uhr

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23. 04. 2019
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