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Twitter sperrt Verschwörungstheorien-Bewegung QAnon aus

Twitter geht nun entschiedener gegen Verschwörungstheoretiker vor und sperrt auf der Plattform alle Accounts der amerikanischen Bewegung QAnon.



Twitter
Twitter erklärte, mit QAnon verbundene Inhalte sollen nicht mehr in Trends und Empfehlungen auftauchen und Weblinks beim Hochladen blockiert werden.   Foto: Martti Kainulainen/Lehtikuva/dpa

Twitter geht als erste Online-Plattform in großem Stil gegen die amerikanische Verschwörungstheorien-Bewegung QAnon vor.

Ihr Verhalten könne Schaden im realen Leben anrichten, erklärte der Kurznachrichtendienst zur Begründung in der Nacht zum Mittwoch. Mehr als 7000 Accounts, die QAnon-Unterstützern zugerechnet würden, seien in den vergangenen Wochen dauerhaft gesperrt worden, sagten Twitter-Sprecher dem Fernsehsender CNBC und der «New York Times». Die Verbreitung der Inhalte von rund 150.000 weiteren Profilen werde eingeschränkt.

Zu den von QAnon-Anhängern verbreiteten Behauptungen gehört unter anderem, dass es eine Verschwörung gegen US-Präsident Donald Trump in den tieferen Schichten des amerikanischen Regierungsapparats gebe. Außerdem behaupten sie, prominente Politiker der Demokratischen Partei in den USA ließen sich mit Hormonen behandeln, die aus dem Blut von Kindern gewonnen würden.

Damit knüpfte QAnon an die «Pizzagate»-Episode aus dem Jahr 2016 an. Damals rückte ein bewaffneter Mann in eine Pizzeria in Washington ein, nachdem er im Netz gelesen hatte, dass diese als Tarnung für ein von Trumps damaliger Gegenkandidatin Hillary Clinton und anderen Demokraten betriebenes Pädophilen-Netzwerk dienen solle.

QAnon-Symbole wurden in den vergangenen Jahren von Anhängern immer wieder in die Kamera bei Auftritten von Trump gehalten. Unterstützer der Theorien sind inzwischen auch verstärkt in der Republikanischen Partei aktiv.

Twitter erklärte, mit QAnon verbundene Inhalte sollen nicht mehr in Trends und Empfehlungen auftauchen und Weblinks beim Hochladen blockiert werden. Facebook hatte im Mai 20 Accounts und fünf Seiten entfernt, die QAnon zugerechnet werden. Zur Begründung hieß es, sie hätten gegen das Verbot «nicht-authentischen Verhaltens» bei dem Online-Netzwerk verstoßen.

© dpa-infocom, dpa:200722-99-882162/3

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Veröffentlicht am:
22. 07. 2020
11:47 Uhr

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22. 07. 2020
11:47 Uhr



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