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Brennpunkte

Unwetter ziehen über Teile Deutschlands

Erst lange gar kein Regen, dann plötzlich ganz viel: Gewitter bringen in kürzester Zeit viel Wasser - und den Flugverkehr auf dem Frankfurter Airport durcheinander. Auch in anderen Teilen Deutschlands sorgen Unwetter für Probleme.



Starkregen im Rheintal
Ein Feuerwehrmann ist nach dem Starkregen im Rheintal im Einsatz.   Foto: Thomas Frey

Heftige Gewitter mit Starkregen haben die Reisepläne von Passagieren an Deutschlands größtem Passagierflughafen durcheinander gebracht.

Der Frankfurter Flughafen stellte vorübergehend die Abfertigung ein. Im Norden und in der Mitte Hessens standen zahlreiche Keller unter Wasser. Bis zum Abend rechnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit weiteren kräftigen Niederschlägen. «Da kommt noch mehr», sagte Sprecher Andreas Friedrich. Für Teile von Mittel- und Nordhessen bestanden Warnhinweise vor extremen Unwettern.

Etwa eine Stunde lang wurden an dem großen Luftfahrtdrehkreuz keine Passagiere und Maschinen mehr abgefertigt. Nach Auskunft des Betreibers Fraport wurden mehrere Flüge annulliert. Das geschehe routinemäßig aus Sicherheitsgründen, wenn vor Blitz und Donner im Umkreis von acht Kilometern gewarnt werde, sagte ein Sprecher. Ein Aufenthalt im Freien auf dem Flugfeld sei dann verboten.

An Deutschlands größtem Airport sollten am Freitag rund 230.000 Passagieren ankommen oder wegfliegen. Von insgesamt 1560 Starts und Landungen wurden bis zum Nachmittag 100 gestrichen. Die Gewitter tobten seit Freitagmittag knapp zwei Stunden lang über Hessen. In der Region um Gießen sowie um den Edersee fielen nach DWD-Angaben innerhalb kurzer Zeit bis zu 80 Liter Wasser pro Quadratmeter.

Im benachbarten Rheinland-Pfalz gab es erneut Unwetter mit starken Regenfällen. In Trier war die Feuerwehr am Donnerstagabend zu mehr als 200 Einsätzen ausgerückt. Vor ähnliche Herausforderungen waren auch die Einsatzkräfte in Mecklenburg-Vorpommerns Hauptstadt Schwerin gestellt. Ein Platzregen führte dazu, dass im gesamten Stadtgebiet Keller vollliefen. Zeitweise sei die Feuerwehr an 60 Einsatzorten zugleich gewesen.

In Teilen Baden-Württembergs brachten Gewitter den Bahnverkehr durcheinander und richteten Schäden an. Ein Blitzschlag bremste die Deutsche Bahn am Freitagmorgen auf der zentralen Rheintalstrecke zwischen Offenburg und Karlsruhe aus.

Auch in der Hauptstadt wirkte sich die Witterung auf den Flugverkehr aus: Acht innerdeutsche Flüge wurden gestrichen. Es handele sich um Flüge nach Frankfurt am Main und München, sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg. Je nach Wetterlage könnte es im Laufe des Abends zu weiteren Streichungen kommen, hieß es. Von Berlins zweitem Flughafen Schönefeld im Südosten der Stadt lagen zunächst keine Meldungen über gestrichene Flüge vor.

Nach Angaben der DWD-Meteorologen legt der Sommer auch am Wochenende vorerst noch eine Pause ein. Die Temperaturen werden demnach nur mäßig warm. Die Unwettergefahr gehe im Vergleich zu Freitag aber deutlich zurück.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
12. 07. 2019
19:25 Uhr

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