Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

Brennpunkte

Rund 2000 Teilnehmer an «Bunte Westen»-Demos in Deutschland

In Frankreich haben sich die «Gelbwesten»-Proteste zu einer mächtigen Bewegung entwickelt. Nun macht ein Protestbündnis auch in Deutschland stärker mobil.



Protest in Düsseldorf
Demonstranten in bunten Westen stehen vor dem Düsseldorfer Rathaus.   Foto: David Young » zu den Bildern

Nach dem Vorbild der französischen «Gelbwesten» haben in vielen deutschen Landeshauptstädten die «Bunten Westen» demonstriert. Addiert man die Angaben von Polizei und Beobachtern, versammelten sich am Samstag rund 2000 Menschen bei den Protestkundgebungen.

Die «Aktion #Bunte Westen» fordert bundesweit bessere Arbeitsbedingungen, bessere Bildung und Pflege. Zu den Demonstrationen in 14 Städten unter dem Motto «Wir sind Viele. Wir sind vielfältig. Wir haben die Schnauze voll!» hatte die Sammlungsbewegung «Aufstehen» der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht aufgerufen.

An einer Kundgebung in Berlin beteiligten sich nach Polizeiangaben etwa 500 Menschen. Mehrere Hundert Teilnehmer kamen in Hamburg, Kiel und Schwerin zusammen. In der Innenstadt von Magdeburg zählte die Polizei rund 100 Teilnehmer. Es habe sich um eine friedliche Kundgebung gehandelt, teilte die Polizei mit. Auch in Erfurt trafen sich nach Polizeiangaben rund 100 Menschen zu einer Kundgebung. Menschen mit farbigen Westen seien allerdings nur vereinzelt darunter gewesen, sagte ein Sprecher.

Eine Kundgebung in Mainz erwies sich als Flop. Nur drei Menschen folgten dort dem Aufruf, wie die Polizei mitteilte. «Wahrscheinlich liegen die Prioritäten der Mainzer in Zeiten der Fastnacht anders», sagte eine Sprecherin. Gleichzeitig mit der Kundgebung feierten zehntausend Menschen in Mainz den Start in die Straßenfastnacht.

Die im Sommer 2018 gegründete Bewegung «Aufstehen» hat bundesweit nach eigenen Angaben inzwischen rund 170.000 Mitglieder. Vorbild für die «Aktion #Bunte Westen» ist die «Gelbwesten»-Bewegung in Frankreich, die im November 2018 mit Protesten gegen geplante Benzinpreiserhöhungen begonnen hatte. Inzwischen richtet sie sich aber allgemein gegen die Reformpolitik der Mitte-Regierung von Präsident Emmanuel Macron.

Im Nachbarland demonstrierten am Samstag erneut rund 41.500 Menschen gegen die französische Regierung. Damit sank die Teilnehmerzahl weiter. In Paris verlief der Protest nach Angaben aus Polizeikreisen überwiegend friedlich. 26 Menschen wurden demnach kurzzeitig festgenommen. Vereinzelt setzten die Sicherheitskräfte Tränengas ein. Auch in vielen anderen Städten fanden wieder «Gelbwesten»-Demonstrationen statt, darunter Marseille, Bordeaux und Straßburg. Auch hier blieb es Berichten zufolge weitgehend friedlich, am Nachmittag kam es jedoch mancherorts zu Zusammenstößen mit der Polizei.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
16. 02. 2019
20:01 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bewegungen Bunte Demonstrationen Emmanuel Macron Französische Regierungen Polizei Polizeiangaben Sahra Wagenknecht
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Protest gegen Offensive

15.10.2019

Trump kündigt Sanktionen gegen Türkei an

Die USA können die türkische Wirtschaft stilllegen, wenn sie wollen - das war die Drohung der US-Regierung an die Türkei. Wegen der umstrittenen Militäroffensive in Nordsyrien will sie nun Ernst machen. » mehr

«Gelbwesten» versammeln sich

23.03.2019

Zehntausende bei «Gelbwesten»-Protesten in Frankreich

Erneut haben Anhänger der «Gelbwesten»-Bewegung in Paris und anderen französischen Städten demonstriert. In der Vorwoche war es vor allem in der Hauptstadt zu schweren Ausschreitungen gekommen. » mehr

Mohammed Dschawad Sarif

26.08.2019

Macron will bei G7-Gipfel Iran-Krise entschärfen

Massive Differenzen mit US-Präsident dominieren den G7-Gipfel. Auch wirbelt der Besuch des iranischen Außenministers das Treffen auf. Die Kanzlerin findet jeden Versuch einer Konfliktlösung mit dem Iran gut. » mehr

Donald Trump

24.09.2019

Iran-Krise: Wie Trump die Europäer spaltet

US-Präsident Trump ist seit jeher auf Konfrontationskurs mit dem Iran. Bislang haben die Europäer vereint dagegengehalten. Doch vor der UN-Vollversammlung bröckelt diese Front. » mehr

"Gelbwesten»-Proteste

18.03.2019

Macron-Regierung droht mit Verbot von «Gelbwesten»-Demos

Wieder Verwüstung auf den Champs-Élysées, wieder Krisensitzungen: Der Regierung scheint es nach den jüngsten Krawallen bei den «Gelbwesten»-Demos endgültig zu reichen. Sie beginnt durchzugreifen. » mehr

Demonstranten

22.09.2019

Ausschreitungen und viele Festnahmen bei Protesten in Paris

Demonstrationen halten die französische Hauptstadt in Atem. Am Rande von Klima-Protesten kommt es zu Ausschreitungen. Steht Frankreich ein heißer Herbst bevor? » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Baumesse Suhl

Baumesse Suhl | 19.10.2019 Suhl
» 18 Bilder ansehen

Gegenveranstaltungen Ilmenau Ilmenau

Protest Ilmenau | 20.10.2019 Ilmenau
» 9 Bilder ansehen

Einsatzübung Hildburghausen Hildburghausen

Einsatzübung Helios Hildburghausen | 18.10.2019 Hildburghausen
» 14 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
16. 02. 2019
20:01 Uhr



^