Lade Login-Box.
Fotowettbewerb 2020 zum Digital-Abo
Topthemen: Podcast: Offen gesagtCoronavirus in ThüringenCorona-HilfsbörseFolgen Sie uns auf Instagram

Computer

Beiträge jetzt länger in öffentlich-rechtlichen Mediatheken

An diesem Mittwoch tritt ein neuer Rundfunkstaatsvertrag in Kraft. Er bringt einige Fortschritte mit sich, heißt es aus zuständiger Stelle.



ARD und ZDF
Beiträge in denöffentlich-rechtlichen Mediatheken werden künftig länger abrufbar sein.   Foto: Rolf Vennenbernd

Der an diesem Mittwoch in Kraft tretende neue Rundfunkstaatsvertrag bringt nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Medienstaatssekretärin Heike Raab (SPD) Vorteile sowohl für Mediennutzer als auch für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die Zeitungsverlage.

In dem neuen Vertrag wird beispielsweise geregelt, dass Beiträge in den Mediatheken künftig länger abrufbar sein dürfen. Bislang habe nach sieben Tagen alles gelöscht werden müssen, das ändere sich nun. «Es ist ein Riesenschatz, den der öffentlich-rechtliche Rundfunk in den Mediatheken den Fernsehzuschauerinnen und Fernsehzuschauern und Hörerinnen und Hörern zur Verfügung stellt», sagte Raab der Deutschen Presse-Agentur. Sie spricht als Medienstaatssekretärin von Rheinland-Pfalz für das Bundesland, das bei der Rundfunkkommission den Vorsitz hat.

Mit dem neuen Vertrag würden etwa in den Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen «Previews» möglich - damit beispielsweise vorab schon Serien angeschaut werden könnten - «so wie das die großen US-Plattformanbieter heute schon tun», sagte Raab. «Das muss auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk tun können.»

Ein großer Fortschritt ist Raab zufolge außerdem die neue Schlichtungsstelle, die Konflikte zwischen Verlegern und Sendern außergerichtlich beilegen soll. Raab sprach in dem Zusammenhang von einer «Ausbalancierung der Dualität zwischen den Öffentlich-Rechtlichen und den Privaten». In der Onlinewelt konkurrieren alle Medienvertreter miteinander - «die schreibende Zunft und die audiovisuellen Medien», sagte Raab.

In der Vergangenheit habe es Konfliktfälle gegeben, Verleger hätten öffentlich-rechtlichen Anstalten vorgeworfen, dass Angebote im Netz wie eine gedruckte Zeitung daherkommen. Nun sei geregelt, dass öffentlich-rechtliche Online-Angebote nicht presseähnlich sein dürften und es einen Bezug zur Aktualität oder einer Sendung brauche.

«Weil es in den vergangenen Jahren Streitfälle gab, die alle vor den deutschen Gerichten ausgetragen worden sind und unglaublich langwierig waren, haben wir uns darauf geeinigt, dass es eine Schlichtungsstelle geben soll», sagte Raab. Konkret gebe es eine, wenn die ARD betroffen sei, und eine, sofern es um das ZDF gehe.

In beiden sitzen Stellen Raab zufolge der Vorstandschef von Axel Springer, Mathias Döpfner, als Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), ein BDZV-Vizepräsident sowie ein Vertreter des jeweils von dem Streitfall betroffenen Verlages.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
30. 04. 2019
16:25 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
ARD Axel Caesar Springer Deutsche Presseagentur Heike Raab Mathias Döpfner Rundfunk Rundfunkstaatsvertrag SPD Verleger ZDF Zeitungen Zeitungsverlage Zeitungsverleger
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Google

25.06.2020

Google kauft erstmals Inhalte bei Zeitungsverlagen ein

Wenn Inhalte von Verlagen bei Google News oder in der Google Suche auftauchen, bezahlt der Internet-Konzern bislang mit dem Traffic, der auf die Verlagsseiten geleitet wird. Künftig wird Google für umfangreichere Inhalte... » mehr

EuGH Luxemburg

12.09.2019

EuGH kippt deutsches Leistungsschutzrecht für Verlage

Die Bundesregierung hat das nationale Leistungsschutzrecht für Presseverlage 2013 nicht vorab der EU-Kommission vorgelegt. Das war ein Fehler, der das Gesetz unwirksam macht. Inzwischen gibt es einen neuen europäischen R... » mehr

Google

24.10.2019

Französische Verleger wollen gegen Google vorgehen

Französische Verleger wollen Google doch noch zur Kasse bitten und hoffen dafür auf die Wettbewerbsbehörde. Sie kämen zur Verbreitung ihrer Inhalte an der Suchmaschine nicht vorbei, lautet das Argument. » mehr

Digital-Angebote von Medien

25.03.2020

Medienhäuser verkaufen mehr Digital-Abos

Das gesteigerte Informationsbedürfnis in der Coronavirus-Krise führt bei Medienhäusern in Deutschland zu mehr Abschlüssen von Digital-Abonnements. » mehr

Jobs präsentiert erstes iPad

23.01.2020

10 Jahre iPad - Vom «Jesus-Tablet» zum Arbeits-Werkzeug

Bei der Vorstellung des ersten iPads vor zehn Jahren war der Hype enorm. Das Tablet von Apple sollte die Ära nach dem Personal Computer einleiten. Doch so leicht lässt sich der PC nicht verdrängen. » mehr

Google-Schild

25.09.2019

Wegen Copyright-Reform: Google streicht Medien-«Snippets»

Google hat den Hoffnungen der Presseverlage auf neue Erlöse durch die EU-Urheberrechtsreform einen Dämpfer verpasst. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Brand Muellverbrennung

Brand Müllverbrennung Zella-Mehlis | 02.08.2020 Zella-Mehlis
» 25 Bilder ansehen

Waldbrand Lauscha

Waldbrand Lauscha | 02.08.2020 Lauscha
» 7 Bilder ansehen

Großeinsatz im Schwimmbad Lauscha

Chlor im Schwimmbad Lauscha ausgetretten |
» 21 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
30. 04. 2019
16:25 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.