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UN-Generalsekretär fordert «Plan wie zu Kriegszeiten»

UN-Generalsekretär António Guterres hat von den G20-Ländern in der Corona-Krise Zugeständnisse an die Entwicklungsländer und einen gewaltigen internationalen Konjunkturplan gefordert.



Soldaten in Mailand
Soldaten der italienischen Armee am Hauptbahnhof von Mailand.   Foto: Claudio Furlan/LaPresse/AP/dpa

Ein «Plan wie zu Kriegszeiten» müsse den Volkswirtschaften «massive Ressourcen zuführen und einen zweistelligen Prozentsatz des Bruttoweltprodukts erreichen», schrieb Guterres in einem Brief vom Montag, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Bei dem vom UN-Chef angedachten Volumen würde es sich um mehrere Billionen Dollar handeln.

«Wir müssen die Voraussetzungen schaffen und die Ressourcen mobilisieren, die erforderlich sind, um sicherzustellen, dass die Entwicklungsländer die gleichen Chancen haben, auf diese Krise in ihren Gesellschaften und Volkswirtschaften zu reagieren. Alles andere als diese Verpflichtung würde zu einer Pandemie von apokalyptischen Ausmaßen führen, die uns alle betrifft», schrieb Guterres weiter. Wenn sich das Virus wie ein Lauffeuer auf der ganzen Welt ausbreite, würde seine Ausrottung immer schwerer.

In dem Paket müsse die Umschuldung der ärmeren Länder Vorrang haben, auf die Zahlung von Zinsen sollten die Industrienationen 2020 verzichten. Auch Zölle für medizinische und ähnliche Produkte müssten abgeschafft und der grenzübergreifende Handel in diesem Bereich neu geordnet werden. Auch brauche es Sozialschutz für Arbeiter, Steuervergünstigungen und Zugang zu Krediten.

Guterres hatte die führenden Staaten in den vergangenen Tagen bereits zu einem gemeinsamen Vorgehen aufgefordert. Man müsse wegkommen von nationalen Strategien und hin zu einer globalen, koordinierten Antwort, um auch die schwächeren Länder bei der Bekämpfung des Coronavirus zu unterstützen. Ansonsten könnten Millionen Menschen sterben. Eine globale Rezession sei «nahezu sicher». Ein virtuelles Treffen der Anführer der G20-Staaten soll in den kommenden Wochen stattfinden.

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dpa

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Veröffentlicht am:
24. 03. 2020
20:20 Uhr

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24. 03. 2020
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