Lade Login-Box.
Corona Newsletter Gemeinsam handeln
Topthemen: #GemeinsamHandelnCoronavirus in ThüringenCorona-HilfsbörseFreies Wort hilft

Computer

Betreiber der Untergrundplattform «Fraudsters» verhaftet

Cyber-Fahnder haben schon lange gegen die illegale Plattform ermittelt. Jetzt haben sie in Schleswig-Holstein den mutmaßlichen technischen Leiter verhaftet.



Cyberkriminalität
Großer Schlag gegen die Cyberkriminalität: Einem 34-jährigen wird vorgeworfen, als technischer Leiter, gemeinsam mit weiteren Tatverdächtigen das Forum «Fraudsters» betrieben zu haben. Foto: Ralf Hirschberger   Foto: dpa

Drogen, Daten, gefälschte Urkunden - auf der Untergrundplattform «Fraudsters» wurde nach Angaben von Ermittlern mit vielen illegalen Produkten und Dienstleistungen gehandelt.

Jetzt wurde der Mann verhaftet, der mutmaßlich für diese Geschäfte verantwortlich war, wie Staatsanwalt Jürgen Brauer von der Landeszentralstelle Cybercrime der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz mitteilte.

Fahnder nahmen den 34-Jährigen am Mittwoch in Pinneberg in Schleswig-Holstein fest. Der Verdächtige sei einem Ermittlungsrichter in Koblenz vorgeführt worden, der den Haftbefehl aufrechterhalten habe, sagte Brauer.

Zur gleichen Zeit wurden zwei Wohnungen im Kreis Pinneberg und im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt durchsucht. Der Verdächtige sei einem Ermittlungsrichter in Koblenz vorgeführt worden, der den Haftbefehl aufrechterhalten habe, sagte Brauer. Es sei auch gelungen, den Begründer des Forums, einen 44-Jährigen aus Sachsen-Anhalt zu

identifizieren.

Dem 34-jährigen wird vorgeworfen, als Administrator, also als technischer Leiter, gemeinsam mit weiteren Tatverdächtigen das Forum «Fraudsters» betrieben zu haben. Dort waren zeitweise 30 000 Nutzer registriert, um verbotene Produkte wie Drogen, geraubte Daten oder gefälschte Urkunden zu kaufen.

Es sei dort alles verfügbar gewesen außer Kinderpornografie und Mordaufträge, sagte Brauer. Auch gebe es keine Hinweise auf den illegalen Handel mit Waffen. Ermittelt wird wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und wegen des dringenden Verdachts der Beihilfe in mehr als 1700 Fällen zu Betäubungsmittelstraftaten, Datenhehlerei, Urkundenfälschung und Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz. Auch gegen den mutmaßlichen Begründer bestehe der Verdacht auf Bildung einer kriminellen Vereinigung.

Seit April ist die Plattform stillgelegt. Möglicherweise hätten die technischen Kapazitäten für den Betrieb nicht mehr ausgereicht, sagte Brauer. Auch habe es Attacken konkurrierender Plattformen gegeben. Die Plattform war unter anderem über das sogenannte Darknet erreichbar, einem Bereich im Netz, der über eine Anonymisierungssoftware zugänglich ist.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
13:43 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Ermittler Haftbefehle Internetkriminalität Kinderpornographie Urkundenfälschung Verbrechen und Kriminalität Verdächtige Verhaftungen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Bundeskriminalamt BKA

05.12.2019

BKA geht gegen Bombenbau-Anleitungen im Internet vor

Mit «Delete» gegen Bombenbau-Hilfe aus dem Internet: In einer gemeinsamen Aktion haben Polizeibehörden aus zehn EU-Staaten und den USA in der vergangenen Woche mehr als 1700 Internet-Links mit Anleitungen zum Bombenbau b... » mehr

Cyberbunker

vor 5 Stunden

Betreiber von Darknet-Zentrum angeklagt

Die Schaltstelle für kriminelle Darknet-Geschäfte flog im September in einem früheren Bunker auf. Nun sind die Betreiber des «Cyberbunkers» angeklagt - wegen Beihilfe in mehr als 1,5 Millionen Fällen. Und das ist erst de... » mehr

Cyberkriminalität

03.04.2020

Europol warnt vor Zunahme der Cyberkriminalität

Gefälschte Websites, Datenklau und Erpresser-Software: In der Coronakrise nimmt die Cyberkriminalität nach Erkenntnissen der europäischen Polizeibehörde Europol stark zu.  » mehr

Cyberkriminalität

12.03.2020

Munich Re: Cyberkriminelle erpressen immer höhere Summen

Kriminelle Hacker suchen sich ihre Opfer immer gezielter aus. Und die Corona-Epidemie vergrößert die möglichen Einfallstore, sagen die Fachleute des weltgrößten Rückversicherers. » mehr

Tastatur eines Notebooks

10.03.2020

50 Prozent mehr Beschwerden zu Internet-Kriminalität

Die Beschwerdestelle des Internet-Verbands eco verzeichnet weiter stark wachsenden Zulauf. Digitalstaatsministerin Bär will bei kriminellen Inhalten die Plattformbetreiber stärker in die Pflicht nehmen. » mehr

Cyberangriff auf Picanol

14.01.2020

Hacker legen belgischen Maschinenbauer lahm

Hacker haben den Webmaschinenhersteller Picanol aus Belgien mit einem Cyberangriff lahmgelegt und fordern Lösegeld. Auf die Forderungen der Erpresser ging das Unternehmen zunächst nicht ein, wie die belgische Nachrichten... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Pkw Unfall Meiningen Meiningen

Pkw Unfall Meiningen | 07.04.2020 Meiningen
» 3 Bilder ansehen

Motorradunfall Schleusingerneundorf Schleusingerneundorf

Motorradunfall Schleusingerneuendorf | 06.04.2020 Schleusingerneundorf
» 6 Bilder ansehen

Flächenbrand Sonneberg 05.04.20 Rottmar

Flächenbrand Sonneberg | 05.04.2020 Rottmar
» 11 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
13:43 Uhr



^