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Brennpunkte

Zwei weitere Tote im Kampf gegen Australiens Buschbrände

Hunderte Feuer, brutale Hitze, weitere Tote: Die Buschbrände in Australien sind bisher nicht in den Griff zu bekommen. Dass Premier Morrison ausgerechnet jetzt in Hawaii Urlaub macht, erzürnt viele Menschen - nun stimmte er ein Mea culpa an.



Kampf gegen die Flammen
Ein Feuerwehrmann südwestlich von Sydney im Kampf gegen die Flammen.   Foto: Dean Lewins/AAP/dpa » zu den Bildern

Im Kampf gegen die verheerenden Buschfeuer in Australien sind zwei Feuerwehrleute ums Leben gekommen. Die beiden 32 und 36 Jahre alten Männer waren am Donnerstagabend nahe der Stadt Buxton mit ihrem Fahrzeug von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt.

Das teilte die Feuerwehr im Bundesstaat New South Wales (NSW) am Freitag mit. Die Zahl der Toten seit Ausbruch der Brände im Oktober stieg damit auf mindestens acht. Premier Scott Morrison entschuldigte sich nach heftiger Kritik dafür, dass er mitten in der Brand-Krise mit der Familie zum Urlaub nach Hawaii gereist ist.

«Ich bedauere zutiefst, dass der Urlaub mit meiner Familie in dieser Zeit bei vielen von den schrecklichen Buschfeuern betroffenen Australiern Ärger verursacht hat», teilte Morrison mit. Er werde nun so schnell wie möglich zurückkehren, ergänzte er. Seine Frau und seine beiden Töchter würden aber in Hawaii bleiben. Morrison war in der Öffentlichkeit wegen der Reise in das US-Inselparadies stark in die Kritik geraten.

Allein im bevölkerungsreichsten Bundesstaat New South Wales an der Ostküste waren am Freitag rund 1700 Feuerwehrleute gegen etwa 100 Brände im Einsatz - und dies bei Temperaturen um die 40 Grad. Für die Gegend rund um Sydney warnten die Meteorologen für das Wochenende sogar vor Werten um die 45 Grad. Ein besonders bedrohliches Großfeuer ist lediglich rund 70 Kilometer von der Stadt entfernt. In der Millionenmetropole leiden die Menschen unter den Rauchschwaden.

In Adelaide, der Hauptstadt des Bundesstaates South Australia, wurden bereits am Freitag 46 Grad Celsius erreicht. Dort kam während eines Brandes ein Mensch bei einem Autounfall ums Leben, wie der Chef der Regionalregierung, Steven Marshall, mitteilte. Die genauen Umstände des Unglücks waren jedoch unklar.

Die getöteten Feuerwehrmänner waren auf dem Weg zu einem Brand, der rund 90 Kilometer südwestlich der Metropole Sydney außer Kontrolle geraten war. Dort kämpften Einsatzkräfte bei brutaler Hitze gegen 60 Meter hohe Feuerfronten, wie es weiter hieß. Der Sauerstoff in der Luft sei knapp geworden. Dazu seien Böen mit Windgeschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern gekommen. Bei dem Unglück wurden drei weitere Einsatzkräfte verletzt. «An einem unglaublich schwierigen Tag war dieser Vorfall absolut niederschmetternd», schrieben die Kollegen der Opfer.

Seit Oktober haben Hunderte Buschbrände in Australien nach Angaben der Behörden bereits mehrere Millionen Hektar Land vernichtet. Mehr als 1000 Häuser wurden zerstört. Erschwert wird der Kampf gegen die Flammen durch Rekordhitze und eine große Trockenheit. Australien leidet seit etwa zwei bis drei Jahren unter starker Dürre, die ausgetrocknete Vegetation entzündet sich also besonders leicht.

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dpa

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Veröffentlicht am:
20. 12. 2019
13:23 Uhr

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20. 12. 2019
13:23 Uhr



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