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Betriebssystem wird an Falt-Smartphones angepasst

Mit dem neuen Formfaktor der Falt-Smartphones ändert sich auch die Bedienung der Geräte. Die Funktionen dafür werden ins Betriebssystem Android einfließen, verspricht Google-Manager Hiroshi Lockheimer. Die Namensgebung der nächsten Android-Version wird indes eine harte Nuss.



Hiroshi Lockheimer
Android-Chef Hiroshi Lockheimer sprach mit der dpa auf dem Mobile World Congress in Barcelona.   Foto: Andrej Sokolow

Google wird sein Mobil-Betriebssystem Android stärker an den Einsatz in den neuartigen Auffalt-Smartphones anpassen.

Die Gerätekategorie bringe neue Wege, wie Nutzer mit den Geräten interagieren können, sagte Android-Chef Hiroshi Lockheimer der dpa auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Die Funktionen dafür würden zunächst gemeinsam mit den Herstellern entwickelt und dann in das Betriebssystem integriert.

Samsung zum Beispiel arbeitete bei seinem Smartphone Galaxy Fold zusammen mit Google daran, dass Apps auf dem kleineren Smartphone-Bildschirm auf der Außenseite und dem Tablet-Display, das sich wie ein Buch auffalten lässt, synchron laufen. Auch Huawei kooperierte mit Google bei der Entwicklung seines Falt-Telefons Mate X, bei dem das Tablet-Display im Gegensatz mit Galaxy Fold auf der Außenseite bleibt.

«Wir werden mit diesen ersten Geräten sehr viel darüber lernen, wie die Menschen sie nutzen» - und auch welche Lösungen App-Entwickler dafür finden, sagte Lockheimer. Es rechnet mit einem mehrjährigen Lernprozess wie zuvor zum Beispiel bei der Einführung von Touchscreens. Solange die Geräte-Kategorie der Falt-Smartphones so neu sei, werden Geräte-Hersteller noch direkt mit Google daran arbeiten müssen, um Lösungen für ihre konkreten Telefone zu finden.

Google steht in diesem Jahr vor der Herausforderung, für den Namen der nächsten Android-Version ein Dessert zu finden, das mit dem Buchstaben «Q» anfängt. Der Konzern gab den Weiterentwicklungen traditionell Namen von Süßspeisen in alphabetischer Reihenfolge. «Ich erinnere mich, wie wir am Anfang - so in der Cupcake und Donut-Ära - sagten: "Oh, wenn es zu Q oder Z kommt, das wird dann nicht so einfach." Aber damals schien das noch so viele Jahre entfernt», sagte Lockheimer. Noch nicht entschieden sei, wie es mit der Namensgebung der Android-Versionen weitergehen wird, wenn das Alphabet durch ist.

Lockheimer bekräftigte, dass Google nicht vorhabe, seine beiden Betriebssysteme Android und Chrome zusammenzuführen. «Wir haben das Glück, zwei erfolgreiche Betriebssysteme zu haben», sagte er. «Aber diese Technologien sind unterschiedlich - und der Grund dafür ist, dass die Einsatz-Szenarien unterschiedlich sind.»

Mit der stärkeren Integration des von Googles Sprachassistenten habe die Smartphone-Nutzung in Regionen zugenommen, in denen Analphabetismus weit verbreitet sei. «Zuvor hatten die Leute vielleicht Angst, sich ein Smartphone zu holen, weil sie nicht lesen oder schreiben können.»

In Europa sei es noch zu früh, geschäftliche Folgen der Änderungen des Android-Lizenzmodells nach dem Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission zu sehen, sagte Lockheimer. Google hatte für in Europa verkaufte Geräte kostenpflichtige Android-Lizenzen eingeführt, während das Betriebssystem für anderswo auf der Welt abgesetzte Geräte weiterhin kostenlos bleibt.

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27. 02. 2019
10:39 Uhr

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27. 02. 2019
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