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Wirtschaft

Adidas drosselt nach Gewinnsprung für 2019 das Tempo

2018 lief mehr als rund für Adidas. Das lag vor allem am guten Geschäft in Asien und Nordamerika, wo die Shirts mit den drei Streifen sehr gefragt sind. In Europa konnte der Nike-Rivale dagegen nicht punkten. Das soll sich wieder ändern.



Adidas-Schuh
Adidas hatte seine Ergebnisprognose nach einem Gewinnsprung im dritten Quartal angehoben.   Foto: Daniel Karmann

Nach einem kräftigen Wachstumsschub im vergangenen Jahr hat sich der Sportartikelhersteller Adidas für 2019 auf ein etwas gemächlicheres Tempo eingestellt.

Für das laufende Jahr strebt der Dax-Konzern mit Sitz im fränkischen Herzogenaurach ein währungsbereinigtes Umsatzplus zwischen fünf und acht Prozent an, wie er am Mittwoch mitteilte. Für den Gewinn aus fortgeführtem Geschäft wird ein Plus zwischen 10 bis 14 Prozent erwartet.

Im vergangenen Jahr stiegen die Umsätze bei Adidas dank Fußball-WM und guter Geschäfte in China und Nordamerika währungsbereinigt um 8 Prozent an. Nach der Umrechnung der Auslandserlöse in Euro blieb ein Plus von 3 Prozent auf 21,92 Milliarden Euro übrig. Beim Betriebsergebnis legte der Nike-Rivale um 14 Prozent auf knapp 2,37 Milliarden Euro zu. Der für die Konzernprognose maßgebliche Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen lag bei rund 1,71 Milliarden Euro und damit 20 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Adidas hatte sich 2017 von seinem Geschäft mit Golf- und Eishockey-Ausrüstung getrennt und dabei Marken wie TaylorMade, Adams Golf, Ashworth und CCM Hockey veräußert. Zur besseren Vergleichbarkeit spricht er seither von fortgeführten Geschäften.

Grund für den etwas verhalteneren Ausblick für 2019 sind unter anderem Produktionsengpässe in Nordamerika. «Wir haben unsere Größe in Amerika verdoppelt innerhalb von drei Jahren», sagte Adidas-Chef Kasper Rorsted. Diese Wachstum habe Adidas gut bedienen können. Aber momentan würden die Kapazitäten nicht ausreichen. Dies sei eigentlich ein positives Problem und eine der Herausforderungen für das laufende Jahr. Man müsse besser in der Lieferkette werden.

Herausfordern ist laut Rorsted auch der europäische Markt, der 2018 in etwa stagnierte. Zum Vergleich: In China und Nordamerika verbuchte Adidas zweistellige Wachstumsraten. Die Herzen der Europäer will das Unternehmen mit einer wieder stärkeren Fokussierung auf Sportprodukte zurückerobern. In der Vergangenheit habe man verstärkt auf Fashionprodukte gesetzt. «Da sind wir dabei, das zu ändern. Und deshalb bin ich auch zuversichtlich», so der Adidas-Chef. Bis Ende des Jahres will der Puma-Rivale auf seinem Heimatmarkt wieder wachsen.

Zugleich kündigte Rorsted an, bis 2024 in allen Produkten von Adidas und US-Tochter Reebok, neu hergestelltes Polyester durch recyceltes Polyester zu ersetzen. Der recycelte Stoff ist eine aus Plastikabfall und Altkleidern gewonnene synthetische Faser. Derzeit beträgt deren Anteil in der Produktion von Bekleidung laut Adidas 40 Prozent.

Im vergangenen Jahr fertigte der Sportartikelhersteller außerdem aus an Stränden gesammeltem Plastikmüll ein Garn, das für das Obermaterial von fünf Millionen Paar Schuhen verwendet wurde. In diesem Jahr sollen auf diese Weise elf Millionen Paar Schuhe entstehen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
13. 03. 2019
14:04 Uhr

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13. 03. 2019
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