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Chinesische Rivalen bringen Apple und Samsung unter Druck

Chinesische Smartphone-Anbieter sind nach Berechnungen von Marktforschern auf dem Vormarsch - auf Kosten der beiden Platzhirsche Samsung und Apple.



Samsung-Smartphones
Samsung-Smartphones: Samsung sieht Gartner weiterhin als klare Nummer eins nach der Zahl verkaufter Smartphones.   Foto: Andrej Sokolow

Im vergangenen Jahr sicherten sich die drei größten chinesischen Marken Huawei, Xiaomi und Oppo zusammen einen Marktanteil von 28,5 Prozent, wie die IT-Analysefirma Gartner am Donnerstag berichtete. 2017 entfielen auf sie noch knapp 23 Prozent des Weltmarktes.

Samsung sieht Gartner weiterhin als klare Nummer eins nach der Zahl verkaufter Smartphones mit gut 295 Millionen Geräten und einem Marktanteil von 19 Prozent im vergangenen Jahr. Aber einige Samsung-Kunden seien zu chinesischen Anbietern abgewandert, sagte Gartner-Analyst Anshul Gupta. Huawei holte Apple ein.

Die Premium-Geräte chinesischer Hersteller seien günstiger als die entsprechenden Modelle von Samsung und Apple, böten aber vergleichbare Leistung und Funktionen, argumentierte Gupta. «Deshalb haben sich mehr Verbraucher für Smartphones chinesischer Anbieter entschieden.» Auch beim Ansehen der Marken sei die Lücke zu den etablierten Anbietern nicht mehr so groß wie zuvor. «Früher haben Leute ihr Smartphone von Apple oder Samsung stolz vorgezeigt, heute machen sie das auch mit Marken wie Vivo.»

Der Gartner-Analyst rechnet nicht damit, dass die neuen faltbaren Smartphones wie Samsungs am Mittwoch vorgestelltes Galaxy Fold einen schnellen Nachfrageschub auslösen. «Der Markt funktioniert nicht mehr so, dass Leute sich ein Smartphone kaufen, nur weil eine neue Technologie verfügbar ist.»

Das sei noch anders gewesen als Smartphones mit dem schnelleren LTE-Datenfunk (4G) herauskamen: «Es gab eine Nachfrage-Welle.» Der Nutzen der auffaltbaren Smartphones sei für viele aber nicht so offensichtlich - und sie seien auch teuer. Für das Galaxy Fold, das im Mai in den Handel kommt, nannte Samsung einen Preis von knapp 2000 Dollar.

Das Gerät könne Nutzer ansprechen, die bereits mit einem Smartphone und Tablet unterwegs seien und so ein Gerät zuhause lassen könnten, sagte Gupta. Zugleich seien aber noch viele Fragen offen: «Sind diese Geräte aufgeklappt wirklich auf einer Ebene mit einem Tablet? Und wie gut sind sie als Smartphone, wenn es zugeklappt ist?»

Zugleich rechnet Gupta damit, dass faltbare Displays mit der Zeit einen enormen Effekt haben werden: «Es wird dadurch eine Menge neuer Geräteformen und Nutzungsszenarien geben.» Und damit werde die Technologie wichtig sein für die Anbieter, die die Nachfrage bei ihren Flaggschiff-Geräten befeuern wollen, «egal ob es dabei um OnePlus, Samsung oder Apple geht».

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Veröffentlicht am:
21. 02. 2019
10:14 Uhr

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