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Soros-Stiftung sieht wachsende Gefahr durch Hass und Hetze

Vor allem unter Rechtspopulisten hat sich der in Ungarn geborene Holocaust-Überlebende und Milliardär George Soros viele Feinde gemacht. Nun warnt die Stiftung des Philantropen vor einer bedrohlichen Entwicklung in vielen Ländern.



George Soros
Der 1930 in Ungarn geborene Holocaust-Überlebende Soros ist Gründer und Vorsitzender der Stiftungsgruppe Open Society Funds.   Foto: Francois Mori/AP

Flammender Appell gegen Hass und Hetze im öffentlichen Raum: Die zur Zielscheibe von Rechtspopulisten und Nationalisten aus aller Welt gewordene Stiftung des Milliardärs George Soros hat in einem Brandbrief vor einer folgenschweren Verrohung der Sitten gewarnt.

«Die Politik des Hasses, die heute unseren Diskurs in den USA und in so vielen Ländern der Welt prägt, fördert Extremismus und Gewalt», heißt es in einer am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Stellungnahme der Open Society Foundation. «In diesem Klima der Angst, der Lügen und des zunehmenden Autoritarismus kann schon der bloße Ausdruck eigener Ansichten zu Todesdrohungen führen.»

Am US-Wohnsitz des Philantropen Soros war am Montag eine Briefbombe entdeckt worden. Nach Polizeiangaben fand ein Angestellter den Sprengsatz im Briefkasten von Soros' Anwesen in Bedford nördlich von New York. Soros war nicht zuhause. Medienberichten zufolge ließen Sprengstoffexperten den verdächtigen Gegenstand explodieren. Inzwischen ermittelt die Anti-Terror-Abteilung des FBI.

Der 1930 in Ungarn geborene Holocaust-Überlebende Soros hat sich durch seinen Einsatz für Menschenrechte und als links verortete Gesellschaftsideale weltweit Feinde gemacht. In Ungarn ist er seit längerem Ziel scharfer Angriffe der rechts-konservativen Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban. Dieser beschuldigt ihn unter anderem, die «Masseneinwanderung» von Muslimen nach Europa zu organisieren. Soros' Stiftung zog deshalb Anfang Oktober von Ungarn nach Berlin um.

In den USA unterstützt Soros seit Jahren die Demokraten und spendete unter anderem für die Präsidentschaftswahlkämpfe von Barack Obama und Hillary Clinton. US-Präsident Donald Trump und andere Republikaner äußerten sich mehrfach abfällig über sein Wirken.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
24. 10. 2018
08:51 Uhr

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24. 10. 2018
08:51 Uhr



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