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Umfrage: Viele Bürger in Corona-Krise besorgt bei Geldfragen

Das Coronavirus und die massiven Beschränkungen fürs Alltagsleben haben viel Verunsicherung ausgelöst. Das zeigt sich auch in Verbraucherbelangen, wenn es etwa um Preise und Ansprüche geht.



Berlin - Angesichts der Corona-Krise machen sich laut einer Umfrage viele Bürger Gedanken wegen möglicher finanzieller Nachteile. Wucherpreise für vielleicht einmal knappe Waren wie Hygieneartikel besorgen 38 Prozent sehr oder eher stark, wie die Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) ergab. Ein Drittel (33 Prozent) befürchtet stark, dass die private Altersvorsorge an Wert verliert. Die größte Unsicherheit gibt es darüber, wegen fehlender Klinik- oder Arztkapazitäten nicht ausreichend behandelt werden zu können. Dies besorgt 43 Prozent der Befragten stark.

Die Mehrzahl der Verbraucher scheine noch nicht übermäßig beunruhigt zu sein, sagte vzbv-Chef Klaus Müller der Deutschen Presse-Agentur. «Das ist gut, darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass gerade gesundheitliche und finanzielle Sorgen viele Menschen umtreiben.» In der Krise dürften Verbraucherrechte nicht aufgeweicht werden. Wie für Unternehmen brauche es für Verbraucher Angebote, um finanziell über die Runden zu kommen. Dabei mache die Politik gerade vieles richtig, müsse Sorgen der Verbraucher aber ernstnehmen. «Ideen wie Zwangsgutscheine bei abgesagten Reisen gehen in die falsche Richtung», betonte Müller.

Dass sie Geld für ausfallende Reisen, Veranstaltungen oder Kurse nicht wiederbekommen, besorgt laut der Umfrage 26 Prozent der Befragten stark. Rechnungen, Miete oder Kreditraten nicht mehr bezahlen zu können, treibt 23 Prozent stark um. Starke Sorgen, dass es nicht ausreichend Lebensmittel geben könnte, haben demnach 13 Prozent. Für die Umfrage befragte das Institut Kantar Emnid vom 31. März bis zum 1. April 1006 Menschen ab 14 Jahren.

Die Verbraucherzentralen berichteten auch von einer ersten Durchsicht von Rückmeldungen auf einem Beschwerde-Portal zur Corona-Krise. Ein großes Ärgernis sind demnach überteuerte Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel, teils kam bestellte Ware gar nicht an. Auch Gutscheine und Stornierungen bei Reisen liefen eher schwerfällig an.

 

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Veröffentlicht am:
06. 04. 2020
08:17 Uhr

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06. 04. 2020
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