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Trump lässt sich feiern: «Ich bin Präsident und sie nicht»

Nach den überstandenen Russland-Ermittlungen bläst Donald Trump zur Attacke auf die Demokraten. Bei einer Veranstaltung in Michigan gibt der US-Präsident einen ersten Vorgeschmack auf das, was im nächsten Wahlkampf droht: Eine Schlammschlacht aus Lügen und Hetze.



Donald Trump
US-Präsident in alter Form: Nach der überstandenen Russland-Untersuchung lässt sich Donald Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung in Grand Rapids feiern.   Foto: Paul Sancya/AP

US-Präsident Donald Trump hat sich nach der glimpflich überstandenen Russland-Untersuchung von seinen Anhängern feiern lassen.

Bei einem Auftritt im US-Bundesstaat Michigan verurteilte er erneut die von Sonderermittler Robert Mueller geführten Untersuchungen und nannte ihre Aufnahme, für die er die Demokraten verantwortlich macht, einmalig in der US-Geschichte. «Sie haben mich ausspioniert, sie haben unseren Wahlkampf ausspioniert», sagte Trump vor Tausenden Anhängern.

Die Untersuchung Muellers sollte klären, inwieweit sich Russland in den Wahlkampf 2016 eingemischt hat und ob das Trump-Lager gemeinsame Sache mit Russland machte. Dafür fand Mueller nach fast zwei Jahren keine ausreichenden Beweise, wie Justizminister William Barr befand. Die Untersuchungen hatten Trump in seinem politischen Wirken erheblich gehemmt.

«Sorry, aber sie müssen verantwortlich gemacht werden», sagte Trump nun über jene, denen er die Schuld am Aufbringen der Vorwürfe gibt. «Ich habe eine bessere Bildung als sie, ich bin klüger als sie, ich ging zu den besten Schulen, sie nicht. Viel schöneres Haus, viel schönere Wohnung, alles viel schöner. Und ich bin Präsident und sie nicht.» Mehr denn je sei es nötig, sein Wahlkampfmotto von 2016 umzusetzen: den Sumpf von Washington trocken zu legen.

Der Ort für die Siegesfeier war bewusst gewählt. Michigan war einer der Staaten, die Trump 2016 zwar knapp, aber völlig überraschend gewonnen hatte und die ihm den Sieg über Hillary Clinton sicherten - auch dank eines Last-Minute-Auftritts in Grand Rapids. Für eine Wiederholung seines Wahlsieges im nächsten Jahr muss er vermutlich den eigentlich mehrheitlich demokratisch wählenden Staat erneut gewinnen. Trump kam 2016 vor allem bei den enttäuschten Arbeitern aus der Autoindustrie rund um die Großstadt Detroit gut an.

Der Republikaner kündigte nun erhebliche Investitionen internationaler und US-amerikanischer Autokonzerne in Michigan an. In den vergangenen Jahren seien allein in Michigan 6000 Jobs in der Autoindustrie hinzugekommen, 55.000 landesweit.

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dpa

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Veröffentlicht am:
29. 03. 2019
12:33 Uhr

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29. 03. 2019
12:33 Uhr



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