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Passant in Augsburg auf offener Straße getötet

Auf dem Heimweg von einem Weihnachtsmarkt wird ein Mann vor den Augen seiner Frau von jungen Männern tätlich angegriffen und stirbt. Zuvor soll es Streit gegeben haben. Das Opfer war ein Feuerwehrmann.



Trauer
Feuerwehrmänner trauern in Augsburg um ihren toten Kollegen.   Foto: Stefan Puchner/dpa » zu den Bildern

Der Mann war auf dem Heimweg vom Weihnachtsmarkt, als er vor den Augen seiner Ehefrau getötet wurde. Nach dem tödlichen Angriff auf einen Passanten in Augsburg hat die Polizei sechs junge Männer festgenommen.

Haupttäter soll ein 17-Jähriger sein. Unter anderem haben Videoaufnahmen zu den Verdächtigen geführt. Nach dem Verbrechen am Freitagabend in der Innenstadt sollen insgesamt sieben junge Männer vom Tatort geflohen sein. Der Getötete war Feuerwehrmann. Er war mit seiner Frau und einem anderen Paar auf dem Heimweg vom Weihnachtsmarkt gewesen. Vor dem Angriff soll es einen Streit gegeben haben. Der Auslöser war jedoch zunächst unklar.

Die Tat löste bundesweit Entsetzen aus. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte: «Was mich wirklich aufgewühlt hat, ist, dass in Augsburg ein friedfertiger Bürger totgeschlagen wurde, schlichtweg totgeschlagen wurde. So etwas wühlt mich auf.» Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach den Angehörigen des Feuerwehrmanns sein Mitgefühl aus.

Keine 48 Stunden nach der Tat nahm Ermittler am Sonntagnachmittag zunächst den mutmaßlichen Haupttäter und einen weiteren Verdächtigen fest, wie die Polizei und das bayerische Innenministerium mitteilten. Vier weitere Festnahmen gab die Polizei am Abend bekannt. Es handele sich ebenfalls um junge Männer. Details dazu wurden nicht genannt.

Die Festgenommenen stehen in dringendem Verdacht, an der tödlichen Attacke auf den 49-Jährigen beteiligt gewesen zu sein. Beim mutmaßlichen Haupttäter handelt es sich nach Angaben der Behörden um einen in Augsburg geborenen 17-Jährigen mit deutscher und weiteren Staatsangehörigkeiten. Der zweite Festgenommene ist ebenfalls in Augsburg geboren, 17 Jahre alt und hat eine südeuropäische Staatsbürgerschaft. Beide gelten als polizeibekannt, am Montag sollen sie beim Amtsgericht dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) lobte die Augsburger Beamten: «Der schreckliche Angriff hat viele Menschen in Augsburg und weit darüber hinaus erschüttert. Umso wichtiger war der schnelle Fahndungserfolg der Augsburger Kriminalpolizei.»

Die 20-köpfige Ermittlungsgruppe der Kripo hatte mit Hochdruck die Videos von Überwachungskameras am Tatort ausgewertet. Am Montag wollen die Ermittler weitere Details bekanntgeben. Unter anderem war beispielsweise offen, weshalb es zum Streit und dann zur Tat kam.

Bei dem Toten, einem 49-Jahre alten Berufsfeuerwehrmann aus Augsburg, handelt es sich nach Angaben der Polizei wohl um ein Zufallsopfer. Zum Tathergang ist bisher nur bekannt, dass einer der jungen Männer aus der Gruppe dem Mann vor den Augen seiner Frau gegen den Kopf schlug. Der 49-Jährige stürzte und blieb am Boden liegen. Auch der 50-jährige Begleiter wurde geschlagen und im Gesicht verletzt, die Frauen wurden dagegen nicht angegangen. Notärzte versuchten noch, den 49-Jährigen wiederzubeleben - jedoch ohne Erfolg: Der Mann starb noch im Rettungswagen.

Nach der tödlichen Attacke herrschte in der Stadt am Wochenende Trauer und Entsetzen. Etwa 100 bis 150 Feuerwehrleute gedachten am Sonntag ihres getöteten Kollegen. Die Mitglieder der Berufsfeuerwehr fanden sich am Tatort, dem zentralen Königsplatz, zu einem stillen Gedenken ein. Kerzen wurden entzündet und Blumen niedergelegt. Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) zeigte sich bestürzt über die Tat. Die Stadt sei Schauplatz einer folgenschweren Gewalttat geworden, schrieb er auf seiner Facebook-Seite.

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dpa

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Veröffentlicht am:
08. 12. 2019
21:53 Uhr

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08. 12. 2019
21:53 Uhr



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