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«Sea-Watch» in Hafen von Catania eingelaufen

Die Migranten an Bord des Rettungsschiffs der deutschen Hilfsorganisation «Sea-Watch» dürfen nach fast zwei Wochen aussteigen. Ein Grund zum Feiern für die EU ist es nicht.



Vor Küste von Sizilien
Ein Schiff der italienischen Küstenwache nähert sich dem Rettungsschiff «Sea Watch 3» vor der Küste Siziliens.   Foto: Salvatore Cavalli/AP

Das Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch hat nach einer fast zwei Wochen langen Blockade im Hafen von Catania angelegt.

Die «Sea-Watch 3» lief am Donnerstag in der sizilianischen Stadt ein, nachdem Italien sich mit anderen EU-Staaten auf die Verteilung der 47 Migranten an Bord geeinigt hatte. Auch Deutschland übernimmt einen Teil der Geflüchteten.

In Catania befürchtet die Berliner Hilfsorganisation allerdings juristische Probleme. «Die #SeaWatch 3 wurde nach Catania beordert. Weg von einem sicheren Hafen, in eine Stadt, deren Staatsanwalt bekannt für seine Agenda gegen NGOs ist», twitterte Sea-Watch. «Wenn das kein politischer Schachzug ist, wissen wir auch nicht. Wir hoffen das Beste und bereiten uns aufs Schlimmste vor.»

Staatsanwalt Carmelo Zuccaro aus Catania hatte mehrmals gegen NGOs ermittelt. So hatte er zum Beispiel vorübergehend ein Schiff der spanischen NGO Open Arms beschlagnahmen lassen. Auch hatte er den Hilfsorganisationen SOS Mediterranee/Ärzte ohne Grenzen vorgeworfen, mit ihrem Schiff «Aquarius» illegal gefährlichen Müll in Italien entsorgt zu haben. Die «Aquarius» stellte danach ihre Mission ein.

Italiens rechter Innenminister Matteo Salvini hat bereits Ermittlungen gegen Sea-Watch gefordert und lässt prüfen, wie «für Italien nicht ungefährliche» Schiffe blockiert werden könnten.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
31. 01. 2019
13:03 Uhr

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31. 01. 2019
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