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Hintergründe

Netanjahus Rivalen und Mitstreiter bei der Parlamentswahl

Bei der Parlamentswahl in Israel treten am Dienstag rund 40 Listen an - eine Rekordzahl. Vermutlich nur ein Drittel davon wird aber die Sperrklausel von 3,25 Prozent schaffen. In der 20. Knesset saßen zuletzt 15 Fraktionen mit insgesamt 120 Abgeordneten. Zu den wichtigsten Listen bei der neuen Wahl gehören:



Ganz und Lapid
Benny Ganz (l.) hat mit Jair Lapid, dem ehemaligen Finanzminister, ein Bündnis der Mitte gegründet.   Foto: Ariel Schalit/AP

BLAU-WEIß: Bündnis der Mitte. Der Vorsitzende Benny Ganz gilt als stärkster Rivale des bisherigen konservativen Regierungschefs Benjamin Netanjahu (Likud). Ganz hat einen Pakt mit dem ehemaligen Finanzminister Jair Lapid geschlossen, die beiden wollen im Fall eines Wahlsiegs das Amt des Regierungschefs in Rotation besetzen.

LIKUD: Die rechtskonservative Regierungspartei liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Blau-Weiß. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat früher Friedensverhandlungen über eine Zwei-Staaten-Lösung mit den Palästinensern geführt, forciert aber seit Jahren auch den Siedlungsausbau. Sein Hauptziel ist es, den iranischen Einfluss in der Region einzudämmen und Teheran am Bau einer Atombombe zu hindern.

ARBEITSPARTEI: Sozialdemokratische Oppositionspartei. Der Vorsitzende Avi Gabai hatte vor der Wahl das Bündnis mit Ex-Außenministerin Zipi Livni und ihrer Mitte-Partei Hatnua aufgekündigt. Gabai strebt das Amt des Ministerpräsidenten an, gilt aber als chancenlos.

ARABISCHE PARTEIEN: Die Parteien Hadasch-Taal und Balad-Vereinigte Arabische Liste waren bei der letzten Wahl als ein Bündnis angetreten und wurden 2015 drittstärkste Kraft. Vor der neuen Wahl brach das Bündnis jedoch auseinander. Arabische Israelis machen etwa 20 Prozent der Bevölkerung aus.

STRENGRELIGIÖSE PARTEIEN: Das Vereinigte Tora-Judentum tritt vor allem für die Belange europäischstämmiger Juden ein, die Schas-Partei für orientalische Juden.

RECHTE PARTEIEN: Rechts vom Likud treten unter anderem an: die Neue Rechte von Erziehungsminister Naftali Bennett und Justizministerin Ajelet Schaked, Unser Haus Israel von Ex-Verteidigungsminister Avigdor Lieberman und die Partei Sehut (Identität) des früheren Likud-Abgeordneten Mosche Feiglin. Zur Union Rechter Parteien gehört auch Ozma Jehudit (Jüdische Kraft), Nachfolgerin der rechtsextremen Kach-Partei.

LINKSPARTEI/MEREZ: Steht für eine gerechte Friedensregelung in Nahost und eine Zwei-Staaten-Lösung mit den Palästinensern.

KULANU: Partei der Mitte, dessen Vorsitzender, Finanzminister Mosche Kachlon, sich vor allem für soziale Gerechtigkeit einsetzt.

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dpa

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Veröffentlicht am:
07. 04. 2019
18:42 Uhr

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07. 04. 2019
18:42 Uhr



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