Lade Login-Box.
Topthemen: Ministerpräsidentenwahl ThüringenFreies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

Topthemen

Nach «Sabine»: Wetter in Deutschland bleibt ungemütlich

In Teilen Europas verursacht Orkantief «Sabine» schwere Schäden und fordert sogar Todesopfer. Deutschland kommt vergleichsweise glimpflich davon. Auch in den kommenden Tagen bleibt es wechselhaft.



Wetter in Berlin
Der Berliner Fernsehturm vor einem wolkenverhangenem Himmel.   Foto: Christoph Soeder/dpa » zu den Bildern

Nach dem stürmischen Wochenstart mit Orkantief «Sabine» bleibt das Wetter in Deutschland auch in den kommenden Tagen meist wechselhaft und ungemütlich.

Besonders in Küstenregionen an Nord- und Ostsee rechneten Meteorologen zur Wochenmitte hin mit schauerartigen und teils gewittrigen Niederschlägen, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte. In den übrigen Regionen sollte es am Mittwoch zunächst verbreitet Schauer geben, teils auch Schneefälle mit Glättebildung. Schwere Stürme wurden an der See sowie in höheren Lagen erwartet.

Eine Auflockerung der Wolkendecke ab Donnerstagmorgen erwarteten die Experten zunächst vor allem im Osten Deutschlands. Teils seien auch längere Sonnenphasen möglich, bevor die Bewölkung ab Vormittag im Westen und Südwesten wieder zunehme und sich ostwärts ausbreite, hieß es. Trocken bleibt es demnach am Donnerstag nur im äußersten Südosten, Osten und Nordosten - bei Höchsttemperaturen zwischen 4 und 11 Grad.

Orkantief «Sabine» hatte in Deutschland und anderen Teilen Europas vor allem am Montag teils schwere Schäden verursacht. Die versicherten Schäden in Deutschland schätzte der Versicherungsmakler Aon am Dienstag auf 500 bis 700 Millionen Euro. Auch am Dienstag blieb es vielerorts in Deutschland wechselhaft bis stürmisch. In Niedersachsen wurde eine 82 Jahre alte Frau mit ihrem Einkaufstrolley von einer Windböe auf eine Straße gezogen und dort von einem Auto tödlich verletzt.

Größere Sturmschäden blieben ansonsten am Dienstag meist aus. Allerdings mussten Pendler teils wegen noch nicht behobener Schäden des Vortags Verzögerungen im Bahnverkehr und auf den Straßen einplanen.

Eine Oberleitungsstörung am Dienstagmorgen führte zu Einschränkungen im Bahnverkehr zwischen Hamburg und Westerland auf Sylt. Auch in Bayern, wo das Orkantief das öffentliche Leben zum Wochenstart fast zum Erliegen gebracht hatte, war der regionale Bahnverkehr teils noch eingeschränkt, etwa im Allgäu sowie südlich von München. «Aufgrund neuer aufkommender Sturmböen und Schneefall ist die Situation weiter angespannt», teilte die Deutsche Bahn (DB) mit. Am Montag sowie in der Nacht zum Dienstag waren zudem insgesamt rund 100 000 Haushalte wegen sturmbedingter Ausfälle vorübergehend vom Stromnetz der Bayernwerk AG abgeschnitten.

In Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland fuhren Busse und Bahnen dagegen am Dienstag weitgehend wieder nach Plan. Bis zum Abend sollte auch die Mehrzahl der Strecken im am längsten vom Sturm betroffenen Bayern wieder freigegeben werden. An den meisten Flughäfen in Deutschland standen die Zeichen wieder auf Normalisierung.

Das Orkantief, in Ländern wie Großbritannien, Frankreich und Belgien «Ciara» genannt, erreichte am Dienstag den äußersten Norden der Mittelmeerinsel Korsika - mit Böen von 219 Stundenkilometern. Das liege leicht unter dem Rekord vom Januar 2018, als am Cap Corse 225 Stundenkilometer erreicht wurden, berichtete der Wetterdienst Météo France. Der Sturm löste auf der französischen Ferieninsel erhebliche Verkehrsprobleme aus - betroffen waren Fährverbindungen zum Festland und Flüge, wie der Radionachrichtensender Franceinfo berichtete. Die Flammen ließen ein Feuer erneut aufflammen, das sich in Richtung des Dorfes Sari ausbreitete. Straßen rund um das Dorf wurden gesperrt.

In Polen erlag einem Bericht der Nachrichtenagentur PAP zufolge als drittes Todesopfer eine 21-Jährige im Krankenhaus ihren Verletzungen, die am Montagabend im Skigebiet Bukowina Tatrzanska bei starkem Wind von Dachteilen getroffen worden war. Eine 52-jährige Frau und ihre 15-jährige Tochter waren nach dem Zwischenfall in dem Skigebiet bereits am Montag ums Leben gekommen. Am Dienstag starb in Italien eine 77-Jährige, die von Teilen eines herumwirbelnden Dachs getroffen wurde, wie die Nachrichtenagentur Ansa schrieb.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
11. 02. 2020
17:59 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bayernwerk Deutsche Bahn AG Deutscher Wetterdienst Niederschlag Omnibusse Polizei Schienenverkehr Schäden und Verluste Sturmschäden Stürme Todesopfer Twitter Wetter Wetterdienste Wind
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Messstation

25.07.2019

Wie wird in Deutschland die offizielle Temperatur gemessen?

Es ist heiß, keine Frage. Aber wie heiß genau? Dafür wird an Hunderten Orten in Deutschland regelmäßig die Temperatur gemessen. » mehr

Australien

09.01.2020

Ausnahmezustand auf dem Feuerkontinent - bald Normalität?

Explodierende Bäume, Feuerwolken, immer neue Brandherde: Die Waldbrände in Australien lodern in diesem Sommer so verheerend wie selten. Das Extrem könnte künftig zum Normalfall werden. » mehr

Buschbrände in Australien

03.01.2020

Die Brände in Australien, der Mensch und der Klimawandel

Australien ist ein Land, in dem Kohle noch ein großes Thema ist. Die Brände haben eine Debatte ausgelöst: Welche Rolle spielt der Klimawandel? Ist Australien ein Klimasünder? » mehr

Ermittlungen

06.01.2020

Die tödliche Dosis Alkohol am Steuer

Nach dem tödlichen Unfall in Südtirol wird in Italien über das Risiko Alkohol im Verkehr debattiert. In Deutschland hat sich das Problem in eine andere Richtung verschoben, wie ein Experte sagt. » mehr

«Fabienne» in Rheinland-Pfalz

24.09.2018

Herbststurm «Fabienne» hinterlässt große Schäden

Kaum hat der Herbst kalendarisch begonnen, zieht ein schwerer Sturm über Süd- und Mitteldeutschland. Eine Frau stirbt, ein Junge ist in Lebensgefahr. Bahn- und Flugverkehr kehren langsam zurück zur Normalität. » mehr

Polizeikontrolle auf Bundesstraße 91

09.10.2019

Der Schock von Halle

Halle erlebt Stunden der Angst. Ein Mann erschießt zwei Menschen und will eine Synagoge angreifen. Erst nach und nach wird die Brutalität des Angriffs deutlich. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Viernauer Karnevalsumzüge Viernau

Karnevalsumzug Viernau | 23.02.2020 Viernau
» 66 Bilder ansehen

Rosenmontagsumzug in Geisa

Umzug in Geisa |
» 59 Bilder ansehen

485. Wasungen Karneval Wasungen

Party zum Wasunger Karneval | 22.02.2020 Wasungen
» 140 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
11. 02. 2020
17:59 Uhr



^