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Hintergründe

Alles Wichtige zur Sachsen-Wahl

In Sachsen wird ein neuer Landtag gewählt. Alle wichtigen Informationen im Überblick:



Sachsen
Michael Kretschmer, Ministerpräsident von Sachsen, nach seiner Stimmabgabe in Dresden.   Foto: Robert Michael

ZAHLEN UND FAKTEN: Sachsen hat gut vier Millionen Einwohner, davon sind etwa 3,3 Millionen Männer und Frauen wahlberechtigt. Es treten 19 Parteien an, auf den Landeslisten dieser Parteien stehen die Namen von insgesamt 439 Bewerbern. In jedem der insgesamt 60 Wahlkreise gibt es einen Direktkandidaten pro Partei.

WAHLRECHT: Alle fünf Jahre wählen die Sachsen einen neuen Landtag. Die Wähler dürfen zwei Kreuze machen. Mit der Erststimme wählen sie einen Direktkandidaten in ihrem Wahlkreis, mit der Zweitstimme oder Landesstimme eine Partei. Die Zweitstimme ist entscheidend für die Zusammensetzung des neuen Landtags und die Kräfteverhältnisse. Abstimmen darf jeder, der am Wahltag älter als 18 Jahre ist und seit mindestens drei Monaten seinen Hauptwohnsitz in Sachsen hat.

PARLAMENT: Der sächsische Landtag hat insgesamt 120 Sitze. Erringt eine Partei aber mehr Direktmandate, als ihr nach dem Zweitstimmenergebnis zustehen, kommt es zu Überhang- und Ausgleichsmandaten: Dadurch gab es in der zu Ende gehenden Legislaturperiode 126 Abgeordnete.

SITZVERTEILUNG: Stärkste Kraft in Sachsen bei der Landtagswahl 2014 wurde die CDU. Sie holte 39,4 Prozent der Stimmen, was ihr 59 Sitze brachte. Dahinter lag die Linke mit 18,9 Prozent und 27 Sitzen. Auf Platz drei schaffte es die SPD mit 12,4 Prozent und 18 Sitzen. Auf die AfD entfielen 9,7 Prozent der Stimmen (14 Sitze) und auf die Grünen 5,7 Prozent (8 Sitze). Die FDP verfehlte mit 3,8 Prozent den Einzug in den Landtag.

UMFRAGEN: CDU und SPD müssen allen Umfragen zufolge mit deutlichen Verlusten im Vergleich zur Wahl 2014 rechnen, die Grünen dürfen auf Zugewinne hoffen. Zwischen AfD und CDU wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet. In den jüngsten Umfragen kamen die Christdemokraten allerdings auf Werte zwischen 29 Prozent 31 Prozent - und hätten somit einen Vorsprung vor der AfD (25 Prozent). Die SPD kam lediglich auf acht bis neun Prozent, die Grünen verbuchten zwischen zehn und elf Prozent. Die Linke landete bei Werten zwischen 14 und 15 Prozent. Ob die FDP wieder in den Landtag einzieht ist offen. Sie kam in Umfragen zuletzt auf 5 Prozent.

OPTIONEN: Die amtierende schwarz-rote Koalition steht auf der Kippe. Wie Linke, SPD, Grüne und die FDP abschneiden, ist daher von großer Bedeutung. Damit entscheidet sich auch, ob die CDU weiter an der Macht bleiben kann - und in welcher Konstellation. Rechnerisch wäre es denkbar, dass die Union zusammen mit ihrem bisherigen Koalitionspartner SPD sowie mit den Grünen regiert. Ein Bündnis, zu dem sich SPD-Chef Martin Dulig jüngst bekannte. Bündnisse mit vier Partnern halten viele in der CDU für nicht machbar, eine Minderheitsregierung wiederum kann sich Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nicht vorstellen. Bündnisse mit der AfD und den Linken hatte dieser in der Vergangenheit wiederholt ausgeschlossen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
01. 09. 2019
11:23 Uhr

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01. 09. 2019
11:23 Uhr



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