Lade Login-Box.
Topthemen: Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

Wirtschaft

Absatzrekord für VW-Konzern - Autopreise dürften steigen

2018 hat die Volkswagen-Gruppe mehr Fahrzeuge ausgeliefert als je zuvor. Wie geht es 2019 weiter? Der Konzern bleibt optimistisch. Die Kunden müssen sich allerdings auf steigende Preise einstellen.



Volkswagen
Der Volkswagen-Konzern lieferte in den meisten Regionen im vorigen Jahr mehr Autos aus.   Foto: Julian Stratenschulte

Verschärfte Grenzwerte für den CO2-Ausstoß dürften die Autopreise bei VW steigen lassen. Um alle künftigen Anforderungen zu erreichen, sei mit «signifikanten Materialkosten-Steigerungen» zu rechnen, sagte Konzern-Vertriebschef Christian Dahlheim.

Er sprach von einer Größenordnung von durchschnittlich bis zu 3000 Euro je Fahrzeug. Dies lasse sich nicht vollständig ausgleichen.

Kurz- und mittelfristig seien daher teils deutliche Preiserhöhungen nötig - vor allem das Kleinwagen-Segment dürfte betroffen sein. Im Gesamtjahr 2018 lieferte der Konzern mit insgesamt 10,83 Millionen Fahrzeugen mehr Autos aus als jemals zuvor.

Weltweit stieg der Absatz auf Jahressicht um 0,9 Prozent, wie VW mitteilte. Im Dezember gab es allerdings einen empfindlichen Rückgang um 8,4 Prozent auf 916.200 Autos. Dennoch verzeichneten die Marken VW Pkw, Skoda, Seat, Porsche und Lamborghini Rekorde. Im neuen Jahr geht Volkswagen laut Dahlheim von einer leicht steigenden Nachfrage aus. Er warnte aber: «2019 wird der Gegenwind für unser Geschäft angesichts der geopolitisch volatilen Entwicklungen nicht schwächer.»

In China wurde die VW-Gruppe im letzten Monat des vergangenen Jahres 12,5 Prozent weniger Autos los - insgesamt waren es dort 402.600. Auf Jahressicht gab es allerdings noch ein schmales Plus von 0,5 Prozent auf gut 4,21 Millionen Stück. Der größte Einzelmarkt hatte unter anderem wegen des Zollstreits mit den USA seit Mitte 2018 an Dynamik verloren, viele Autokäufer hielten sich aus Unsicherheit zurück. Im laufenden Jahr geht Volkswagen in China von einem weitgehend konstanten Gesamtmarkt aus und sieht Wachstumspotenzial, erwartet aber auch ein «herausforderndes erstes Quartal».

Der Konzern lieferte in den meisten Regionen im vorigen Jahr mehr Autos aus. Einen Rückgang um 2,0 Prozent gab es in Nordamerika, dafür legte Brasilien stark um 30,4 Prozent auf 401.700 Auslieferungen zu. Im Heimatmarkt Deutschland lag das Minus bei 0,1 Prozent, hier wurden 1,28 Millionen Autos verkauft - trotz der Schwierigkeiten bei der Einführung des neuen Abgas- und Verbrauchsstandards WLTP.

Vom 1. September 2019 an gelte die nächste Stufe des WLTP-Verfahrens, erklärte Dahlheim. Dazu müssten nahezu alle Motor-Getriebe-Varianten erneut das aufwendige Zertifizierungsverfahren durchlaufen. Zwar dürften die Folgen deutlich geringer ausfallen als 2018, zeitweise Angebotseinschränkungen bei einigen Modellvarianten seien aber in der zweiten Jahreshälfte nicht auszuschließen.

Zu den «Wechselprämie» genannten Rabatten für Besitzer von Dieselautos in Städten mit besonders belasteter Luft sagte Dahlheim, bislang seien rund 160.000 Gebraucht- in Neuwagen umgetauscht worden. Es gebe keine konkreten Pläne, diese Aktion kurzfristig auf ganz Deutschland auszuweiten.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
11. 01. 2019
14:17 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Auto Lamborghini Optimismus Porsche Seat VW Volkswagen AG Škoda
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Volkswagen

22.02.2019

Volkswagen peilt mehr Umsatz an

Der VW-Konzern peilt für das Jahr 2019 trotz der Probleme auf den internationalen Automärkten erneut einen steigenden Umsatz an. » mehr

Autos

23.06.2019

Branchenexperte: SUV-Autos werden kleiner

Der Anteil der Stadtgeländewagen bei den Neuzulassungen wird immer größer. Doch was bei Umweltaktivisten für Unruhe sorgt, wird an anderer Stelle mit viel Gelassenheit gesehen. » mehr

VW-Halbjahreszahlen

25.07.2019

VW verdient trotz Autokrise überraschend viel Geld

VW überrascht inmitten einer Krise der Autobranche mit guten Zahlen. Der Lauf im Tagesgeschäft gibt Chef Herbert Diess Rückendeckung für den grundlegenden Konzernumbau. Doch Hürden bleiben. Und ein Gerichtsurteil bringt ... » mehr

Volkswagen-Werk in Salzgitter

12.04.2019

Zwei Länder für neues VW-Werk im Ausland in engerer Auswahl

Milliarden könnten fließen, Tausende Menschen Arbeit finden: Seit Volkswagen angekündigt hat, ein neues Werk in Osteuropa zu planen, ist eine Reihe von Ländern immer wieder im Gespräch. Zwei davon können sich jetzt Hoffn... » mehr

VW steigert US-Absatz

04.06.2019

VW steigert US-Absatz kräftig

Die US-Kundschaft hat sich im Mai beim Autokauf zurückgehalten, dennoch steigerte VW den Absatz abermals kräftig. Die meisten anderen Hersteller taten sich im vergangenen Monat deutlich schwerer. » mehr

Rupert Stadler

31.07.2019

Früherer Audi-Chef Stadler angeklagt

Gut 7000 Seiten dick sind die Ermittlungsakten, die die Münchner Staatsanwälte im Verfahren gegen Rupert Stadler zusammentrugen. Ob und wann es zum Prozess kommt, das dürfte sich erst im Winter klären. Die Vorwürfe sind ... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Frühschoppen mit Versteigerung Sachsenbrunn

Frühschoppen mit Versteigerung | 18.08.2019 Sachsenbrunn
» 35 Bilder ansehen

Unwetter Schleusingerneundorf Schleusingen

Unwetter Schleusingen | 18.08.2019 Schleusingen
» 8 Bilder ansehen

Neptun-Taufe Ratscher Ratscher

Neptun-Taufe Ratscher | 17.08.2019 Ratscher
» 9 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
11. 01. 2019
14:17 Uhr



^