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Luftfahrt-Gipfel beschließt 25 Maßnahmen gegen Flugausfälle

Nach einem Chaos-Sommer für viele Fluggäste haben sich Politik und Wirtschaft auf einige Schritte gegen Verspätungen und Ausfälle geeinigt. Sie versprechen: Das Drama von 2018 wird sich im nächsten Jahr nicht wiederholen.



Passagiermaschine
Grundsätzlich auf den Prüfstand soll das System der Sicherheitskontrollen, um sie effizienter zu gestalten.   Foto: Sven Hoppe

Passagiere sollen sich künftig auf ihre Flüge besser verlassen können: Hochrangige Vertreter von Bund, Ländern und der Luftverkehrswirtschaft haben sich auf eine Reihe von Maßnahmen verständigt, um Missstände im Luftverkehr aufzuräumen.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte, sein Unternehmen werde zusätzliche Flugzeuge und Crews an den großen deutschen Flughäfen bereitstellen und insgesamt 600 zusätzliche Stellen für die Verbesserung der Qualität schaffen. Die Lufthansa habe in diesem Sommer rund 250 Millionen Euro für Zahlungen an die Passagiere ausgegeben und sei bereit, die gleiche Summe zu investieren.

Mehrere Teilnehmer des Luftfahrt-Gipfels betonten, dass alle Beteiligten ihren Beitrag zu Verbesserungen im Luftverkehr leisten müssten. «Wir haben ein Ausmaß an Verspätungen und Flugausfällen, das nicht mehr akzeptabel ist», sagte der Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher.

Der Luftverkehr sei ein komplexes System mit vielen Akteuren. «Die gute Nachricht ist, dass wir deshalb auch an vielen Stellen ansetzen können.» Es sei die feste gemeinsame Verabredung der Teilnehmer, die Kapazität des Luftverkehrs in Deutschland deutlich zu erhöhen. Alle Akteure würden an einem Strang ziehen.

«Ich bin sehr zufrieden, dass wir einen wichtigen Schritt gemeinsam gegangen sind», sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Es werde nicht der letzte sein. Noch bevor im nächsten Jahr der Sommerflugplan in Kraft tritt, soll sich eine ähnliche Runde noch einmal treffen und eine erste Zwischenbilanz ziehen. «Am Himmel wird es eng, und das spüren wir», sagte Scheuer. Er werde auch auf europäischer Ebene das Thema stärker nach vorn bringen, um auf dem Weg zu einem einheitlichen europäischen Luftraum voranzukommen.

Die von den Teilnehmern beschlossenen Maßnahmen sehen unter anderem vor, mehr Fluglotsen auszubilden, sie von Sonderaufgaben zu entlasten und flexibler einzusetzen. Das System der Sicherheitskontrollen, das an anderen europäischen Flughäfen weitaus effektiver arbeitet, soll auf den Prüfstand gestellt werden.

Bislang ist die Bundespolizei für die Personenkontrollen zuständig, die wiederum private Dienstleister beauftragt. Der Frankfurter Flughafen will zehn neue Kontrolllinien einrichten, andere Flughäfen zusätzliche Flächen für die Security-Checks bereitstellen.

Die von Verbraucherschützern und Politikern geforderte Stärkung von Fluggastrechten stand nicht im Mittelpunkt des Gipfels. Vielmehr gehe es zunächst darum, Verbesserungen innerhalb des Systems zu erreichen, um die Leistungsfähigkeit zu verbessern, sagten mehrere Teilnehmer.

«Wir müssen nicht nur die aktuellen Kapazitätsanforderungen erfüllen, sondern auch die der Zukunft», sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Klaus-Dieter Scheurle. Der Flugverkehr in Deutschland und Europa werde weiter zunehmen. Justizministerin Katharina Barley (SPD) kündigte an, sie werde jetzt zügig das Gespräch mit den Fluggesellschaften suchen, um bei den Entschädigungsverfahren zu schnellen und guten Lösungen für die Kunden der Airlines zu kommen.

Einige der Maßnahmen sollen schnell eine Wirkung zeigen, andere eher mittelfristig. Es dauere nun einmal, neue Fluglotsen auszubilden. Es herrsche aber Einigkeit, dass sich die vielen Verspätungen und Flugausfälle des Jahres 2018 in der kommenden Sommersaison auf keinen Fall wiederholen sollen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
05. 10. 2018
15:18 Uhr

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05. 10. 2018
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