Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

Computer

Apple zahlt bis zu eine Million Dollar für Sicherheitslücken

Für Apple ist die Datensicherheit seiner Geräte ein wichtiges Verkaufsargument - doch jede komplexe Software hat Schwachstellen. Der Konzern zahlt jetzt höhere Prämien, damit die entdeckten Lücken bei ihm landen - und nicht bei Kriminellen oder Behörden.



Apple-Logo
Das Apple-Logo auf dem Display eines iPhone SE. Für Apple ist die Datensicherheit vor allem bei iPhone ein wichtiges Verkaufsargument.   Foto: Stefan Jaitner

Apple schraubt die Belohnung für das Auffinden von Sicherheitslücken in seiner Software auf bis zu eine Million Dollar hoch. Diesen Betrag soll es für besonders schwerwiegende Schwachstellen geben, über die ein Angreifer ohne Zutun des Nutzers auf den Kern des Betriebssystems zugreifen könnte.

Bisher konnte man bei Apple maximal 200.000 Dollar «Bug-Bounty» bekommen, während auf dem Markt zum Teil Millionen für iPhone-Schwachstellen geboten wurden. Apple gibt die Belohnungen künftig auch nicht nur für Lücken im iPhone-System iOS, sondern auch bei Software anderer Apple-Geräte.

Für Schwachstellen, die in Vorabversionen neuer Betriebssysteme gefunden werden, legt Apple noch einmal 50 Prozent drauf, wie der zuständige Manager Ivan Krstic in der Nacht zum Freitag auf der IT-Sicherheitskonferenz Black Hat in Las Vegas ankündigte.

Zudem sollen Experten vom kommenden Jahr an für ihre Nachforschungen speziell vorbereitete iPhones mit freierem Zugang zum System als in Verbrauchergeräten bekommen können.

Der Finderlohn ist nach Schwere der Schwachstellen gestaffelt. So gibt es etwa Prämien von bis zu 100.000 Dollar, wenn man es durch den Sperrbildschirm schafft oder einen Weg findet, über eine präparierte App an wertvolle Nutzer-Daten heranzukommen. Auch unerlaubter Zugang zu iCloud-Kontodaten auf Apple-Servern wird ähnlich behandelt. Bis zu 500.000 Dollar lässt sich der Konzern den Hinweis auf Sicherheitslücken kosten, durch die ein Angreifer über das Netz an Nutzerinformationen kommen kann. Früher waren die Belohnungen mit 25.000 bis 200.000 quer durch die Bank deutlich niedriger.

Für Apple ist die Datensicherheit vor allem bei iPhone ein wichtiges Verkaufsargument. Der Konzern betreibt dafür einen hohen Aufwand unter anderem mit einem separaten Datentresor im Prozessor. Apple riskierte deswegen 2016 auch einen Rechtsstreit mit dem FBI: Das Unternehmen weigerte sich, eine Software zu schreiben, mit der man ein gesperrtes iPhone aufknacken könnte. Zugleich gibt es Unternehmen, die behaupten, dank entdeckter Sicherheitslücken Schutzmechanismen der iPhones aushebeln zu können. Solche Firmen bieten ihre Dienste typischerweise Sicherheitsbehörden an. Auch das FBI kam seinerzeit nach eigenen Angaben mit der Hilfe eines solchen Dienstleisters ans Ziel.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
09. 08. 2019
09:41 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Apple Betriebssysteme Datensicherheit FBI Sicherheitsbehörden Sicherheitslücken Software iOS iPhone
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Betriebssystem Windows 7

14.07.2019

Support-Ende für Windows 7 - Ein Software-Dino verschwindet

Es hat schon einige Jahre auf dem Buckel - nun kommt das Ende des Supports für Windows 7 in Sicht. Danach drohen Nutzern klaffende Sicherheitslücken. Die Zeit läuft. » mehr

WWDC 2019

03.06.2019

Apple-Entwicklerkonferenz WWDC geht an den Start

Bevor im Herbst neue iPhone-Modelle kommen, zeigt Apple schon mal, was sie Neues können werden. Bei der Entwicklerkonferenz WWDC enthüllt der Konzern traditionell seine nächsten Betriebssysteme. In diesem Jahr könnte es ... » mehr

Facebook

04.10.2019

Facebook kündigt Ausbau von Verschlüsselung an

Facebooks Versprechen von mehr Verschlüsselung stößt auf Gegenwind von Behörden unter anderem in den USA. Die wollen bei Bedarf trotzdem Zugang zu Daten von Kriminellen haben. Der Streit schwelt schon seit Jahren. Zuvor ... » mehr

«WhatsApp»-Logo

14.05.2019

Sicherheitslücke bei WhatsApp geschlossen

Bei Anruf Ansteckgefahr: Durch eine Schwachstelle bei WhatsApp konnte auch schon ein nicht angenommener Anruf ausreichen, um ein Smartphone mit Spionage-Software zu infizieren. Es scheinen eher Dissidenten und Menschrech... » mehr

Huawei

12.08.2019

Huawei: Können Android in Smartphones schon jetzt ersetzen

Hat US-Präsident Donald Trump mit seinem Vorgehen gegen Huawei die Dominanz des Google-Systems Android im Smartphone-Markt untergraben? Huawei will nun sein eigenes System als weltweite Alternative zu Android etablieren.... » mehr

Twitter-App

08.10.2019

Experten warnen vor veralteter Twitter-Software für iOS-Apps

Zahlreiche Apps für iPhone und iPad, die eine Twitter-Kommunikation eingebaut haben, enthalten gravierende Sicherheitslücken. Sicherheitsforscher des Fraunhofer-Instituts für » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Neues Löschfahrzeug in Crock Crock

Neues Löschfahrzeug Crock | 11.12.2019 Crock
» 5 Bilder ansehen

Unfall Schnee Laster Bedheim Bedheim

Laster-Unfall Bedheim | 11.12.2019 Bedheim
» 31 Bilder ansehen

Hubschrauber-Säge Baumbeschneidung Sonneberg Sonneberg

Baumfällarbeiten Sonneberg | 09.12.2019 Sonneberg
» 37 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
09. 08. 2019
09:41 Uhr



^