Lade Login-Box.
Topthemen: Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

Brennpunkte

UN-Menschenrechtler befürchtet Gefahr für Assanges Rechte

Der UN-Sonderberichterstatter zum Thema Folter hat Ecuador aufgefordert, Wikileaks-Gründer Julian Assange nicht zum Verlassen seiner Botschaft in London zu zwingen.



Polizisten
Polizisten stehen vor der Botschaft Ecuadors in London. Sollte Assange die Botschaft verlassen müssen, droht ihm die sofortige Festnahme.   Foto: Alastair Grant/AP » zu den Bildern

Im Fall einer Ausweisung aus der ecuadorianischen Botschaft sei es wahrscheinlich, dass Assange von den britischen Behörden festgenommen und an die USA ausgeliefert würde, teilte Nils Melzer am Freitag in Genf mit. Dies könne ihn «einem echten Risiko schwerwiegender Verletzungen seiner Menschenrechte aussetzen, einschließlich seiner Redefreiheit, seines Rechts auf einen fairen Prozess und des Verbots grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Bestrafung».

Nach Angaben von Wikileaks könnte Assange, der seit fast sieben Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London festsitzt, schon sehr bald sein Asyl verlieren. Die Enthüllungsplattform hatte in der Nacht zum Freitag via Twitter unter Berufung auf «eine hochrangige Quelle innerhalb des ecuadorianischen Staates» mitgeteilt, Assange werde «binnen Stunden oder Tagen» der Botschaft in London verwiesen. In dem Fall droht dem 47-Jährigen die sofortige Festnahme.

Der gebürtige Australier lebt dort auf der Flucht vor der Justiz seit Juni 2012 im selbstgewählten Exil. Er befürchtet eine Strafverfolgung in den USA. Dort droht ihm wegen der Veröffentlichung brisanter Dokumente zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak ein Verfahren und womöglich lebenslange Haft.

Melzer forderte, Ecuador solle Assanges Asyl nicht aufheben, bis der volle Schutz seiner Menschenrechte garantiert werden könne. Für den Fall, dass Assange in die Hände der britischen Behörden kommt, rief der UN-Sonderberichterstatter die Londoner Regierung auf, Assange nicht an die USA auszuliefern. Nach Informationen, die er erhalten habe, verschlechtere sich Assanges Gesundheit.

Der UN-Sonderberichterstatter zum Recht auf Privatsphäre, Joe Cannataci, will Assange am 25. April treffen. Er habe zuvor Zusicherungen von der ecuadorianischen Regierung erhalten, dass sie seinen Besuch in der Botschaft des Landes in London ermöglichen werde, hieß es in einer Mitteilung.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
05. 04. 2019
22:36 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Asyl Barack Obama Britische Regierungen Ecuadorianische Regierungen Ecuadorianisches Außenministerium Festnahmen Folter Gefahren Julian Assange Rechte Regierungen und Regierungseinrichtungen Twitter WikiLeaks Wladimir I. Lenin Öffentliche Behörden
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Julian Assange

11.04.2019

Wikileaks-Gründer Assange in London festgenommen

Fast sieben Jahre lebte Julian Assange in der Botschaft Ecuadors in London, um seiner Festnahme zu entgehen. Nun hat das Land ihn vor die Tür gesetzt - und die britische Polizei schlug umgehend zu. Die USA wollen seine A... » mehr

Julian Assange

01.05.2019

Wikileaks-Gründer Assange zu 50 Wochen Gefängnis verurteilt

Seit 2012 hatte sich Assange seiner Verhaftung in London durch Flucht in die Botschaft Ecuadors entzogen. Nun bekommt er dafür ein knappes Jahr Haft aufgebrummt, nachdem ihn die Botschaft im April vor die Tür gesetzt hat... » mehr

Festnahme

12.04.2019

Assange-Unterstützer wollen Auslieferung an USA verhindern

Julian Assange sitzt vorerst in London im Gefängnis. Erst Anfang Mai soll sich ein Gericht mit seiner möglichen Auslieferung an die USA befassen. Die Anhänger des Wikileaks-Gründers machen bereits mobil. » mehr

Chelsea Manning

17.05.2019

Chelsea Manning wieder hinter Gittern

Die frühere Wikileaks-Informantin Chelsea Manning sitzt wieder hinter Gittern. Sie sei am Donnerstag (Ortszeit) nach einer verweigerten Aussage in einer Anhörung zu Wikileaks wegen Missachtung des Gerichts erneut in Beug... » mehr

Chelsea Manning

10.05.2019

Chelsea Manning aus Beugehaft entlassen

62 Tage war Chelsea Manning wegen Missachtung des Gerichts inhaftiert, die Whistleblowerin wollte Geschworenen keine Fragen zu Wikileaks beantworten. Nun ist sie wieder frei - womöglich aber nur eine Woche lang. » mehr

Michael Cohen

27.02.2019

Trumps Ex-Anwalt packt aus: Cohen erhebt schwere Vorwürfe

Der frühere Anwalt des US-Präsidenten hat mit seinem früheren Boss gebrochen. Nun rechnet Michael Cohen öffentlich mit Trump ab: Vor dem Kongress zeichnet er ein desaströses Bild des mächtigsten Mannes der Welt - und erh... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Frühschoppen mit Versteigerung Sachsenbrunn

Frühschoppen mit Versteigerung | 18.08.2019 Sachsenbrunn
» 35 Bilder ansehen

Unwetter Schleusingerneundorf Schleusingen

Unwetter Schleusingen | 18.08.2019 Schleusingen
» 8 Bilder ansehen

Neptun-Taufe Ratscher Ratscher

Neptun-Taufe Ratscher | 17.08.2019 Ratscher
» 9 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
05. 04. 2019
22:36 Uhr



^