Topthemen: Der NSU-ProzessMobilität und EnergieGebietsreformFußball-Tabellen

Brennpunkte

Tödliche Schüsse auf Intensivtäter - Rache oder Rivalität?

Ermittler in Berlin haben kriminelle Teile arabischer Großfamilien zuletzt stark unter Druck gesetzt. Wohnungen wurden durchsucht, Immobilien und Waffen beschlagnahmt, Haftbefehle vollstreckt. Nun muss die Polizei den gewaltsamen Tod eines Kriminellen aufklären.



Benjamin Franklin Klinikum
Zahlreiche Menschen haben sich vor dem Benjamin Franklin Klinikum versammelt.   Foto: Paul Zinken » zu den Bildern

Nach den tödlichen Schüssen auf einen Intensivtäter aus einer arabischstämmigen Großfamilie will die Berliner Polizei Racheakte verhindern.

Man habe «exzellente Szenekenntnisse», doch Gewaltexzesse ließen sich nicht immer verhindern, sagte der Leiter der Abteilung Organisierte Kriminalität im Landeskriminalamt, Sebastian Laudan, am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses.

In dem konkreten Fall stünden die Ermittlungen erst am Anfang. «Wir müssen Licht ins Dunkel bringen.» Das Tatmotiv war noch unklar - zu hören waren aber Spekulationen über Rivalitäten konkurrierender Familien und persönliche Rache.

Nidal R. war am Sonntag gegen 17.40 Uhr im Berliner Stadtteil Neukölln niedergeschossen worden, wo er mit seiner Familie unterwegs war. Anschließend flüchteten laut Polizei mehrere Menschen mit einem Auto vom Tatort. Zeugen alarmierten Polizei und Rettungskräfte. Der Angeschossene wurde am Tatort reanimiert und in ein Krankenhaus gebracht, wo er seinen schweren Verletzungen erlag.

Von der Polizei hieß es zur Identität des Opfers nur, der Mann sei im Libanon geboren. Vor dem Krankenhaus, in das der angeschossenen Mann gebracht worden war, hatte sich am Sonntagabend eine aufgebrachte Menge versammelt. Mit einem Großaufgebot bewachte die Polizei das Gebäude.

Nidal R. soll bereits im Alter von zehn Jahren erste Straftaten verübt haben, war damals aber noch strafunmündig. Seit seinem 15. Lebensjahr stand er immer wieder vor Gericht. Anklagen lauteten auf Körperverletzung, Raub, Bedrohung, Nötigung, Drogendelikte sowie Fahren ohne Führerschein, Gefährdung des Straßenverkehrs und Unfallflucht. Eine Abschiebung in den Libanon scheiterte 2004 wegen ungeklärter Staatsbürgerschaft.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
10. 09. 2018
17:57 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Araber Haftbefehle Polizei Racheakte Schüsse Twitter Tödliche Schüsse Verbrechen und Kriminalität Verbrecher und Kriminelle
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Augenzeuginnen

08.11.2018

Polizei: Schütze von Thousand Oaks war Ex-Marinesoldat

Sie wollen feiern und tanzen. Doch plötzlich schießt ein Mann in einer Bar in Kalifornien auf College-Studenten. Es gibt viele Tote. Augenzeugen schildern dramatische Szenen. » mehr

Oberbürgermeister Daniel Rapp

29.09.2018

Mutmaßlicher Angreifer von Ravensburg kommt in Psychiatrie

Ein 21-Jähriger sticht auf Passanten ein - mitten am Tag, mitten in einem Stadtzentrum. Er verletzt drei Menschen schwer. Nun werden die Hintergründe bekannt, die mit einer Erkrankung zu tun haben. » mehr

Einsatz

20.09.2018

Vier Tote nach Schüssen im US-Bundesstaat Maryland

Eine Frau hat im US-Bundesstaat Maryland das Feuer eröffnet und drei Menschen getötet. Die 26 Jahre alte mutmaßliche Täterin fügte sich anschließend selbst eine Schusswunde zu und starb später im Krankenhaus. » mehr

Schüsse in Yoga-Studio

03.11.2018

Schüssen in Yoga-Studio und Club: Tote und Verletzte in USA

Ein Mann erschießt in einem Yoga-Studio in Florida zwei Frauen, bevor er sich selbst tötet. In einem Nachtclub im Bundesstaat New York werden mehrere Menschen von Schüssen verletzt. » mehr

Oberbürgermeister Martin Horn

31.10.2018

Freiburgs OB deaktiviert Twitter-Account wegen Morddrohungen

Der Oberbürgermeister von Freiburg bekommt Morddrohungen, nachdem er im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung vor einer Pauschalverurteilung von Flüchtlingen gewarnt hat. Die Opposition im Stuttgarter L... » mehr

Spurensicherung

28.09.2018

Messerattacke mitten in Ravensburg - mehrere Schwerverletzte

Mitten am Tag auf einem öffentlichen Platz greift plötzlich ein Mann mit einem Messer an. Am Ende sind drei Menschen schwer verletzt, einer lebensgefährlich. Der Oberbürgermeister persönlich stellt den Angreifer. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Kita Sachsenbrunn Sachsenbrunn

Bewegungsfreundliche Kita | 14.11.2018 Sachsenbrunn
» 25 Bilder ansehen

US-Airforce in Erfurt gelandet Erfurt

Airforce-Flieger landet in Erfurt | 13.11.2018 Erfurt
» 8 Bilder ansehen

Konzert Julia Engelmann in Erfurt Erfurt

Julia Engelmann in Erfurt | 12.11.2018 Erfurt
» 16 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
10. 09. 2018
17:57 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".