Lade Login-Box.
Fotowettbewerb 2020 zum Digital-Abo
Topthemen: Podcast: Offen gesagt#GemeinsamHandelnCoronavirus in ThüringenCorona-Hilfsbörse

Brennpunkte

Weltweit 362.000 Corona-Infizierte und fast 15.500 Tote

Das neuartige Coronavirus verbreitet nach wie vor Angst und Schrecken. Weltweit steigen die Fallzahlen. Ein Zentrum dabei: Europa.



Coronavirus - Spanien
Im alten Militärkrankenhaus in Sevilla werden Coronavirus-Tests durchgeführt.   Foto: María José López/Europa Press/dpa

Trotz des weltweiten Kampfes gegen die neuartige Lungenkrankheit Covid-19 steigen die Zahlen der Infizierten und Toten weiter.

Nach Angaben von US-Experten waren rund um den Globus mehr als 362.000 Menschen infiziert (Sonntag: knapp 330.000), fast 15.500 Menschen starben (knapp 14.400), wie Wissenschaftler der US-Universität Johns Hopkins mitteilten. Besonders betroffen sind auch europäische Staaten - ein Überblick:

ITALIEN: Mit rund 64.000 registrierten Infizierten und mehr als 6000 Toten ist Italien besonders stark betroffen von der Corona-Pandemie, hofft aber nach gut einem Monat des Kampfes gegen die Ausbreitung des Virus auf weniger dramatische Zeiten. Seit heute ist die nicht-lebenswichtige Produktion gestoppt. Andererseits erlaubt ein Dekret so viele Ausnahmen, dass Gewerkschaften das Ansteckungsrisiko bei der Arbeit als zu groß kritisieren. Zugleich sorgt der Tod weiterer Ärzte im besonders notleidenden Norden für Trauer und Entsetzen. In den Brennpunkten, in Bergamo und Brescia, gibt es nach Behördenangaben viele Neu-Ansteckungen. Bereits seit dem 10. März gilt in ganz Italien eine Ausgangssperre.

SPANIEN: Die Zahl der Corona-Infizierten steigt auch in Spanien trotz aller Maßnahmen weiter an. Bis zum Nachmittag wurden mehr als 33.000 Fälle bestätigt, 14 Prozent mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten stieg von 1720 auf gut 2200. Allein in der Region Madrid, dem Zentrum der Krise in Spanien, lag die Zahl der Todesopfer bei rund 1200. Nach Italien ist Spanien das am heftigsten betroffene Land Europas. Gleichzeitig gab es aber auch positive Nachrichten: Mehr als 3300 Patienten sind bereits wieder gesund. «Zudem nimmt die Anzahl der täglich gemeldeten Fälle ab, aber wir sind nicht sicher, ob wir den Höhepunkt schon erreicht haben», sagt der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón.

FRANKREICH: In Frankreich waren am Montag fast 17.000 Infizierte und mehr als 670 Corona-Tote registriert. In der Hauptstadt wird verstärkt kontrolliert - dort und im ganzen Land gilt eine Ausgangssperre. Es ist nur erlaubt, das Haus zu verlassen, wenn es unbedingt nötig ist. Auch Joggerinnen und Jogger werden angehalten und müssen ihren Passierschein vorzeigen. Zunehmend wird dabei geprüft, ob sich die Menschen auch wirklich nur in der Nähe ihrer Wohnung sportlich betätigen. Die Polizei ist zunehmend genervt von Leuten, die sich als Jogger tarnen. Die Straßen sind aber deutlich leerer als noch in der Vorwoche. An Läden wie Bäckereien oder Supermärkten stellen sich die Menschen mit Abstand zueinander an - dort sind die Regale größtenteils wieder aufgefüllt.

GROSSBRITANNIEN: Die britische Hauptstadt London ist weiterhin die am stärksten betroffene Region in Großbritannien. Vor allem die Innenstadtbezirke haben teils hohe Fallzahlen an Coronavirus-Infektionen. Der öffentliche Nahverkehr ist stark eingeschränkt. Pubs, Cafés und Restaurants sind geschlossen. Einzelne Krankenhäuser meldeten schon Kapazitätsengpässe. Trotzdem drängten sich am vergangenen Wochenende viele Londoner auf Märkten oder in Parks. Die BBC zeigte am Montag Bilder von überfüllten U-Bahn-Waggons. Noch setzt die Regierung auf Einsicht bei den Menschen. Doch mehrere Bezirke in der britischen Hauptstadt haben ihre Parks bereits geschlossen. Erwartet wird, dass in den kommenden Tagen Ausgangsbeschränkungen erlassen werden. Zuletzt waren in Großbritannien gut 5900 Menschen infiziert, mehr als 330 sind gestorben.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 03. 2020
18:56 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Behördenangaben British Broadcasting Corporation Infektionsgefahr Infektionskrankheiten Infektionspatienten Nahverkehr Notfälle Patienten Polizei Regierungen und Regierungseinrichtungen Todesopfer Öffentliche Behörden
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Coronavirus - Spanien

01.04.2020

Corona-Krise: Spanien optimistisch trotz Toten-Rekords

Die jüngsten Corona-Zahlen im Hotspot Spanien machen vielen Angst. Doch die Behörden des Landes schlagen optimistische Töne an und versichern: Der heiß ersehnte «Peak» könnte bereits erreicht sein. » mehr

Kapitol

12.04.2020

USA verzeichnen weltweit meiste Tote in Corona-Krise

Täglich häufen sich die tragischen Rekorde: Nun haben die USA Italien als das Land mit den höchsten absoluten Todeszahlen infolge der Corona-Pandemie abgelöst. Der Papst wendet sich indes mit einer besonderen Botschaft a... » mehr

Coronavirus - Spanien

23.03.2020

Corona-Zahlen in Spanien steigen weiter

Trotz aller bisherigen Maßnahmen ist keine Verlangsamung der Pandemie in Spanien in Sicht. Das Land beklagt weitere Infizierte und Tote. » mehr

Rom

23.03.2020

Italien: Vorsichtige Hoffnung in Zeiten von Corona

Italien hofft endlich auf eine Verlangsamung der Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Regierung drosselt die Wirtschaftsaktivität noch weiter. Die jüngsten Opferzahlen jedenfalls wirken wie schwaches Licht im dunklen Tunnel. » mehr

Barcelona

27.03.2020

Spanien meldet relativ niedrigen Anstieg der Infektionen

Nach Italien ist Spanien das von der Corona-Pandemie am schwersten betroffene Land Europas. Jeden Tag sterben Hunderte, die Zahl der Kranken steigt unaufhörlich. Die Zahl 14 weckt aber etwas Zuversicht. » mehr

Neues Krankenhaus in Betrieb

04.02.2020

Coronavirus: China räumt «Unzulänglichkeiten» ein

Wieder erreicht die Zahl neuer Erkrankungen und Todesfälle durch die Lungenkrankheit einen Rekordwert. Die chinesische Führung sieht in der Epidemie einen «wichtigen Test» - und gesteht Defizite ein. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Motorradunfall Linden

Motorradunfall Linden | 10.07.2020 Linden
» 7 Bilder ansehen

Verkehrsunfall Oberhof Oberhof

Unfall Oberhof | Oberhof
» 6 Bilder ansehen

Verkehrsunfall Hildburghausen Hildburghausen

Verkehrsunfall Hildburghausen | 07.07.2020 Hildburghausen
» 11 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 03. 2020
18:56 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.