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Vorerst keine Warnstreiks bei Lufthansa

Nach einer ersten Warnstreikwelle bei vier Lufthansa-Töchtern am Sonntag verzichtet die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo auf weitere Aktionen. Eine Eskalation ist aber keineswegs ausgeschlossen.



Warnstreik der Flugbegleiter
Der Streik der Kabinengewerkschaft Ufo ist zwar vorerst beendet, der Konflikt jedoch noch nicht beigelegt.   Foto: Silas Stein/dpa

Bei der Lufthansa drohen in den kommenden Wochen weitere Streiks der Flugbegleiter.

Zwar verzichtet die Kabinengewerkschaft Ufo nach der ersten Warnstreikwelle vom Sonntag auf weitere Aktionen in dieser Woche, hat aber zugleich ihre Mitglieder in fünf Betrieben des Lufthansa-Konzerns zu Urabstimmungen über unbefristete Streiks aufgerufen. Dazu gehören neben der Lufthansa-Kerngesellschaft die vier am Sonntag bestreikten Flugbetriebe Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und Sunexpress Deutschland.

Der Ufo-Vizevorsitzende und Tarifvorstand Daniel Flohr wertete den Ausstand vom Sonntag bei den vier Lufthansa-Töchtern als Erfolg. Die Zahl der ausgefallenen Verbindungen bezifferte er auf mehr als 150, die Kabinenmitarbeiter hätten sich «mit großer Mehrheit» an der Arbeitsniederlegung beteiligt.

Lufthansa hatte hingegen berichtet, dass sich bei den bestreikten Betrieben mehr als 90 Prozent der Crews zum Dienst gemeldet hätten. Eine exakte Zahl der ausgefallenen Flüge nannte das Unternehmen nicht, hat aber die zuvor in Medien genannte Größenordnung von rund 100 Ausfällen am Sonntag bestätigt. Am Montag lief der Betrieb nach Angaben einer Sprecherin wieder normal.

Die Ufo hielt dem Unternehmen vor, den Kunden einen «Bärendienst» erwiesen zu haben, indem man die planmäßige Durchführung aller Flüge versprochen habe. Die Passagiere hätten so oftmals erst am Flughafen erfahren, dass ihr Flug zu den gestrichenen Verbindungen gehörte. Allerdings hatte Ufo den Warnstreik am Sonntagmorgen auch erst sehr kurzfristig um 13 Stunden bis Mitternacht verlängert.

Neue Gespräche zwischen den Konfliktparteien zeichneten sich am Montag nicht ab. Lufthansa ist weiterhin nicht zum Abschluss förmlicher Tarifverträge mit Ufo bereit. Sie hält den Vorstand für nicht vertretungsberechtigt und will der Gewerkschaft vor Gericht die Fähigkeit absprechen lassen, Tarifverträge rechtsgültig abzuschließen.

Die Urabstimmungen laufen bis zum 1. November. An diesem Tag will die Ufo in einer Mitgliederversammlung auch über die Vorstandsfrage beraten. Einerseits liegt ein Abwahlantrag gegen die drei noch amtierenden Vorstände vor, andererseits gibt es einen Vorschlag zu einer Reform der Wahlordnung.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
21. 10. 2019
15:16 Uhr

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21. 10. 2019
15:16 Uhr



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