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Milder Winter entlastet Verbraucher bei den Heizkosten

In manchen Regionen Deutschlands gab es in diesem Winter keinen einzigen Frosttag mit 24 Stunden unter Null und keinen Schnee. Das macht sich bei den Heizkosten bemerkbar. Vor allem wer mit Öl heizt, musste weniger Geld ausgeben.



Heizöl
Ein Mitarbeiter eines Heizöllieferanten hält einen Füllschlauch zur Abgabe von Heizöl bzw. Diesel.   Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Die Heizkosten für diesen Winter werden für viele Haushalte in Deutschland niedriger ausfallen als im Vorjahr oder zumindest nicht steigen.

Wegen der erneut milden Witterung ging der Energieaufwand für die Heizung um ein Prozent zurück, teilten die Internet-Portale Verivox und Check24 unter Berufung auf die Gradtagszahlen des Deutschen Wetterdienstes mit. Bereits im vergangenen Winter war das Wetter in Deutschland im Durchschnitt recht warm ausgefallen und hatte so zu einer Kostenentlastung der meisten Haushalte beigetragen. In diesem Jahr waren die heizintensiven Monate Januar und Februar besonders mild.

Das begünstigte vor allem Mieter und Hausbesitzer, die mit Öl heizen. Seit dem Beginn des Jahres sind die Ölpreise auf dem Rückzug und die Corona-Krise hat diese Entwicklung noch beschleunigt, zum Teil unter hektischen Schwankungen. Bei den Kunden in Deutschland ist der Preisrutsch auf den Rohölmärkten nur zum Teil angekommen, weil die Nachfrage nach Heizöl enorm angestiegen ist und die Lieferfristen der Heizölhändler in einigen Regionen bis in den Juni reichen. Zudem ist Heizöl im Süden Deutschlands gegenwärtig zum Teil deutlich teurer als im Norden, was mit regionalen Marktbedingungen zu erklären ist.

Im Durchschnitt der Monate und Regionen können Heizölkunden für den Zeitraum von September bis März mit Heizkosten rechnen, die um elf Prozent (Check24) bis 14 Prozent (Verivox) unter der vorigen Heizperiode liegen. Die beiden Internet-Vergleichsportale verwenden leicht unterschiedliche Grundlagen bei ihren Berechnungen und kommen daher auch zu etwas unterschiedlichen Ergebnissen. Basis ist jedoch jeweils ein Reihen- oder Einzelhaus mit drei bis vier Personen. Die müssen für die Heizperiode 965 Euro (Verivox) bis 977 Euro (Check24) bezahlen, wenn sie mit Öl heizen.

Für die Gaskunden fällt die Bilanz nicht so gut aus. Sie zahlen ungefähr so viel wie im Vorjahr, weil die Gaspreise sich kaum verändert haben. Die Kosten für die Heizperiode belaufen sich auf 905 Euro (Verivox) bis 966 Euro (Check24) und liegen damit im Durchschnitt immer noch unter denen der Ölheizung. Zu den aktuellen Preisen wären allerdings die Brennstoffkosten für die Ölheizung niedriger.

Gegenwärtig sieht es nicht so aus, als wenn die Haushalte in den kommenden Wochen mit steigenden Preisen rechnen müssten, zumal die Weltkonjunktur wegen des Coronavirus aus dem Tritt geraten ist. «Die Gaspreise könnten noch weiter fallen, da die Versorger in der Regel auf gesunkene Großhandelspreise verzögert reagieren», sagte Lasse Schmid, Geschäftsführer Energie bei Check24. Beim Öl sieht es ähnlich aus. «Für Hausbesitzer bietet der starke Ölpreisverfall eine günstige Gelegenheit, nach dem Winter preiswert den Tank aufzufüllen», sagte Valerian Vogel, Energieexperte bei Verivox. Im kommenden Jahr sei allerdings wegen der bevorstehenden CO2-Besteuerung mit steigenden Preisen zu rechnen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
12. 04. 2020
09:57 Uhr

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12. 04. 2020
09:57 Uhr



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