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US-Behörden warnen vor schweren Schäden durch Erderwärmung

Die USA bekommen die Auswirkungen des Klimawandels schon heute schmerzhaft zu spüren - durch verheerende Naturkatastrophen. Experten mehrerer Bundesbehörden beschreiben nun detailliert, was dem Land in Zukunft droht. Wird das den Präsidenten zum Umdenken bringen?



Waldbrände in Kalifornien
Die Luftaufnahme zeigt die verbrannten Überreste von Wohnhäusern in einem Wohnviertel der Stadt Paradise. Auch die verheerenden Großbrände in Kalifornien werden von Wissenschaftlern dem Klimawandel zugeschrieben.   Foto: Noah Berger/AP

Gesundheitsgefahren, zerstörte Straßen und Stromleitungen, Umweltschäden und wirtschaftliche Einbußen: Mehrere US-Bundesbehörden warnen in einem neuem Bericht eindringlich vor erheblichen negativen Folgen des Klimawandels für die USA.

In dem Report mahnen die Fachleute, ohne erhebliche Anstrengungen werde der Klimawandel zunehmende Schäden an Infrastruktur und Eigentum in den USA anrichten und das Wirtschaftswachstum des Landes in den nächsten Jahrzehnten hemmen. Hinzu kämen deutliche Beeinträchtigungen für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen.

Die Experten warnen unter anderem, steigende Temperaturen, extreme Hitze, Dürren, Brände und Unwetter machten der Landwirtschaft zunehmend zu schaffen. Auch die Wirtschaftszweige Fischerei oder Tourismus seien besonders empfindlich für die Auswirkungen des Klimawandels. Der Handel werde ebenfalls beeinträchtigt.

Der Klimawandel bedrohe auch die Gesundheit und das Wohlergehen der Amerikaner - etwa durch extreme Wetterbedingungen, Veränderungen der Luftqualität oder die Verbreitung neuer Krankheiten. Die Infrastruktur werde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen: Das gelte etwa für Straßen, Brücken, aber auch die Energieversorgung. Zunehmende Störungen seien hier zu erwarten, es drohten auch vermehrte Stromausfälle. Die Infrastruktur in Küstenregionen etwa sei durch zunehmende Überflutungen bedroht.

Der Bericht dekliniert ausführlich und konkret die Auswirkungen für viele gesellschaftliche Bereiche in den USA durch und kommt zu alarmierenden Schlussfolgerungen. Die gesellschaftlichen Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel hätten in den vergangenen fünf Jahren zwar zugenommen, aber nicht in ausreichendem Maße, um schwere Schäden für Wirtschaft, Umwelt und Gesundheit der Menschen in den kommenden Jahrzehnten abzuwenden.

Die USA hatten erst in den vergangenen Wochen und Monaten mit verheerenden Naturkatastrophen zu kämpfen. Im September und Oktober hatten der Tropensturm «Florence» und der Hurrikan «Michael» an der Südostküste der USA schwere Überflutungen und Verwüstung verursacht und zahlreiche Menschenleben gekostet. Im November wüteten schwere Waldbrände in Kalifornien an der Westküste der USA. Allein das sogenannte «Camp»-Feuer in Nordkalifornien zerstörte mehr als 13.000 Häuser, mindestens 84 Menschen starben. Es war das schlimmste Feuer in dem US-Bundesstaat seit Beginn der Aufzeichnungen.

Das «Camp»-Feuer war am Freitagabend (Ortszeit) fast vollständig eingedämmt, auch die Feuer in Südkalifornien sind inzwischen gelöscht. Wissenschaftler warnen aber vor einer Zunahme schwerer Naturkatastrophen im Land. Sie machen den Klimawandel dafür verantwortlich.

US-Präsident Donald Trump widerspricht hier regelmäßig. Mit Blick auf die Brände in Kalifornien hatte er etwa gesagt, Ursache sei hier allein ein falsches Forstmanagement.

Trump hatte lange über die Experten-Warnungen vor dem Klimawandel gespottet. Er verkündete auch den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen - was international Empörung und Sorge auslöste. Vor Wochen sagte der Präsident zwar überraschend in einem Interview, er bestreite den Klimawandel nicht. Er zweifle aber daran, dass menschliches Handeln dafür verantwortlich sei. Erst am Mittwoch schrieb Trump auf Twitter angesichts besonders kalter Temperaturen am US-Feiertag Thanksgiving: «Was bitte ist mit der globalen Erderwärmung passiert?» Kritiker warfen der Trump-Administration vor, sie hätten den Report gezielt an einem Brückentag nach Thanksgiving veröffentlicht, um die Aufmerksamkeit für die bedrohlichen Botschaften der Experten möglichst gering zu halten.

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dpa

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Veröffentlicht am:
24. 11. 2018
22:13 Uhr

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24. 11. 2018
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