Lade Login-Box.
Fotowettbewerb 2020 zum Digital-Abo
Topthemen: Podcast: Offen gesagt#GemeinsamHandelnCoronavirus in ThüringenCorona-Hilfsbörse

Wirtschaft

1500 Jobs in Saar-Stahlindustrie sollen wegfallen

Hunderte Jobs in der saarländischen Stahlbranche fallen künftig weg, auch wenn es keine Kündigungen geben soll. Die beiden wichtigsten Unternehmen müssen sparen. Langfristig wollen sie CO2-frei werden.



Saarstahl-Schmiede
Dillinger Hüttenwerke und Saarstahl wollen 250 Millionen Euro jährlich einsparen, davon soll der Personalabbau etwa 40 Prozent beisteuern.   Foto: Becker & Bredel

Die Krise in der Stahlbranche trifft das Saarland hart: In den kommenden drei Jahren sollen bei den beiden Unternehmen Dillinger Hüttenwerke und Saarstahl etwa 1500 Stellen wegfallen. Für die beiden Unternehmen arbeiten weltweit derzeit rund 14.000 Beschäftigte.

Wie die Stahl-Holding-Saar als Führungsholding der beiden Aktiengesellschaften am Freitag in Völklingen mitteilte, sollen außerdem weitere 1000 Arbeitsplätze an externe Dienstleister ausgelagert werden.

Insgesamt wollen beide Unternehmen 250 Millionen Euro jährlich einsparen, davon soll der Personalabbau etwa 40 Prozent beisteuern. Dillinger und Saarstahl kamen zuletzt auf rund 4,5 Milliarden Euro Umsatz.

Auf betriebsbedingte Kündigungen soll verzichtet werden, wenn es zu einer Einigung mit den Arbeitnehmervertretern über den Stellenabbau kommt. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte, die Landesregierung werde alles unternehmen, um den Stahlstandort zukunftsfähig zu machen. «Die Nachrichten vom Jobabbau treffen uns als Stahlland hart.»

Hintergrund für die Entscheidung ist die Krise in der Branche. «Die Stahlindustrie in Europa befindet sich in einer konjunkturellen und - was schwerer wiegt - in einer langanhaltenden strukturellen Krise», erklärte die Stahl-Holding-Saar. Außerdem stiegen die Kosten durch das System mit CO2-Zertifikaten. Entsteht bei der Produktion Kohlendioxid, muss ein Unternehmen entsprechend Emissionsrechte über Zertifikate kaufen.

Dillinger ist nach eigenen Angaben weltweit führender Hersteller von Grobblechen aus Stahl für den Stahlbau, Maschinenbau oder Offshore-Windkraftanlagen. Saarstahl bezeichnet sich als weltweit führender Hersteller von Draht und Stab für Automobilindustrie, Bauindustrie sowie Maschinenbau.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
27. 09. 2019
19:16 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Aktiengesellschaften Arbeitsstellen Baubranche Branchenkrisen CDU DHS - Dillinger Hütte Saarstahl AG Dienstleister Eisen- und Stahlbranche Maschinenbau Personalabbau Produktionsunternehmen und Zulieferer SHS - Stahl-Holding-Saar Stahl Tobias Hans
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Thyssenkrupp

19.05.2020

Schrumpfkur bei Thyssenkrupp: Auch beim Stahl keine Tabus

Bei Thyssenkrupp bleibt kein Stein auf dem anderen. Die neue Konzernchefin baut den angeschlagenen Konzern radikal um. Selbst beim traditionsreichen Stahl gibt es keine Tabus. » mehr

Stahlarbeiter-Kundgebung im Saarland

04.10.2019

Hilfe für Stahlbranche - Saar-Regierungschef schreibt Merkel

Im Saarland kriselt es in gleich zwei Schlüsselbranchen - der Stahl- und der Autoindustrie. Das ist für den Ministerpräsidenten Hans Anlass, sich in einem Brief an Kanzlerin Merkel zu wenden. » mehr

Thyssenkrupp

27.02.2020

Thyssenkrupp verkauft Aufzugssparte an Finanzinvestoren

Seit Jahren steckt Thyssenkrupp in der Krise. Jetzt ist die Finanznot so groß, dass der Konzern sein Tafelsilber verkaufen muss. Für die Aufzugssparte gibt es einen «sehr guten Preis», betont die Konzernchefin. » mehr

ThyssenKrupp

13.02.2020

Thyssenkrupp in der Krise: Hohe Verluste, miese Aussichten

Thyssenkrupp setzt alle Hoffnungen auf seine Aufzüge. Ein Verkauf oder Börsengang muss Geld in die Kassen bringen, um den kriselnden Konzern zu stabilisieren. Denn beim Stahl sieht düster aus. » mehr

Thyssenkrupp

25.03.2020

Thyssenkrupp streicht im Stahlgeschäft 3000 Stellen

Bei dem Industriekonzern steht der Rahmen für die Sanierung des Stahlbereichs. Insgesamt 3000 Stellen werden in den nächsten sechs Jahren gestrichen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben. » mehr

Thyssenkrupp

25.03.2020

Thyssenkrupp streicht im Stahlgeschäft 3000 Stellen

Vom Stellenabbau sind 2000 Mitarbeiter in der Produktion und 1000 in der Verwaltung betroffen. Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Unfall Motorrad Waffenrod Waffenrod

Motorradunfall Waffenrod | 13.07.2020 Waffenrod
» 6 Bilder ansehen

Bad Salzungen

Gesuchte Männer | 13.07.2020 Bad Salzungen
» 5 Bilder ansehen

city skyliner weimar Weimar

City Skyliner in Weimar | 12.07.2020 Weimar
» 12 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
27. 09. 2019
19:16 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.