Topthemen: Der NSU-ProzessMobilität und EnergieGebietsreformFußball-Tabellen

Computer

Twitter sperrt Account von Rechtspopulist Alex Jones

US-Publizist Alex Jones vertritt krude Verschwörungstheorien und schreckt auch nicht davor zurück, Journalisten mit Gewalt zu drohen. Nachem ihn bereits Apple, Facebook und Google von ihren Plattformen verbannt hatten, ist nun auch die Geduld von Twitter zu Ende.



Alex Jones
Juli 2016: Alex Jones wird von Polizisten aus einer Gruppe von Demonstranten weggeführt.   Foto: John Minchillo/AP

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat den Account des US-Verschwörungstheoretikers Alex Jones dauerhaft gesperrt. Das teilte Twitter am Donnerstag in einem Tweet mit.

Das Gleiche gelte für den Twitter-Auftritt von Jones' umstrittener Website «Infowars». Twitter begründete den Schritt mit wiederholten Verstößen gegen die Richtlinien des Kurznachrichtendienstes.

Der Journalist aus Texas hatte in der Vergangenheit unter anderem verbreitet, dass die US-Regierung an den Anschlägen am 11. September 2001 in New York beteiligt gewesen sei. Auch behauptete er, dass der Amoklauf an der Sandy Hook High School von Schauspielern inszeniert worden oder dass der Klimawandel ein Mythos sei.

Mitte August hatte der Internetkonzern den Account von Jones bereits vorübergehend für eine Woche gesperrt, nachdem der rechtspopulistische Journalist ein Video verlinkt und Unterstützer dazu aufgerufen hatte, ihre «Kampfgewehre» unter anderem gegen Medien bereitzuhalten. Jones hatte etwa 890.000 Follower bei Twitter.

Zuletzt hatten alle wichtigen Online-Plattformen Jones' umstrittene Botschaften ganz oder teilweise aus ihrem Angebot genommen. Nachdem Apple und Spotify dessen «Infowars»-Podcasts gelöscht hatten, entfernte auch Facebook vier seiner Seiten. Facebook nannte unter anderem die Verherrlichung von Gewalt als einen Grund. Auch der Alex-Jones-Kanal auf YouTube mit mehr als 2,4 Millionen Abonnenten ist nicht mehr abrufbar. Allein Twitter hatte Jones weiterhin eine Plattform geboten - und war deshalb zunehmend unter Druck geraten.

Jones hatte zuletzt die Anhörung von Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg und Twitter-Chef Jack Dorsey am Mittwoch vor dem Geheimdienstausschuss im US-Senat dazu genutzt, auf seinen Fall in aggressiver Weise aufmerksam zu machen. So beschimpfte er vor laufender Kamera einen «CNN»-Korrespondenten, der in der Vergangenheit auch über Jones berichtet hatte. Seine Schimpfkanonade übertrug Jones dabei live über die App Periscope, die zu Twitter gehört.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 09. 2018
09:51 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Alex Jones Apple CNN Facebook Google Internetkonzerne Journalisten Plattformen Rechtspopulisten Twitter US-Regierung US-Senat Verbannung Verschwörungstheorien YouTube
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
EU-Parlament

12.09.2018

Europaparlament für Urheberrecht mit Leistungsschutzrecht

Seit Monaten wird heftig über die Reform des EU-Copyrights gerungen. Nun hat sich das Europaparlament geeinigt. Upload-Filter stehen nicht in dem Kompromiss - Kritiker warnen dennoch vor Zensur. » mehr

Anhörung im US-Senat

06.09.2018

Anhörung im US-Senat: Facebook und Twitter räumen Fehler ein

US-Geheimdienste sind überzeugt, dass Russland über soziale Medien Einfluss auf die US-Wahlen 2016 genommen hat. Twitter und Facebook müssen vor dem US-Senat dazu nun Rede und Antwort stehen - und die Internetriesen gebe... » mehr

Tech gegen Trump

29.08.2018

Trump: Google manipuliert Ergebnisse bei Suche nach Trump

US-Präsident Trump gefallen die Ergebnisse nicht, die Google bei der Suche nach Nachrichten über ihn auswirft. Er hält die Suchmaschine für manipuliert - und will das nicht hinnehmen. » mehr

Facebook

29.08.2018

Facebook führt Videoplattform Watch weltweit ein

YouTube gilt als die klare Nummer eins bei Internet-Video. Facebook will das nicht länger hinnehmen und bringt seine Plattform Watch weltweit heraus. Das Online-Netzwerk will damit auch zum Ort werden, an dem über TV-Sen... » mehr

Valdo Lehari jr.

08.09.2018

Zeitungsverleger: Wollen mit Google auf Augenhöhe kommen

Seit Jahren dringen die Verleger auf eine Reform des EU-Urheberrechts. Sie wollen mit Konzernen wie Google auf Augenhöhe verhandeln. Dafür wäre aus ihrer Sicht aber die Einführung eines so bezeichneten Leistungsschutzrec... » mehr

Volkswagen

11.09.2018

Deutsche Login-Plattformen gewinnen prominente Partner

Facebook und Google gelten als Daten-Supermächte im Netz. Doch die deutsche Wirtschaft sieht noch Chancen für sich in der Verwaltung digitaler Identitäten im Netz. Allerdings spalten sich die Unternehmen gerade in zwei b... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Westernclub Crazy Ranch Neuhaus

15 Jahre Westernclub Crazy Ranch | 21.09.2018 Neuhaus
» 23 Bilder ansehen

Waldbrand bei Schalkau Schalkau

Waldbrand bei Schalkau | 19.09.2018 Schalkau
» 9 Bilder ansehen

Brand Henfstädt Henfstädt

Brand Henfstädt | 18.09.2018 Henfstädt
» 12 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 09. 2018
09:51 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".