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Hintergründe

Die Angst vor der 13 - oder der 4, 17 und 39

Warum eigentlich wird mit einem Freitag, dem 13. immer Unglück in Verbindung gebracht? Antworten darauf finden sich viele. In anderen Ländern übrigens sind die Zahlen 4, 17 oder 39 das Sinnbild des Bösen.



Freitag der 13.: Wir leben in einer Zeit, die sich selbst als aufgeklärt bezeichnet. Mitunter ist unser Verhalten jedoch  nicht so wissenschaftlich oder rational geprägt, wie wir gerne behaupten. Was sollte sich an einem Freitag ändern, wenn er der 13. eines Monats ist?

Erklärungen, warum Freitag der 13. mit Unglück in Verbindung gebracht wird, finden sich viele. Freitag ist der Todestag Christi. Die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies fiel auf einen Freitag. In der Bibel ist von 12 Aposteln die Rede. Beim letzten Abendmahl gab es einen dreizehnten Gast: Das war Judas, der Jesus im Anschluss verriet. Im Tarot ist die 13. Karte der Tod. Die Zahl 13 wurde auch als Teufelsdutzend bezeichnet.

Die Angst vor der 13 zeigt  sogar Auswirkungen in der Lebenswelt: Viele Hotels haben kein 13. Stockwerk und auch kein Zimmer mit der Nummer 13. In den USA soll es angeblich in mehr als 80 Prozent der Hochhäusern keinen 13. Stock geben. Manche Fluglinien lassen die Sitzreihe 13 aus.

Und auch Ereignisse aus der Geschichte schüren bei manchem die Angst vor Freitag dem 13. So wurden am Freitag den 13. Oktober 1307 auf Befehl des französischen Königs Philipp IV in einer großen Razzia fast alle Mitglieder des Tempelritter-Ordens eingesperrt, gefoltert und kurz darauf hingerichtet. Der Komponist Arnold Schönberg hatte Zeit seines Lebens Angst vor Freitag dem 13. Er starb im Alter von 76 Jahren (7+6=13) am 13. Juli 1951, einem Freitag. Der Börsencrash 1929, auch bekannt als 'Schwarzer Freitag' war am 13. Mai. Hunderte Anleger verloren hier ihr ganzes Vermögen.

Die arme 13 führt allerdings in anderen Kulturen ein fröhliches Dasein, in Asien hat man kein Problem mit ihr, dafür allerdings mit der 4. Das aus einem schlichten Grund: im Chinesischen klingt sie ähnlich wie das Wort „Tod“. Daher wird dort oftmals der vierte Stock gemieden und wichtige Ereignisse nicht auf ein Datum mit der 4 gelegt. In einigen Regionen Chinas ist aus demselben Grund auch die 10 tabu - im dort gesprochenen Dialekt klingt auch sie nach „Tod“.

Das Pendant dazu stellt in Italien die Siebzehn dar. Hierfür gibt es zwei mögliche Begründungen: An einem 17. soll die Sintflut begonnen haben. Und stellt man die römisch geschriebene Zahl XVII um, so erhält man VIXI – das lateinische Wort für „Ich habe gelebt“, welches mit etwas Fantasie als indirekter Bezug zum Tod gedeutet werden kann. Potenziert wird das Unglück in Italien, wenn die 17 auf einen Freitag trifft. Die Zahl 39 gilt in Afghanistan als Sinnbild des Bösen. red
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Veröffentlicht am:
12. 10. 2017
15:27 Uhr

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12. 10. 2017
15:27 Uhr



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