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Apple kann bei iPhone-Rückgängen gegensteuern

Der deutliche Rückgang beim iPhone-Umsatz im Weihnachtsquartal hatte Anleger aufgeschreckt. Inzwischen bekommt Apple das Problem nach eigenen Angaben besser in den Griff - und 75 Milliarden Dollar für einen weiteren Aktienrückkauf beschwichtigen die Börse zusätzlich.



Tim Cook
Apple-Chef Tim Cook bei der Vorstellung neuer Produkte. Anfang des Jahres hat Apple die Börse mit schlechten Zahlen zum vergangenen Weihnachtsgeschäft schockiert.   Foto: Tony Avelar/AP

Die iPhone-Verkäufe sinken weiter, Apple sieht sich aber inzwischen in der Lage, den Rückgang abzubremsen. Zum Ende des vergangenen Quartals habe sich die Lage deutlich gebessert, sagte Apple-Chef Tim Cook am Dienstag (Ortszeit).

Der iPhone-Umsatz sank im Jahresvergleich dennoch um 17,3 Prozent auf gut 31 Milliarden US-Dollar (27,7 Mrd Euro). Nach Berechnungen der Analysefirma IDC ging es bei den Stückzahlen mit einem Minus von 30,2 Prozent auf 36,4 Millionen Geräte noch viel steiler bergab. Ein höherer Durchschnittspreis der verkauften iPhones dürfte das Absatzminus aber abgefedert haben.

Das iPhone ist ein Schlüsselprodukt für Apple: Es macht auch nach dem Rückgang immer noch mehr als die Hälfte des Geschäfts aus. Apple nennt zugleich keine Stückzahlen verkaufter Geräte mehr, sondern nur noch den Umsatz. Apple war bereits im Weihnachtsquartal von einem Rückgang der iPhone-Verkäufe vor allem in China getroffen worden. Das hatte Sorgen um die Nachfrage nach den Telefonen ausgelöst.

Angesichts insgesamt besser als von Analysten erwartet ausgefallener Zahlen und eines 75 Milliarden Dollar schweren weiteren Aktienrückkaufs legte der Kurs dennoch deutlich zu. Im vorbörslichen US-Handel am Mittwoch gab es ein Plus von rund fünf Prozent.

Der Quartalsumsatz sank im Jahresvergleich zwar um 5 Prozent auf 58 Milliarden Dollar, lag damit aber über den Prognosen der Analysten, die von rund 55 Milliarden Dollar ausgegangen waren. Auch die Prognose für das laufende Quartal fiel höher aus als von Analysten erwartet. Der Gewinn in dem Ende März abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal fiel im Jahresvergleich um 15,7 Prozent auf 11,56 Milliarden Dollar.

Der Rückgang der iPhone-Erlöse im vergangenen Quartal sei komplett auf die Entwicklung in sogenannten Wachstumsmärkten der Schwellen- und Entwicklungsländer zurückzuführen, so Apple. Man steuere mit Preissenkungen und Rückkauf-Angeboten für alte Geräte gegen und das zeige Wirkung.

Das Apple-Geschäft in China schrumpfte im vergangenen Vierteljahr von gut 13 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor auf 10,2 Milliarden Dollar und damit langsamer als im Weihnachtsquartal. Dazu habe auch die Absenkung der Mehrwertsteuer in dem Land von 16 auf 13 Prozent beigetragen, sagte Konzernchef Cook.

Im iPad-Geschäft wuchsen die Erlöse binnen eines Jahres von rund 4 Milliarden auf 4,87 Milliarden Dollar. Apple hat inzwischen unter anderem ein neues Modell des teureren iPad Pro im Angebot. Mehr als die Hälfte der iPad-Käufer im vergangenen Quartal hätten sich zum ersten Mal ein Apple-Tablet zugelegt, betonte Cook.

Das Service-Geschäft, zu dem unter anderem der Streaming-Dienst Apple Music sowie die Erlöse aus dem App Store und dem Speicherdienst iCloud gehören, wuchs von 9,85 Milliarden auf 11,45 Milliarden Dollar. Apple hat inzwischen 390 Millionen Abo-Kunden in verschiedenen Diensten und will 2020 die Marke von 500 Millionen knacken. Die Dienste werden als ein Weg gesehen, mehr Geld mit bestehenden Kunden zu verdienen.

Mit der Apple Watch und den Ohrhörern AirPods ist Apple außerdem inzwischen der erfolgreichste Hersteller von sogenannten Wearables. Die Sparte mit diesen Geräten steigerte den Umsatz von 3,9 Milliarden auf 5,13 Milliarden Dollar. Bei den Mac-Computern gab es unterdessen einen Rückgang von 5,8 Milliarden auf 5,5 Milliarden Dollar, der dem Konzern zufolge von Engpässen bei Chiplieferungen ausgelöst wurde.

Apple hielt zum Quartalsende Reserven von 225 Milliarden Dollar - dem stehen Verbindlichkeiten von rund 112 Milliarden Dollar gegenüber. Der Konzern hatte sich in den vergangenen Jahren mehrfach Geld am Markt für Ausschüttungen an Aktionäre beschafft, um die Auslandsgewinne nicht zum hohen Steuersatz von insgesamt 40 Prozent in die USA bringen zu müssen. Nach der US-Steuerreform hat sich dieses Problem für die Zukunft erledigt.

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dpa

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Veröffentlicht am:
01. 05. 2019
15:01 Uhr

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01. 05. 2019
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