Lade Login-Box.
Fotowettbewerb 2020 zum Digital-Abo
Topthemen: Podcast: Offen gesagtCoronavirus in ThüringenCorona-HilfsbörseFolgen Sie uns auf Instagram

Computer

Twitter sperrt Account von Rechtspopulist Alex Jones

US-Publizist Alex Jones vertritt krude Verschwörungstheorien und schreckt auch nicht davor zurück, Journalisten mit Gewalt zu drohen. Nachem ihn bereits Apple, Facebook und Google von ihren Plattformen verbannt hatten, ist nun auch die Geduld von Twitter zu Ende.



Alex Jones
Juli 2016: Alex Jones wird von Polizisten aus einer Gruppe von Demonstranten weggeführt.   Foto: John Minchillo/AP

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat den Account des US-Verschwörungstheoretikers Alex Jones dauerhaft gesperrt. Das teilte Twitter am Donnerstag in einem Tweet mit.

Das Gleiche gelte für den Twitter-Auftritt von Jones' umstrittener Website «Infowars». Twitter begründete den Schritt mit wiederholten Verstößen gegen die Richtlinien des Kurznachrichtendienstes.

Der Journalist aus Texas hatte in der Vergangenheit unter anderem verbreitet, dass die US-Regierung an den Anschlägen am 11. September 2001 in New York beteiligt gewesen sei. Auch behauptete er, dass der Amoklauf an der Sandy Hook High School von Schauspielern inszeniert worden oder dass der Klimawandel ein Mythos sei.

Mitte August hatte der Internetkonzern den Account von Jones bereits vorübergehend für eine Woche gesperrt, nachdem der rechtspopulistische Journalist ein Video verlinkt und Unterstützer dazu aufgerufen hatte, ihre «Kampfgewehre» unter anderem gegen Medien bereitzuhalten. Jones hatte etwa 890.000 Follower bei Twitter.

Zuletzt hatten alle wichtigen Online-Plattformen Jones' umstrittene Botschaften ganz oder teilweise aus ihrem Angebot genommen. Nachdem Apple und Spotify dessen «Infowars»-Podcasts gelöscht hatten, entfernte auch Facebook vier seiner Seiten. Facebook nannte unter anderem die Verherrlichung von Gewalt als einen Grund. Auch der Alex-Jones-Kanal auf YouTube mit mehr als 2,4 Millionen Abonnenten ist nicht mehr abrufbar. Allein Twitter hatte Jones weiterhin eine Plattform geboten - und war deshalb zunehmend unter Druck geraten.

Jones hatte zuletzt die Anhörung von Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg und Twitter-Chef Jack Dorsey am Mittwoch vor dem Geheimdienstausschuss im US-Senat dazu genutzt, auf seinen Fall in aggressiver Weise aufmerksam zu machen. So beschimpfte er vor laufender Kamera einen «CNN»-Korrespondenten, der in der Vergangenheit auch über Jones berichtet hatte. Seine Schimpfkanonade übertrug Jones dabei live über die App Periscope, die zu Twitter gehört.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 09. 2018
09:51 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Alex Jones Apple CNN Facebook Google Internetkonzerne Journalisten Plattformen Rechtspopulisten Twitter US-Regierung US-Senat Verbannung Verschwörungstheorien YouTube
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Twitter

16.10.2019

Twitter präzisiert Regeln für Politiker-Tweets

Politische Mandatsträger scheinen auf Twitter Narrenfreiheit zu genießen, wenn es um Beleidigungen und Hass-Rede geht. Sie werden zumindest bei Verstößen nicht so schnell verbannt. Doch nun will Twitter diesen Freiraum e... » mehr

Videokonferenz mit den Chefs von Tech-Konzernen

29.07.2020

Chefs von Tech-Konzernen wehren sich gegen Vorwürfe

In einer außergewöhnlichen Anhörung stellten sich die Chefs von vier Tech-Giganten Fragen von US-Abgeordneten zu ihrer Marktmacht. Während von Demokraten Vorwürfe unfairen Wettbewerbs kamen, prangerten Republikaner eine ... » mehr

TikTok zieht sich aus Hongkong zurück

07.07.2020

Internetriesen fürchten Sicherheitsgesetz in Hongkong

Chinas Sicherheitsgesetz beschneidet die Freiheit in sozialen Medien in Hongkong. TikTok zieht sich zurück. Facebook, Google und Twitter verweigern die Kooperation mit Behörden. Droht ihnen die Sperrung? » mehr

Videokonferenz-App Zoom

12.06.2020

Zoom blockiert auf Pekings Wunsch - und erntet Kritik

Chinas Staatssicherheit setzt Zoom unter Druck. Trotz Kritik will die US-Plattform Nutzer in China weiter von Videokonferenzen aussperren, wenn ihre Aktivitäten dort politisch als «illegal» eingestuft werden. » mehr

Macron und Trump

21.01.2020

Macron und Trump streben Abmachung zu Digitalsteuer an

Wie besteuert man global agierende Digitalkonzerne? Der Streit darüber hat erhebliche Sprengkraft im Verhältnis zwischen Europa und den USA. Nach einer Eskalation im Herbst stehen die Zeichen nun wieder auf Entspannung. » mehr

Twitter unterzieht Trump erstmals Faktencheck

05.06.2020

Twitter sperrt Trump-Video wegen Urheberrechtsverletzung

Twitter und der US-Präsident - der Zwist geht weiter. Nach Faktencheck und Warnhinweisen sperrt der Kurznachrichtendienst nun kurzerhand einen weiteren Eintrag von Donald Trump. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Nena Erfurt Steigerwaldstadion Erfurt

Nena live in Erfurt | 04.08.2020 Steigerwaldstadion Erfurt
» 14 Bilder ansehen

Brand in Meiningen Meiningen

Brand Spartenheim Meiningen | 04.08.2020 Meiningen
» 17 Bilder ansehen

Brand Muellverbrennung

Brand Müllverbrennung Zella-Mehlis | 02.08.2020 Zella-Mehlis
» 25 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 09. 2018
09:51 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.