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Wieder Gewalt bei «Gelbwesten»-Protesten in Frankreich

Es nimmt kein Ende: Auch an diesem Wochenende demonstrieren wieder «Gelbwesten» in Frankreich. Zwar sind es weniger, doch es gibt Zusammenstöße mit der Polizei. Und einen Schwerverletzten.



Proteste in Frankreich
«Gelbwesten»-Demonstranten gehen auf eine brennende Barrikade zu.   Foto: Kamil Zihnioglu/AP

Rund drei Monate nach Beginn der Proteste ist es bei «Gelbwesten»-Demonstrationen in Paris erneut zu Ausschreitungen gekommen. Besonders vor der Nationalversammlung gab es am Samstag Zusammenstöße zwischen «Gelbwesten»-Aktivisten und den Sicherheitskräften.

Dabei wurde mindestens ein Mensch schwer verletzt. Tausende gingen neben Paris unter anderem in Bordeaux, Toulouse und Lyon auf die Straße.

Die Bewegung hatte im November mit Protesten gegen geplante Benzinpreiserhöhungen begonnen, richtet sich inzwischen aber allgemein gegen die Reformpolitik der Mitte-Regierung Macrons. Ihren Namen hat die Bewegung von den gelben Warnwesten, die die Demonstranten tragen.

Einige «Gelbwesten»-Aktivisten sollen in Paris versucht haben, Zäune am Eingang der Nationalversammlung - dem Unterhaus des französischen Parlaments - zu durchbrechen, wie der Sender Franceinfo berichtete. Sicherheitskräfte versuchten, das zu verhindern.

Dabei kam es zu Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften, bei denen sich ein Mensch sehr schwer an der Hand verletzt hat. Der Sender BFM TV berichtete unter Berufung auf die Polizeipräfektur, dass der Mann mindestens vier Finger verloren habe. Das Opfer trug keine gelbe Weste, es soll sich um einen Fotografen der «Gelbwesten» handeln. Die genaue Ursache war noch unklar, Berichten zufolge soll eine Blendgranate für die Verletzung verantwortlich sein.

Die Demonstranten zogen am Nachmittag weiter auf der linken Seine-Seite in Richtung Champ de Mars, der großen Grünfläche vor dem Eiffelturm. In der Gegend ging am frühen Abend ein Auto der Anti-Terror-Operation Sentinelle in Flammen auf. «Die Soldaten der Mission Sentinelle schützen unsere Landsleute täglich vor dem Risiko des Terrorismus. Diese Angriffe sind unerträglich», schrieb Innenminister Christophe Castaner auf Twitter.

Auf TV-Bildern waren brennende Fahrzeuge und eingeschlagene Scheiben in der französischen Hauptstadt zu sehen. Die Polizei setzte Tränengas ein. Zahlreiche Demonstranten zogen aber auch friedlich in Paris und anderen Städten durch die Straßen.

Bis zum Abend zählte das Innenministerium 51 400 Demonsranten im ganzen Land, davon rund 4000 in Paris. Am vergangenen Wochenende waren es 58.600 landesweit und 10.500 in der Haupstadt. Dutzende Menschen wurden festgenommen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
09. 02. 2019
21:12 Uhr

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dpa

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09. 02. 2019
21:12 Uhr



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