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USA und Nordkorea sehen Fortschritte in Atomkonflikt

Ein zweites Gipfeltreffen zwischen Nordkoreas Machthaber und US-Präsident Trump scheint näher zu rücken. US-Außenminister Pompeo ist zufrieden mit seinen Gesprächen mit Kim. Nur Chinas Führung bereitet ihm am Ende seiner Ostasien-Reise einen kühlen Empfang.



Pompeo besucht Nordkorea
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und US-Außenminister Mike Pompeo (r) während eines Treffens in Pjöngjang.   Foto: KCNA

In das Tauziehen um die atomare Abrüstung Nordkoreas kommt Bewegung. Nach seinen Gesprächen mit Machthaber Kim Jong Un am Vortag in Pjöngjang sprach US-Außenminister Mike Pompeo am Montag von «bedeutsamen Fortschritten».

Beide Seiten seien einem zweiten Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Kim «ziemlich nahe». Nordkoreas Machthaber selbst zeigte sich überzeugt, dass «früher oder später» ein «gutes Programm» für das Treffen vorliegen werde, wie die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA zitierte.

«Beide Führer glauben, dass wirklicher Fortschritt, bedeutender Fortschritt bei dem nächsten Gipfel gemacht werden kann», sagte Pompeo vor mitreisenden Journalisten. «Wir sind noch nicht ganz da, aber wir werden dorthin gelangen.» Termin und Ort wurden noch nicht genannt. Details sollen Regierungsbeamte aushandeln.

Auf der letzten Station seiner Ostasienreise in Peking, wo Pompeo die chinesische Führung am Montag unterrichte, wurde dem US-Außenminister allerdings ein frostiger Empfang bereitet. Vor dem Hintergrund des Handelskrieges, der Differenzen über Taiwan und Vorwürfen der Einmischung in den USA warnte sein Amtskollege Wang Yi die USA vor «einem falschen Ansatz des Konflikts und der Konfrontation». «Wir fordern von den USA, die ungerechtfertigten Anschuldigungen und das Fehlverhalten gegenüber China sofort einzustellen», sagte Wang Yi.

Die Beziehungen steckten in einer kritischen Phase. Der Handelskrieg könne die Probleme zwischen beiden Seiten nicht lösen, doch sei China zu Verhandlungen bereit, wenn sie ernsthaft und gleichberechtigt geführt würden, sagte Wang Yi laut Staatsfernsehen. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping, der wichtige Gäste häufig persönlich empfängt, vermied diesmal ein Treffen mit Pompeo.

So überschatteten die Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften die Visite von Pompeo, dessen Bemühungen mit Nordkorea aber durchaus im Sinne Pekings sind. Chinas Außenminister hob auch darauf ab, dass beide Vetomächte im UN-Sicherheitsrat in dem Atomkonflikt mit Nordkorea ihre Kommunikation verstärken sollten.

«Die USA sollten den vernünftigen Forderungen Nordkoreas nach Sicherheit und Entwicklung Aufmerksamkeit schenken und eine positive Antwort geben», sagte Wang Yi weiter. China unterstütze den direkten Dialog zwischen den USA und Nordkorea und sei bereit, «seine einzigartige und wichtige Rolle zu spielen».

Vielfältige Besuchsdiplomatie soll die atomare Abrüstung nach Angaben des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In in den nächsten Monaten voranbringen. So rechnet Moon damit, dass Chinas Präsident Xi Jinping bald nach Nordkorea reisen wird, was Peking aber nicht bestätigte. Ferner werde Kim in Russland erwartet, sagte Moon weiter. Es gebe des Weiteren die Möglichkeit eines Gipfels zwischen Nordkorea und Japan. Seine überraschenden Äußerungen auf einer Kabinettssitzung folgten auf sein Treffen mit Pompeo nach dessen Gesprächen in Pjöngjang.

In einem Entgegenkommen lud Nordkoreas Machthaber dabei ausländische Inspekteure zum Atomtestgelände Punggye-Ri ein, um zu überprüfen, dass das Gelände im Mai wirklich «unumkehrbar unbrauchbar» gemacht worden ist. Dafür müsse noch die Logistik ausgearbeitet werden, sagte Pompeo. Kim habe auch Inspekteure zur Demontage seiner wichtigsten Raketentestanlage eingeladen. Für eine Visite von Experten in seinem Atomkomplex Yongbyon fordert Kim allerdings ein nicht näher beschriebenes Entgegenkommen der USA, wie Pompeo bestätigte.

Südkoreas Außenministerin Kang Kyung Wha äußerte sich positiv über Pompeos Gespräche in Pjöngjang: «Es sieht so aus, als wenn sie gute Ergebnisse gebracht haben.» Auf eine Frage, ob ein zweiter Gipfel vor der wichtigen Kongresswahl in den USA Anfang November stattfinden könne, sagte die Ministerin nur, alle Möglichkeiten seien offen.

Bei seinem historischen Gipfel im Juni mit Trump in Singapur hatte Kim seinen Willen zur atomaren Abrüstung bekräftigt. Er hat bisher aber keine konkreten Zusagen gemacht, wie und bis wann abgerüstet werden soll. Auch ist noch unklar, wie die Gegenleistungen der USA aussehen. Trump hatte Sicherheiten in Aussicht gestellt.

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dpa

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Veröffentlicht am:
08. 10. 2018
15:39 Uhr

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08. 10. 2018
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