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«Wie Laufen lernen»: Viele Lockerungen in Italien

Abstand halten, Mundschutz tragen - aber die Italiener dürfen wieder Geschäfte und Museen aufsuchen. Die Politik appelliert an die Verantwortung der Bürger.



Lockerungen in Italien
Gäste sitzen mit Abstand zueinander an Tischen in einem Café in Mailand.   Foto: Claudio Furlan/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Auf den Straßen wird es voller, Bars, Restaurants und Friseure dürfen wieder öffnen: Italien hat nach rund zweieinhalb Monaten Lockdown den bisher größten Schritt bei den Lockerungen gemacht. Am Montag durften auch der Einzelhandel und Museen sowie Bibliotheken öffnen.

Auch Gottesdienste waren wieder erlaubt. In der Vatikanstadt öffnete zudem wieder der Petersdom. Die Menschen durften wieder Freunde treffen und an den Strand.

Überall gelten jedoch Abstandsregeln von mindestens einem Meter. Mundschutz ist in geschlossenen Räumen wie zum Beispiel in Supermärkten oder im öffentlichen Verkehr vorgeschrieben. «Zur Normalität zurückzukehren, ist ein bisschen wie wieder Laufen zu lernen», erklärte Ministerpräsident Giuseppe Conte in einem offenen Brief. Er räumte zugleich ein, dass die wirtschaftlichen Hilfen bei vielen Leuten noch nicht angekommen seien. Viele Branchen beklagten mangelnde Unterstützung vom Staat und zu viele Regeln, die die Geschäfte erschwerten.

Gesundheitsminister Roberto Speranza sprach in einem TV-Interview von der «härtesten Probe», die nun beginne. «Die Italiener haben bisher großes Verantwortungsgefühl gezeigt, und jetzt ist es noch wichtiger, dass jeder seinen Teil beiträgt.»

In Italien war die Wucht der Corona-Krise zuerst in Europa deutlich geworden. Rund 32.000 Menschen sind gestorben. Die offizielle Zahl der Infektionen liegt bei mehr als 225.000. Das Land hatte am 10. März eine der strengsten Ausgangssperren verhängt. Die Zahl der neuen Infektionen geht seit langem zurück.

Es ist immer noch nicht erlaubt, ohne triftigen Grund zwischen den italienischen Regionen zu reisen. Die Einreise aus dem Ausland ist erst ab dem 3. Juni wieder erlaubt. Für Ärger sorgt vor allem, dass Schulen und Kitas bis September noch geschlossen bleiben sollen. Alternative Kinderbetreuung gibt es bisher nicht.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
18. 05. 2020
11:43 Uhr

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dpa

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18. 05. 2020
11:43 Uhr



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