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Wichtige Etappe vor der US-Wahl: «Super Tuesday»

Wer wird der Herausforderer von US-Präsident Trump bei der Wahl im November? Unmittelbar vor dem «Super Tuesday» hat sich bei den Demokraten einiges verschoben. Trump gibt sich betont gelassen mit Blick auf seinen potenziellen Gegner für die heiße Wahlkampfphase.



Vorwahlen
In 14 US-Bundesstaaten wird darüber abgestimmt, wer bei den Präsidentschaftswahlen im November gegen Amtsinhaber Donald Trump antreten soll.   Foto: David Goldman/AP/dpa » zu den Bildern

In zahlreichen US-Bundesstaaten stimmen Wähler darüber ab, wer im November als Kandidat der Demokraten gegen Präsident Donald Trump antreten soll.

Die Abstimmungen am sogenannten «Super Tuesday» begannen am Dienstagmorgen (Ortszeit) im Bundesstaat Virginia an der Ostküste der USA. Die Wahlen in 14 US-Bundesstaaten, darunter auch in den Schwergewichten Texas und Kalifornien, sind der bislang wichtigste Tag im Rennen um die Kandidatur der Demokraten: Es geht um die Stimmen von mehr als einem Drittel aller Delegierten, die beim Nominierungsparteitag im Sommer letztlich den Präsidentschaftskandidaten bestimmen werden. Mit Ergebnissen wird nicht vor Mittwoch deutscher Zeit gerechnet.

Bei den Demokraten liegt nach bislang vier Vorwahlen der linke Senator Bernie Sanders in Führung. Der 78-Jährige ist auch in landesweiten Umfragen Spitzenreiter. Einen gewaltigen Schub bekam kurz vor dem «Super Tuesday» allerdings Ex-Vizepräsident Joe Biden: Die ausgeschiedenen Bewerber Pete Buttigieg, Amy Klobuchar und Beto O'Rourke riefen ihre Anhänger dazu auf, nun die Kandidatur des 77-Jährigen zu unterstützen.

Buttigieg (38), der frühere Bürgermeister von South Bend (Indiana), hatte am Sonntag seinen Rückzug aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten erklärt. Am Montag folgte Senatorin Klobuchar (59). Der frühere Kongressabgeordnete O'Rourke (47) war schon im November ausgestiegen. O'Rourkes Empfehlung hat im wichtigen «Super Tuesday»-Bundesstaat Texas dennoch Gewicht: Er stammt aus Texas und hat den Bundesstaat im Kongress vertreten.

Die Unterstützungserklärungen für Biden sollen das gespaltene moderate Lager einen und eine Nominierung des linken Kandidaten Sanders verhindern. Der wichtigste Konkurrent Bidens aus dem moderaten Lager tritt allerdings erst jetzt ins Rennen ein: Der Multimilliardär und frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg (78) steht am «Super Tuesday» erstmals auf den Wahlzetteln.

Bloomberg hatte seine Kandidatur erst spät erklärt und war in den bisherigen Vorwahlen nicht angetreten. US-Medienberichten zufolge hat er Hunderte Millionen Dollar aus seinem Privatvermögen für Wahlwerbespots ausgegeben, um am «Super Tuesday» punkten zu können. Sein Abschneiden wurde daher mit großer Spannung erwartet. Bloomberg gehört wie Biden zum moderaten Lager der Demokraten.

Biden hatte bei der bislang letzten Vorwahl der Demokraten am Samstag in South Carolina einen fulminanten Sieg einfahren können. Es war allerdings sein erster Erfolg bei den bisher vier Vorwahlen. Sanders, der sich selbst als demokratischen Sozialisten bezeichnet, hat bislang zwei Vorwahlen gewonnen. Neben Biden, Sanders und Bloomberg sind noch zwei weitere Bewerber im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten: die linke Senatorin Elizabeth Warren (70) und die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard (38).

Trump sagte am Dienstag in Washington, er werde es mit jedem demokratischen Kandidaten aufnehmen. «Wer auch immer es ist, das ist mir egal.» Er stehe auch «sehr gerne» bereit, mit jedem möglichen demokratischen Kandidaten zu Fernsehdebatten anzutreten.

Trumps eigene Nominierung als Kandidat der Republikaner ist sicher. Er hat keine ernstzunehmende parteiinterne Konkurrenz. Die Republikaner halten daher in mehreren Bundesstaaten gar keine Vorwahlen ab. Am «Super Tuesday» stimmen aber auch sie in fast allen betroffenen Staaten ab.

Die letzten Wahllokale sollen an der Westküste in Kalifornien - wo am Dienstag die meisten Delegierten vergeben werden - um 20.00 Uhr (Ortszeit/5.00 Uhr MEZ am Mittwoch) schließen. Die Vorwahlen ziehen sich insgesamt noch bis Juni hin, der Nominierungsparteitag der Demokraten ist dann im Juli. Die Republikaner werden dann im August in Charlotte (North Carolina) formell Trump zu ihrem Präsidentschaftskandidaten küren.

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dpa

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Veröffentlicht am:
03. 03. 2020
21:38 Uhr

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03. 03. 2020
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