Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

Computer

Neue Datenschutz-Panne bei Facebook

Facebook kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus. Bei etlichen neuen Mitgliedern landeten Daten aus den Adressbüchern auf den Servern von Facebook - laut Unternehmen versehentlich, auch weil das Netzwerk eine umstrittene Methode der Identitätsverifizierung eingesetzt hat.



Facebook -Nutzerdaten
Das Facebook-Logo auf dem Bildschirm eines Smartphones. Foto: Dominic Lipinski   Foto: dpa

Facebook hat die nächste Datenschutz-Panne entdeckt: Das Online-Netzwerk lud in den vergangenen drei Jahren ohne Erlaubnis die Daten der Kontakte von bis zu 1,5 Millionen neuen Nutzern hoch.

Der Fehler sei nach einer Änderung am Anmelde-Verfahren im vergangenen Monat entdeckt worden, wie Facebook am Donnerstag bestätigte. Die Daten seien mit niemandem geteilt worden und würden gelöscht. Der Fehler sei behoben und betroffene Nutzer würden informiert. Über den neuen Fehler hatte zunächst das Finanznachrichten-Portal «Business Insider» berichtet, das zur Axel-Springer-Gruppe gehört.

Die Kontaktdaten wurden in einigen Fällen bei der Bestätigung der E-Mail-Adresse eines neuen Nutzers durch Eingabe des Passworts des Mail-Accounts hochgeladen. Facebook besaß damit die Möglichkeit, die E-Mail-Adresse des neuen Mitglieds zu bestätigen.

Dieses Verfahren wurde von Facebook nach Kritik von Datenschützern wieder abgeschafft. Ein Facebook-Sprecher sagte «Business Insider», man habe vor Mai 2016 den Anwendern angeboten, zusammen mit der Verifizierung auch freiwillig die Kontakte aus dem E-Mail-Konto hochzuladen. Somit konnte der US-Konzern den Nutzern etwa neue Freunde empfehlen. Es blieb unklar, ob Facebook die Daten auch für gezielte Werbung nutzte. Die Funktion sei dann wieder abgeschafft worden.

Der Texthinweis auf die Funktion sei tatsächlich gelöscht worden. Allerdings sei die zugrundeliegende Funktionalität nicht entfernt worden, erklärte der Sprecher. Facebook habe nicht auf die E-Mail-Inhalte der Anwender zugegriffen. Wie viele Kontaktdaten ohne einen entsprechenden Hinweis bei Facebook gelandet sind, kann nur geschätzt werden. Es können je nach Größe der jeweiligen Adressbücher mehrere hundert Millionen Datensätze sein. Facebook waren in den vergangenen Jahren mehrere Datenschutz-Pannen unterlaufen. Unter anderem hatten mehrere Millionen Nutzer ihre Beiträge möglicherweise ungewollt mit der ganzen Welt geteilt statt nur mit Freunden.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
18. 04. 2019
13:14 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Daten und Datentechnik Datenschützer Facebook Passwörter Server
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
WhatsApp

30.08.2019

iPhone-Schwachstellen machten breiten Datenabgriff möglich

Es ist das schlimmste bisher bekanntgewordene Angriffsszenario gegen das iPhone von Apple: Aufenthaltsort, Fotos und Nachrichten konnten abgegriffen werden. Es reichte, eine präparierte Website zu besuchen. Die Attacke s... » mehr

Facebook

11.09.2019

Datenschützer dürfen Betrieb von Facebook-Fanpages verbieten

Die umfangreiche Datensammlung durch Facebook ist Datenschützern seit langem ein Dorn in Auge. Ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts stellt jetzt klar: Auch die Betreiber von Fanpages können bei Datenschutzverstößen b... » mehr

Apple-Sprachassistent

28.08.2019

Apple will sich Anhören von Siri-Aufnahmen erlauben lassen

Die Erkenntnis, dass Siri-Unterhaltungen auch von Menschen gehört werden können, hat Apple besonders unter Druck gesetzt - wirbt der iPhone-Konzern doch oft mit seinem Datenschutz-Versprechen. Jetzt gibt Apple den Nutzer... » mehr

Stan Chudnovsky

16.05.2019

Messenger-Chef: Trotz Verschlüsselung Hassreden bekämpfen

Facebook-Chef Mark Zuckerberg will das Online-Netzwerk verstärkt auf verschlüsselte Chat-Kommunikation ausrichten. Eine Sorge ist, dass dies die Bekämpfung von Terrorpropaganda und Hassrede zurückwerfen könnte. Ein Top-M... » mehr

Tim Cook

05.06.2019

Apple setzt voll auf Datenschutz und riskiert mächtig Ärger

Vor Jahren wirkte Apple-Chef Tim Cook mit seinen Plädoyers für den Datenschutz noch wie ein einsamer Rufer in der Wüste. Doch inzwischen erklärt auch die Konkurrenz die Privatsphäre zum Menschenrecht. Auf der Konferenz W... » mehr

Tastatur

05.10.2019

Risiken im Cyberspace: Wenn das Aquarium das Casino hackt

Attacken aus dem Cyberspace sind längst zu einem Milliarden-Geschäft geworden. Immer raffinierter und aggressiver gehen die Angreifer vor. Im Visier haben sie zunehmend auch Geräte aus dem «Internet der Dinge». » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Unfall B 281 Sachsenbrunn Sachsenbrunn

Unfall B281 Sachsenbrunn | 16.10.2019 Sachsenbrunn
» 14 Bilder ansehen

Gebäudebrand Merbelsrod Merbelsrod

Gebäudebrand Merbelsrod | 15.10.2019 Merbelsrod
» 14 Bilder ansehen

Ausschreitung Asylheim Suhl Suhl

Ausschreitung Asylheim Suhl | 15.10.2019 Suhl
» 11 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
18. 04. 2019
13:14 Uhr



^