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Rettungsschiff «Ocean Viking» erreicht italienischen Hafen

Glückliches Ende für die Menschen auf der «Ocean Viking»: Der Hafen ist erreicht und ihre Verteilung geregelt. Vor Lampedusa hingegen sterben Migranten bei einem Schiffsunglück.



Seenotrettung im Mittelmeer
Retter von der «Ocean Viking» nähern sich vor Libyen einem Boot in Seenot mit 30 Menschen an Bord.   Foto: Hannah Wallace Bowman/MSF/AP/dpa

Das Schiff «Ocean Viking» ist nach seinem jüngsten Rettungseinsatz im Mittelmeer vor der libyschen Küste in den Hafen der italienischen Stadt Messina eingelaufen. Dieser war ihr zugewiesen worden, wie die Hilfsorganisation SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen mitteilten.

Die 213 Geretteten an Bord sollen nach einem neuen Verfahren verteilt werden. Wie das italienische Innenministerium dazu erläuterte, beantragten Italien, Deutschland, Frankreich und Malta erstmals gemeinsam bei der EU-Kommission, die Umverteilung der Migranten einzuleiten. Diese vier Länder hatten sich bei einem Treffen auf Malta am 23. September auf eine Grundsatzeinigung für die Seenotrettung im zentralen Mittelmeer verständigt. «Dies ist ein wichtiger Schritt mit Blick auf eine solidarische Steuerung der Flüchtlingsströme, die die Mittelmeerroute betreffen», schrieb das italienische Ministerium.

Die «Ocean Viking», die von SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen betrieben wird, hatte bei drei Rettungen zwischen Dienstag und Donnerstag insgesamt 215 Menschen an Bord genommen. Eine mit Zwillingen schwangere Frau und ein Mann wurden bereits mit einem Hubschrauber vom Schiff geholt.

Derzeit ist noch das spanische Rettungsschiff «Open Arms» im Mittelmeer unterwegs. Es hatte am Donnerstag 73 Migranten an Bord genommen. Insgesamt elf Kinder, Kranke und Verletzte durften am Sonntag von Bord. Sie seien mit Booten in die sizilianische Küstenstadt Augusta gebracht worden, teilte die Hilfsorganisation «Open Arms» auf Twitter mit.

Vor der italienischen Insel Lampedusa kenterte am Samstagabend ein mit mehr als 150 Migranten überladenes, zehn Meter langes Boot. Die italienische Küstenwache konnte nach eigenen Angaben 149 Menschen retten, 133 Männer, 13 Frauen und 3 Kinder. Bis zum Nachmittag wurden fünf Frauen tot aufgefunden, drei im Meer und zwei an Land. In ersten Berichten war von sieben Toten die Rede gewesen.

Überlebende des Unglücks hatten am Samstagabend die Zahl der Vermissten mit rund 20 angegeben. Es soll sich bei ihnen um Algerier, Tunesier und Pakistaner handeln. Die zuständige Staatsanwaltschaft im sizilianischen Agrigent habe Ermittlungen wegen Begünstigung der illegalen Einwanderung und vielfacher fahrlässiger Tötung eingeleitet, meldete die Nachrichtenagentur Ansa.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
24. 11. 2019
19:01 Uhr

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24. 11. 2019
19:01 Uhr



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