Lade Login-Box.
Topthemen: Ministerpräsidentenwahl ThüringenFreies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

Computer

Umweltorganisation BUND will Mobilfunkstandard 5G stoppen

Müssen sich Bürger Sorgen um Gesundheitsschäden durch Mobilfunkmasten machen? Umweltschützer in Hamburg sehen die Sache kritisch und wollen dort den 5G-Ausbau solange stoppen, bis Klarheit herrscht.



5G-Smartphone
Eine Vodafone-Mitarbeiterin hält ein 5G-Smartphone in der Hand. Der BUND befürchtet gesundheitliche Nachteile durch die elektromagnetische Wellen.   Foto: Federico Gambarini/dpa

Die Umweltorganisation BUND fordert in Hamburg einen Ausbaustopp für das neueste Mobilfunknetz 5G.

Ohne eine Prüfung der Gesundheits- und Umweltverträglichkeit dürfe die Infrastruktur nicht ausgebaut werden, sagte Landesgeschäftsführer Manfred Braasch in Hamburg.

Zudem werde das Mobilfunknetz zur Zeit ohne die vorgeschriebene Technikfolgenabschätzung ausgebaut. Der BUND habe dem Bürgerbüro von Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) seine Forderungen mit 6000 Unterschriften übergeben.

Hamburg ist eine von sechs 5G-Modellregionen, in denen der Ausbau besonders gefördert wird. Im Hafengebiet werden bereits praktische Anwendungen erprobt. Ohne 5G wären auch Zukunftsprojekte wie autonomes Fahren nicht möglich. Der BUND befürchtet gesundheitliche Nachteile durch elektromagnetische Wellen.

Aus Sicht des Bundesamts für Strahlenschutz müssen sich Bürger keine Sorgen um Gesundheitsschäden durch Mobilfunkmasten machen, solange die Grenzwerte eingehalten werden. Die Auswirkungen des Mobilfunks für die Gesundheit seien inzwischen gut erforscht, sagte die Präsidentin der Behörde, Inge Paulini, der Deutschen Presse-Agentur. «Demnach gibt es keinen Beleg für negative gesundheitliche Auswirkungen unterhalb der Grenzwerte.» Diese Erkenntnisse ließen sich «weitgehend» auf den neuen 5G-Mobilfunk übertragen, da die im Frühsommer versteigerten Frequenzbereiche «identisch oder vergleichbar» mit den bislang genutzten seien.

Experten weisen darauf hin, dass die größere Strahlenbelastung vom Mobiltelefon selbst ausgeht, nicht vom Mobilfunknetz. Handys passen ihre Sendeleistung den Gegebenheiten vor Ort an. Je schwächer das Netz, desto stärker müssen die Geräte funken. Wer sich schützen möchte, meidet also Telefonate bei schlechtem Empfang, wie er im Zug, in Autos ohne Außenantenne oder in mangelhaft versorgten Gebieten auftritt. Außerdem muss beachtet werden, dass die Intensität elektromagnetischer Felder mit der Entfernung schnell sinkt. Bereits wenige Zentimeter machen einen riesigen Unterschied. Daher ist das Telefonieren mit einem Headset oder die Nutzung einer Freisprechanlage empfehlenswert.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
12. 02. 2020
16:20 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bürgerbüros Deutsche Presseagentur Mobilfunknetze Mobilfunkstandards Mobiltelefone SPD Stiftung Warentest Strahlenbelastung Strahlenschutz Umweltschutzorganisationen Umweltschützer Umweltverträglichkeit
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Protesttag gegen neue 5G-Mobilfunktechnologie

31.01.2020

Im Mobilfunk-Musterland Schweiz wächst Widerstand gegen 5G

Kaum ein Land der Welt drückt beim 5G-Ausbau so auf das Tempo wie die Schweiz. Dabei sind die Grenzwerte für Mobilfunkstrahlung der Antennen zehn mal schärfer als anderswo. Das wird nun zum Problem. » mehr

Rechenzentrum

10.12.2019

Studie: 5G braucht viel Strom - Abwärme zum Heizen nutzen

Der neue Mobilfunkstandard 5G soll autonomes Fahren, Hightech-Landwirtschaft und vernetzte Roboter möglich machen. Ohne Rechenzentren geht das nicht - und die brauchen immer mehr Strom. Die 5G-Funktechnik selbst ist dabe... » mehr

Telefónicas Mobilfunknetz in der Berliner U-Bahn

10.01.2020

Telefónica hinkt bei 4G-Versorgung hinterher

Während sich Mobilfunker gern gegenseitig damit übertreffen, sich eine glorreiche Zukunft mit 5G auszumalen, träumt so mancher Bürger noch von stabilem 4G-Netz zum Surfen mit dem Handy. Zu Beginn des neuen Jahres stehen ... » mehr

5G-Mobilfunkstation

26.11.2018

Netzagentur schreibt keinen flächendeckenden 5G-Ausbau fest

Datenströme werden immer wichtiger für die deutsche Wirtschaft. Dank des Mobilfunkstandards 5G soll die Übertragung künftig nahezu in Echtzeit erfolgen. Nun hat die Bundesnetzagentur eine zentrale Entscheidung für den Au... » mehr

Streaming

11.12.2019

Stromfresser Streaming: Nun redet man über die Umweltkosten

In der Klimadebatte stehen derzeit vor allem Verkehrsthemen wie spritfressende SUVs oder umweltschädliche Flüge im Vordergrund. Die Umweltkosten der Digitalisierung werden dabei kaum angesprochen. Das soll sich nach dem ... » mehr

Mobilfunkmast

16.11.2019

Scheuer: Lückenlose Versorgung mit Mobilfunk überfällig

Das Mobilfunknetz auf dem Land ist ein Ärgernis. Um Löcher in der Netzabdeckung zu schließen, stellt die Bundesregierung 1,1 Milliarden für Mobilfunkmasten in Aussicht. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

14. Kristalmarathon

14. Kristallmarathon Merkers |
» 90 Bilder ansehen

Karneval Umzug Dietzhausen 2020 Dietzhausen

Karnevalsumzug Dietzhausen | 16.02.2020 Dietzhausen
» 136 Bilder ansehen

Unfall Carneval Club Marisfeld e.V Marisfeld

Unfall Carneval Marisfeld | 16.02.2020 Marisfeld
» 8 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
12. 02. 2020
16:20 Uhr



^