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Prozess gegen Drogenboss «El Chapo» beginnt mit Jury-Auswahl

Joaquín «El Chapo» Guzmán galt lange als einer der meistgesuchten Verbrecher der Welt. Jetzt wird dem mexikanischen Ex-Drogenboss in New York der Prozess gemacht. Erstmal müssen allerdings zwölf Geschworene gefunden werden - unter höchsten Sicherheitsauflagen.



«El Chapo» Guzman
Joaquin «El Chapo» Guzman wird zu einem Hubschrauber in Handschellen von mexikanischen Marinesoldaten begleitet.   Foto: Eduardo Verdugo/AP

Nach rund zwei Jahren im Hochsicherheitsgefängnis in Manhattan beginnt für den mexikanischen Drogenboss Joaquín «El Chapo» Guzmán der Strafprozess.

Zunächst sollte dabei am Gericht in New York mit der Auswahl der zwölf Geschworenen begonnen werden, die aus Sicherheitsgründen anonym über Guzmáns Schicksal entscheiden sollen. Zu groß sei die von Guzmán ausgehende Gewalt, nachdem er mutmaßlich Hunderte Menschen ermorden, angreifen und entführen ließ, meint Richter Brian Cogan.

Der Auswahlvorgang könnte sich über mehrere Tage hinziehen. Der eigentliche Prozessauftakt mit den Eröffnungsplädoyers ist dann für den kommenden Dienstag (13. November) geplant, das Verfahren dürfte mehrere Monate dauern.

Der 61 Jahre alte «El Chapo» verdiente nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft mit Drogenschmuggel und anderen illegalen Geschäften Milliarden. Rund ein Dutzend Staatsanwälte sitzen in New York an dem Fall, 16 Zeugen haben sie in Stellung gebracht. Guzmán hat mehrere Star-Verteidiger angeheuert.

2017 war «El Chapo» in die USA ausgeliefert worden. Seitdem sitzt er in dem Hochsicherheitsgefängnis in Manhattan, 24 Stunden am Tag in einer 15 Quadratmeter großen, fensterlosen Zelle. Ausnahmen gibt es nur unter der Woche, wenn er täglich eine Stunde ein Laufband und einen Fahrrad-Trainer benutzen darf. Depressionen und Halluzinationen seien die Folge, warnen seine Anwälte. In Mexiko waren Guzmán zuvor mehrere spektakuläre Gefängnisausbrüche gelungen.

Bei einer Verurteilung droht Guzmán eine lebenslange Haftstrafe. Die Todesstrafe ist nach einer Einigung zwischen Mexiko und den USA ausgeschlossen.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
05. 11. 2018
11:45 Uhr

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05. 11. 2018
11:45 Uhr



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