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Android-Erfinder Andy Rubin scheitert mit Start-up

Sein Betriebssystem bringt 80 Prozent aller Smartphones zum Laufen - doch mit seinem jünsten Start-up hat Andy Rubin kein Glück. Auch alte Vorwürfe hängen dem Android-Erfinder weiter nach.



Android-Maskottchen
Das Maskottchen des Smartphone-Betriebssystems Android.   Foto: Christoph Dernbach/dpa

Das mit viel Vorschusslorbeeren bedachte Smartphone-Start-up Essential von Andy Rubin, der als Vater des Mobil-Systems Android gilt, gibt auf.

Eigentlich wollte die Firma Anfang dieses Jahres ein ungewöhnliches neues Telefon auf den Markt bringen, nur etwa halb so breit wie heute übliche Smartphones. Doch man sehe keinen Weg, das Gerät auf den Markt zu bringen, erklärte Essential in einem Blogeintrag in der Nacht zum Donnerstag. Die «New York Times» berichtete, keiner der großen US-Mobilfunk-Betreiber habe Interesse an dem Essential-Telefon mit dem Namen Gem gezeigt.

Rubin war Mitgründer der Start-ups Android, das ein Betriebssystem für Computer-Telefone entwickelte. Google kaufte die Firma im Jahr 2005. Als Apple zwei Jahre später sein iPhone herausbrachte, machte Google Android zur Basis für eine konkurrierende Smartphone-Plattform. Das Betriebssystem wird Herstellern kostenlos angeboten. Das Geschäftsmodell sorgte dafür, dass Android inzwischen einen Marktanteil von mehr als 80 Prozent bei Smartphone-Verkäufen hat.

Rubin führte das Android-Geschäft bis 2013 und verließ Google im Jahr 2014. Danach gründete die Risikokapital-Firma Playground und später Essential. Seine Reputation nahm schweren Schaden als die «New York Times» im Jahr 2018 schrieb, Rubin habe Google nach Vorwürfen sexueller Nötigung verlassen müssen und habe dabei eine Abfindung von 90 Millionen Dollar bekommen.

Die Enthüllungen trugen zu Protesten von Google-Mitarbeitern gegen die Vorgehensweise der Firmenführung bei, bei denen Beschäftigte an mehreren Standorten die Arbeit niederlegten. Rubin bestritt die Vorwürfe und auch die Angaben zur Höhe der Abfindung.

Essential brachte 2017 ein Premium-Smartphone heraus, das erfolglos blieb. Pläne für einen Lautsprecher und eine Smarthome-Plattform wurden fallengelassen. Zuletzt setzte die Firma die Hoffnungen auf das Gem-Telefon. Es war gedacht als Alternative für ein großes Smartphone in Situationen, in denen man lieber ein kompakteres Gerät mitnehmen will. Mehrere Videos im Abschieds-Blogeintrag zeigen erstmals einige Funktionen des schmalen und langgezogenen Smartphones.

Essential habe mindestens 50 Millionen Dollar in die Entwicklung des Geräts investiert, schrieb die «New York Times». Die Firma habe zum Schluss noch 30 Millionen Dollar in der Kasse gehabt - Geldgeber hätten über die Jahre 330 Millionen Dollar zu einer Milliarden-Bewertung in Essential investiert. Vor zwei Jahren hätten Amazon, der Supermarkt-Konzern Walmart und mehrere Mobilfunk-Anbieter Interesse an einem Kauf von Essential gezeigt, berichtete die Zeitung. Sie hätten aber am Ende das Interesse verloren, unter anderem wegen der Kontroverse um Rubin.

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dpa

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Veröffentlicht am:
13. 02. 2020
10:23 Uhr

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dpa

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13. 02. 2020
10:23 Uhr



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